BIKE Header Campaign
Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Das sollten Sie noch über Helmlampen wissen...

Florentin Vesenbeckh am 18.03.2018

WOHIN MIT DEM LICHT?

Je nach Lampe, Einsatzbereich und persönlichem Geschmack eignen sich unterschiedliche Befestigungs­möglichkeiten. BIKE zeigt Vor- und Nachteile.

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Am Lenker: Die Befestigung am Lenker erspart Kabelwirrwarr und Zusatzgewicht am Helm. Kurvenfahrten werden allerdings zum Blindflug, und der Lichtkegel hüpft unruhig, wenn der Untergrund gröber wird. Achtung: Lampen ohne STVZO-Zulassung sind nicht für die Befestigung am Lenker freigegeben.

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Am Helm: Die Lösung für sportliche Einsätze, denn der Lichtkegel bleibt ruhig und zielt immer in Blickrichtung. Wird die Lampe zu schwer, wird’s allerdings unangenehm, und der Helm wackelt. Besser sind Lampen mit externem Akku. Achtung: Nebel oder Schneeflocken stören mehr, wenn sie vom Helm aus angeleuchtet werden.

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Akku-Befestigung: Ob der Akku am Helm fixiert wird, oder in Rucksack bzw. Trikottasche verschwindet, hängt in ers­ter Linie vom Gewicht ab. Ab 150 Gramm landet der Akku besser nicht am Helm. Kabelsalat zwischen Helm und Rucksack durch eine Kabelführung am Hinterkopf vermeiden, dazu reicht ein simples Klettband.


DIE ALTERNATIVEN

Wer keine Lust auf Kabelverlegung hat, greift zu einer Lampe mit integriertem Akku. Die PWR Trail von Knog kann neben dem 1000-Lumen-starken Trail-Aufsatz auch mit anderen Leuchtköpfen kombiniert werden. Der Akku dient zudem als Powerbank und lädt schwächelnde Handys oder Kameras. 124,99 Euro, 235 Gramm. Es gibt wohl kaum eine Bike-Tour, die nicht im Straßenverkehr endet. Und hier ist Gesehenwerden noch wichtiger als Sehen. Das Varia-TL-301-Rücklicht von Garmin ist STVZO-zugelassen und hat eine Bremslichtfunktion, was die Sichtbarkeit erhöht. 52 Gramm, 69 Euro.

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Knog PWR Trail


KLEINE HELFERLEIN

Die Unterschiede liegen oft in kleinen Details, die das Biken mit Helmlampe erleichtern. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

Test 2018: Helmlampen für Mountainbiker von 85 bis 500 Euro

Bei den Helmlampen gibt es viele sinnvolle Details

1. Schnellverschlüsse an der Helmhalterung ersparen mühsames Gefummel, wenn auf Tour die Dunkelheit einbricht (BBB, Cube, Hope, Blika). Bei Cube und Lupine fallen die Halter schön flach aus (kl. Bild).
2. Die Leuchtmodi der Blika lassen sich via App stufenlos programmieren. Technikliebhaber werden jubeln, manch anderer erst mal schlucken.
3. Bei Lupine und Cube agieren die Akkus optional als Rücklicht.
4. Lenkerfernbedienungen, wie sie Lupine und Cube nutzen, erhöhen den Bedienkomfort enorm. Das Zwei-Tasten Prinzip (heller, dunkler) der Blika ist besonders intuitiv.
5. Farbig leuchtende Druckknöpfe zeigen den Leuchtmodus (Hope, Lupine) an und warnen bei geringer Akku-Kapazität (BBB, Cube, Hope, Lupine). Am Helm montiert sind sie allerdings nicht sichtbar.


LEXIKON

Lumen
Der Lichtstrom in Lumen gibt die gesamte Strahlungsleistung einer Lichtquelle an. Also: Wie viel Licht gibt die Lampe ab. Eine Aussage über die Lichtverteilung fehlt. In Sachen Bike-Beleuchtung heißt das: Eine unangenehme Spot Beleuchtung mit dunklen Randbereichen kann sich auch hinter einer sehr hohen Lumenzahl verstecken.

Lux
In Lux wird die Beleuchtungsstärke angegeben, also, wie viel Licht auf einem Punkt einer Fläche auftrifft. Ein Laserpointer liefert enorme Lux-Werte, ist aber als Bike-Beleuchtung unbrauchbar. Um die Lichtverteilung der Testlampen aufzudecken, haben wir die Lux-Werte in der Mitte und an den Seiten des Leuchtkegels gemessen.

IP- und IK-Schutzklasse
Beim Biken sind Lampen oft der Nässe ausgesetzt, und auch ein Peitschenhieb von einem Ast kann vorkommen. Dumm, wenn der Strahler gleich den Geist aufgibt. IP68 gibt an, dass die Lampe staub- und wasserdicht ist. Je niedriger die zweite Zahl (z. B. IP66), desto geringer der Schutz vor eindringendem Wasser. Die IK-Norm gibt Aufschluss über die Stoßfestig-keit eines Produktes (max. IK10). Die Werte werden nicht von unabhängigen Prüfstellen überwacht, im Garantiefall kann sich der Käufer aber auf die Herstellerangabe berufen.


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 1/2018 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

iTunes StoreGoogle Play Store


Seite 2 / 4
Florentin Vesenbeckh am 18.03.2018