Fahrrad-Standpumpen im Test Fahrrad-Standpumpen im Test Fahrrad-Standpumpen im Test

Test 2007: Standpumpen

Fahrrad-Standpumpen im Test

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 15 Jahren

Mini-Pumpe zu schwach, CO2-Kartuschen zu teuer, Kompressor zu aufwändig – in jede Bike-Werkstatt gehört eine gute Standpumpe. Wir haben acht Modelle zwischen 16,99 Euro und 125 Euro getestet.

Enduro-Test, Marathon-Test, All-Mountain-Megatest. Jedes Jahr testet das Bike-Testteam hunderte Bikes auf Herz und Nieren. Da die Bikes ständig am Limit bewegt werden, sind Plattfüße an der Tagesordnung. Kein Wunder, dass die Tester auf problemlose und unverwüstliche Standpumpen angewiesen sind. Pumpen, die im Teststress Finger einklemmen, mit undichten Ventilköpfen glänzen oder schlecht ablesbare Manometer präsentieren, landen schnell in der Tonne. Wir haben acht Modelle zwischen 16,99 Euro und 125 Euro getestet.

Die günstige Alternative

Gerade großvolumige Bike-Reifen lassen sich ohne großen Kraftaufwand und in kurzer Zeit am besten mit einer Standpumpe füllen. Da sich nicht für jeden die Anschaffung eines Kompressors lohnt und die Mini-Pumpe zu viel Kraft und Zeit kostet, sind Standpumpen eine günstige Erweiterung der heimischen Bike-Werkstatt. Schon ab 16,99 Euro strömt reichlich Luft in den Bike-Schlauch. Allerdings müssen in diesem Preisbereich oft abstriche in puncto Ausstattung und Handhabung gemacht werden. So glänzt Bicycles „MP-067“ zwar mit dem günstigsten Preis, muss aber mit hohem Kraftaufwand bedient werden. Das liegt unter anderem am großen Kolbendurchmesser (42 Millimeter). Denn je größer Kolbendurchmesser und Kolbenlänge, desto größer ist zwar das beförderte Luftvolumen, aber gleichzeitig steigt auch die benötigte Kraft. Besser können dies Pumpen mit einem kleineren Kolbendurchmesser (SKS, Topeak). Trotz sehr großem Kolbendurchmesser kann sogar die Blackburn „Airtower 5“ durch leichtgängiges Pumpen glänzen. Der Clou: Mit einem Wippschalter im Standfuß kann man zwischen maximalem Volumen und maximalem Druck wählen. Das spart Kraft und Zeit.

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Den Druck im Blick haben

Neben der reinen Handhabung spielen bei der Bewertung Standfuß, Schlauchlänge, Ventilkopf und das Manometer eine Rolle. Der Standfuß sollte relativ schwer sein und sicher stehen, damit die Pumpe nicht kippelt. Pumpen mit großer Auflagefläche haben hier die Nase vorn (Specialized). Gute Ventilköpfe zeichnen sich durch Dichtigkeit bei hohen Drücken und auswechselbare Dichtungsringe aus (Topeak, SKS, Specialized, Blackburn). Das Manometer sollte zudem gut ablesbar sein. Bunte Hintergründe oder zu eng gesetzte Skalen für die Druckangaben sind dabei eher hinderlich. (Specialized, Topeak). Besser funktionieren Manometer mit einem großen Durchmesser und hellem Display (BBB, Bycicles).
Tipp: Als unverwüstlich gilt bei unseren Testern vor allem der SKS „Rennkompressor“ und Topeaks „Joe Blow Sport.“

So hat BIKE die Standpumpen getestet


Charakteristik der Testgruppe
Im Standpumpen-Test vergleichen wir acht Modelle zwischen 16,99 Euro und 125 Euro. Voraussetzung: Alle Pumpen müssen über einen Dualkopf für Auto- und Sclaverand-Ventile und über ein Manometer zur Druckanzeige verfügen.


Praxistest
Im Praxistest kommt es vor allem auf eine gute Handhabung von Ventilkopf und Griff an. Denn bei hohen Drücken kann ein unergonomisch geformter Griff mit scharfen Kanten schnell zu Blasen an den Händen führen. Außerdem legen wir Wert auf ein gut ablesbares Manometer, das möglichst über eine große Anzeige in der Einheit Bar verfügt. Standpumpen sollten auch über einen stabilen und sicheren Fuß verfügen, damit sie beim Pumpen weder kippeln noch umfallen können. Läuft der Kolben der Pumpe dann noch leichtgängig und bis zu einem Druck von zehn Bar ohne zu hohen Kraftaufwand durch den Zylinder, steht einem guten Ergebnis nur noch der Labortest im Weg.


Labortest
Im Testlabor der BIKE ermitteln wir alle erforderlichen Messungen der Pumpendaten. Dazu gehören Angaben wie Kolbenlänge und Kolbendurchmesser, Schlauchlänge, die Anzahl der Hübe bis zu einem definierten Druck (sechs, acht, zehn Bar) und der Maximaldruck. Messdaten, wie das Gewicht und die Höhe der Pumpe spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Aus den ermittelten Daten lassen sich erste Rückschlüsse auf die Funktion der Pumpe ziehen. So ist die Angabe von Kolbendurchmesser und -länge ein Indiz für die Leichtgängigkeit und das maximale Pumpvolumen. Eine Pumpe mit kleinem Kolbendurchmesser und geringem Hub pumpt in der Regel weniger Volumen, dafür aber ohne großen Kraftaufwand. Ein großer Kolbendurchmesser steht dagegen für weniger Hübe, aber ein großes Volumen in kürzerer Zeit.


Diese Standpumpen im Test erhalten Sie als gratis PDF-Download:
BBB Air Raid II, Bicycles MP-067, Blackburn Airtower 5, Pedros Prestige, SKS Rennkompressor, Specialized Airtool Comp, Topeak Joe Blow Sport, Xtreme Air Jumper

Themen: PumpeStandpumpeTest

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    Test: Standpumpen 09/2007

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