Test Out-Led Hellena 3.5

Lampe Hellena 3.5 von Out-Led im Einzeltest

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 5 Jahren

Als Notlösung für Alpen-Touren oder die verspätete Feierabendrunde: Eine Helmlampe leuchtet den Weg ins Tal oder nach Hause. Über die letzten Monate haben wir die Hellena 3.5 von Out-Led getestet.

Der Sommer hat gerade erst begonnen und schon geht die Sonne jeden Tag ein bisschen später auf und wieder früher unter. Auch wenn im Hochsommer die Tage noch lang sind, kann gerade auf extremeren Bike-Touren die Zeit knapp werden. Oder auf der Feierabendrunde, weil der Verkehr zur Rushhour mehr Zeit als erwartet verschlungen hat. Deshalb empfiehlt es sich, immer eine Lampe im Rucksack zu haben, da diese dank LED-Technik nicht übermäßig ins Gewicht fällt. Um nicht mehr im Dunkeln zu stehen, haben wir die Hellena 3.5 von Fahrradlampen-Spezialist Out-Led ausgiebig getestet.

Obwohl alle Teile einzeln bestellt werden können, empfehlen wir für Hobbybiker das Komplett-Set, bestehend aus der Lampe selbst, Schaltereinheit, Akku, Ladegerät und Helmhalterung. Die Hellena 3.5 liefert maximal 1300 Lumen aus drei LEDs und bietet verschiedene Leuchtstufen: Tagfahrlicht, 50 Prozent und 100 Prozent. Sie kann auch ein Notsignal senden. Die Steuerung erfolgt über einen Schalter, der auch Auskunft über den aktuellen Akkustand liefert. Um den Standard-Akku an die Lampe anzuschließen, verbindet man die Lampe mithilfe eines Kabels mit einer Schiene, in die alle Standard-Akkus von Out-Led passen. Von diesen Akku-Packs gibt es drei verschiedene Größen (Werksangaben):


S (2400 mAh, Laufzeit 2,5 Stunden bei 100 Prozent)
M (4800 mAh, Laufzeit 5 Stunden bei 100 Prozent)
L (7200 mAh, Laufzeit 7,5 Stunden bei 100 Prozent)

Die drei Standard-Akkus von Out-Led, die man an die Hellena 3.5 anstöpseln kann.

In unseren Tests haben die Akkus leider nicht ganz die Angaben eingehalten, so hat etwa der kleinste Akku meist nur gute zwei Stunden gehalten. Mit zunehmender Akku-Größe steigt auch der Preis für das Komplett-Set: 279 Euro für das Set mit kleinstem, 304 Euro mit dem mittleren und 329 Euro mit dem größten Akku. Neben dem Preis nimmt natürlich auch das Gewicht zu: 97 Gramm wiegt der kleinste Akku, 187 der mittlere und 280 der große. Da die Standard-Akkus nicht spritzwassergeschützt sind, gibt es auch noch teurere Pro-Akkus von Out-Led, die ohne Schiene angeschlossen werden. Doch der bessere Schutz drückt auf die Waage: Der kleine geschützte Akku wiegt 228 und der mittlere sogar 363 Gramm. Das Kabel ohne Schiene wiegt 56 Gramm, das mit Schiene 102 Gramm. Somit ist die leichtere Lösung, die wir meist bei unseren Testfahrten gewählt haben: den Standard-Akku mit Schiene im Rucksack zu verstauen. Die Lampe selbst zeigt sich samt Helmhalterung mit 112 Gramm eher von der leichten Seite. Unterm Strich wiegt das Standard-Setup mit mittlerem Akku also 401 Gramm.

Beim Auspacken fällt einem erst einmal die dicke Anleitung in die Hände, die alles komplizierter erscheinen lässt, als es wirklich ist. Die Lampe muss man lediglich in die Halterung stecken, das Kabel anschließen, den Akku in die Schiene stecken und auf den Schalter drücken. Schon läuft die Lampe. Auch das Wechseln der Modi fällt leicht und klappt selbst mit dicken Handschuhen.

Hier der kleine Akku - in die Schiene eingeklipst

Mit dem Schalter kann man zwischen den Modi hin- und herspringen. Gleichzeitig informiert er den Fahrer über den Akkustand.

Auf dem stockdunklen Trail vergisst man die Lampe dank des geringen Gewichts schnell wieder und kann sich voll aufs Fahren konzentrieren. Doch Vorsicht: Trotz guter Leuchtkraft kann man nicht so viel wie tagsüber sehen und sollte deshalb nicht mit Mach-10-Geschwindigkeit über die Trails heizen. Ebenso sollte man an die anderen Waldbewohner denken.

Hier die Ausleuchtung der Out-Led Hellena 3.5: Die warme Lichtfarbe ist angenehm, die Randbereiche sind ausreichend ausgeleuchtet.

Wie beschrieben leistet die Lampe "nur" 1300 Lumen – das können auch deutlich günstigere Lampen. Dennoch reicht die Leuchtkraft für Durchblick im Gelände. Dafür gefällt die Lichtfarbe besonders gut: Sie sorgt dank des warmen Lichtes für ein wohliges Gefühl. Das Verhältnis von Leuchtweite zur Breite des Lichtkegels erwies sich als passend zum Mountainbiken. Überhaupt verhielt sich die Lampe sehr unauffällig während des Testzeitraumes und es kam nie zu Ausfällen. Je nachdem, wo man den Schalter angebracht hat (z. B. am Brustgurt vom Rucksack), kann auch während der Fahrt der Akkuladezustand überwacht werden. Wir hatten die Lampe immer am Helm montiert. Dort hat sie auf Grund der hochwertigen Halterung aus rostfreiem Edelstahl bombenfest gehalten. Leider kann der Winkel der Helmhalterung – und somit die Leuchtweite – nur durch Verbiegen der Halterung angepasst werden. Wechselt man öfters den Helm, nervt das. Doch das eigentliche Argument der Hellena ist, dass die Lampe in Deutschland produziert wird und somit mit überragender Haptik und Qualität glänzt.

Test-Fazit zur Out-Led Hellena 3.5

Wer nach einer qualitativen Lampe sucht, wird mit der Hellena 3.5 von Out-Led glücklich. Sie weiß mit Verarbeitungsqualität und angenehmem Licht zu überzeugen. Wer dagegen seinen Fokus auf Lumen pro Euro legt, muss zu einer anderen Lampe greifen.

Von den Out-Led-Akkus gibt es auch geschützte Versionen, die Pro-Version.

Themen: HellenaHelmlampenHerbstLampenLEDOut-Led


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