Test Polar V800

Multisport-Uhr Polar V800 im Langzeittest

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 4 Jahren

Eine Uhr für Sport und Alltag, für Trainingsanalyse und Uhrzeit. Eine für alles sozusagen. Wer hätte die nicht gerne? Die Polar V800 will so ein Alleskönner sein. Wir haben sie ausführlich getestet.

Die V800 ist das Flaggschiff von Polar und vereint eher klassische Trainingsfunktionen mit Aktivitäts-Tracking im Alltag sowie die Wiedergabe von Nachrichten, die an das gekoppelte Handy gesendet wurden. Auf den ersten Blick wirkt die Uhr aufgrund des kleinen Displays nahezu grazil, doch im Profil fällt die relativ große Dicke von 12,7 Millimetern auf. Apropos Optik: Der Kunde kann zwischen einem schlichten schwarzen Armband und einem blauen mit dezenten roten Applikationen wählen. Mit Pulsgurt geht die Uhr für 450 Euro über die Ladentheke, ohne für 400 Euro.

Beim ersten Einschalten der Uhr zeigt sich die Polar V800 mit intuitiver Menüführung und sehr gut ablesbarem Display. Damit kann sie nicht nur im Alltag, sondern auch beim Sport glänzen. Mithilfe von GPS zeichnet die Uhr beim Training (fast) alle erwünschten Daten auf. Von verstrichener Zeit über zurückgelegte Höhe und Distanz bis zur Herzfrequenz. Dabei arbeitet das GPS sehr schnell und präzise. Zudem bietet die Uhr eine "Back-to-Start"-Funktion, die einen auf dem kürzesten Weg (Luftlinie) zurück zum Start navigiert. Um das volle Potential der Polar-Uhr auszuschöpfen, empfiehlt es sich während des Trainings einen Pulsgurt zu tragen. Denn nur so kann die Uhr die Intensität des Trainings bewerten und korrekte Werte für den Kalorienverbrauch und den Grad der Belastung ermitteln. Hierbei handelt es sich jedoch eher um Richtwerte. Auswerten kann man das Training auf der Polar-Plattform "Flow" im Anschluss. Hier können Ziele festgelegt oder aber die Einstellungen der Uhr angepasst werden.

Ein gut lesbares Display, auch bei sonnigem Wetter, zeichnet die Polar V800 aus.

Ganz schön dick: die Polar V800 trägt am Handgelenk mächtig auf und ist 79 Gramm schwer.

Polar stellt sehr viele verschiedene Sportprofile zur Verfügung, die allerdings immer noch für die persönlichen Vorlieben als Biker optimierbar sind. Besonders eignet sich die Uhr zum Radfahren, Laufen und Schwimmen. Beim Mountainbiken rutscht die V800 jedoch wegen des relativ hohen Gewichts von 79 Gramm schnell und stört dann am Handgelenk. Deshalb haben wir in der Regel auf eine Lenkerhalterung geschnallt. Dort hat sie sich dann aber umso besser geschlagen: top ablesbares Display und gute Bedienung mit Handschuhen.

Im Alltag weiß die V800 mit edler Verarbeitung und praktischen Eigenschaften zu überzeugen. So kann man die Sportuhr etwa mit dem Handy koppeln und Nachrichten auf der Uhr lesen. Des Weiteren können alle Trainings auf der Smartphone-App begutachtet werden. Zusätzlich zeichnen Bewegungssensoren jegliche Aktivität auf und helfen bei der Überprüfung der täglichen Aktivität. Denn die Uhr erstellt je nach den Eingaben des Nutzers ein Tagesziel, welches durch Bewegung im Alltag ebenso wie durch Sport erreicht werden kann. An Tagen ohne Training fällt es jedoch schwer, mehr als die Hälfte des Tagesziels zu erreichen. Doch auch das hat einen Vorteil: So wirkt die Uhr als ständiger Motivator, sich (noch) mehr zu bewegen.

Test-Fazit zur Polar V800

Polar schafft es tatsächlich, eine Uhr für den Alltag mit einem Tacho zu vereinen. Die V800 ist ein echter Alleskönner. Lediglich zum Navigieren via GPS braucht man zusätzlich noch ein zweites Gerät.

Tagessoll erfüllt: Die V800 rechnet Alltagsbewegung und Bike-Touren zusammen und setzt es ins Verhältnis zum Ziel, das man sich gesteckt hat.

Schlagwörter: Fitness Tracker Herzfrequenz Höhen Polar Test Uhr Wearables


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