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Test 2016: Helmlampen für Mountainbiker

10 MTB Helmlampen im Test - Teil 2: Kraftpaket Akku und das Innenleben einer Helmlampe

  • Stefan Frey
 • Publiziert vor 6 Jahren

Ab 100 Euro versprechen die Hersteller leistungsstarke Lampen. Werden damit die winterlichen Trails hell? Oder müssen Nachtschwärmer tiefer in die Tasche greifen? Unser Test bringt Licht ins Dunkel.


Raumwunder Helmlampe

Im Lampengehäuse geht es eng zu. Linse, LED-Platine und die elektronische Steuerung – zahlreiche Bauteile müssen auf minimalem Bauraum untergebracht werden. Eine echte Herausforderung.

Georg Grieshaber Das Innenleben einer Helmlampe


1. Der Lampenkopf sollte so klein und leicht wie möglich sein. Die Krux bei der Konstruktion ist die Wärmeableitung. LEDs entwickeln extrem viel Hitze. Kühlrippen vergrößern zwar die Fläche, letztendlich schützt aber nur der Fahrtwind vor Überhitzung.
2. Der "Kabelbaum" mit der Steuerelektronik und dem Ein- und Ausschalter muss komplett im Gehäuse verschwinden. Lupine quetscht neuerdings auch noch ein Bluetooth-Modul in den beengten Bauraum.
3. Sogenannte Dünnschicht-LEDs strahlen das Licht in einem unkontrollierten Bereich ab. Ihre Leistung wird in Lumen angegeben. Die Leistung der Lampe, die der Hersteller angibt, bezieht sich meist auf die theoretische Leistung der LEDs.
4. Erst durch die Linse wird das Licht der LEDs in die gewünschte Richtung gelenkt. Um den Nah- und Fernbereich optimal auszuleuchten, kombinieren die Hersteller oft mehrere Linsen zu einem System.
5. Ein Abdeckring mit klarer Scheibe verschließt den Lampenkopf sicher und schützt im besten Fall die Linse vor Spritzwasser und Gegenständen.



Kraftwerk im HosentaschenFormat

Noch vor wenigen Jahren lieferten riesige Flaschen-Akkus die nötige Energie. Heute steckt die gleiche Leistung in Lithium-Ionen-Zellen, die oft nicht größer sind als eine Packung Tictac.

In nur fünf Jahren hat sich die Kapazität der wichtigsten Akku-Zelle (Bauform 18650) von etwa 2000 mAh auf bis zu 3500 mAh erhöht. Dabei sind die heutigen Zellen deutlich hochstromfähiger. Das bedeutet, dass selbst ein kleiner Akku eine leistungsfähige Lampe befeuern kann, ohne Schaden zu nehmen. Zum Einsatz kommen heute eigentlich nur noch Li-Ionen-Akkus, die im Vergleich zu NiMH-Akkus einige Vorteile aufweisen. Zum einen müssen Li-Ionen-Akkus nicht bewegt werden, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. Was gerade bei zyklischem Einsatz im Herbst ein großer Vorteil ist. Zudem besitzen Li-Ionen-Akkus eine höhere Energiedichte, sind kälteresistent und können bedenkenlos aus jedem beliebigen Ladezustand nachgeladen werden. Nach einem anfänglichen Verlust von etwa 5 % Kapazität nach wenigen Monaten bleibt die Leistung, je nach Qualität, etwa vier bis sieben Jahre konstant. Spätestens wenn der Akku etwa 40 % seiner anfänglichen Kapazität verloren hat, sollte er ausgetauscht werden. Bei kühler Lagerung fällt die Selbstentladung moderner Akkus mit etwa 15 % pro Jahr zudem sehr gering aus. Neben den Zellen enthält ein Akku immer auch eine Schutzschaltung, welche Über- und Unterspannung sowie Kurzschlüsse absichert. In den meisten Fällen werden die Bauteile zusammen in einem Kunststoffgehäuse ultraschall verschweißt. Zuverlässig und dauerhaft wasserdicht sind aber nur Verklebungen.

Georg Grieshaber Hope Akku

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