Fahrrad-Tacho Ciclosport CM 9.3 A im Test Fahrrad-Tacho Ciclosport CM 9.3 A im Test Fahrrad-Tacho Ciclosport CM 9.3 A im Test

Test: Ciclosport CM 9.3 A

Fahrrad-Tacho Ciclosport CM 9.3 A im Test

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 7 Jahren

Wer braucht in Zeiten von GPS-Geräten und interaktiven Smartphone-Apps noch einen klassischen Fahrrad-Tacho? Wir geben die Antwort, mit dem Test des Ciclosport CM 9.3 A.

Die Frage ist meist nicht, ob man seine Mountainbike-Tour aufzeichnet, sondern wie. Die einen benutzen am liebsten ein (teures) GPS-Gerät, die anderen das Smartphone und manche nutzen einen klassischen Fahrrad-Tacho. Dieser ist meist günstiger als ein GPS und robuster als das Smartphone. Genau so ein Tacho ist der Ciclosport CM 9.3 A . Er kann alle erdenklichen Daten anzeigen und auch aufzeichnen. Die ermittelten Daten geben die Sensoren per Funk an den Tacho weiter. Steuern kann man den Tacho über drei Tasten. Lediglich ein GPS kann er nicht ersetzen. Ansonsten ist (fast) alles möglich: angefangen bei Standards wie Geschwindigkeit, Höhe, Zeit, Strecke und Steigung misst der CM 9.3 A auch Tritt- und Herzfrequenz, Temperatur und Klettergeschwindigkeit (Höhenmeter pro Stunde). Auch die Leistung kann auf Wunsch berechnet werden. Dies ist allerdings nicht so genau wie etwa mit einer Leistungsmess-Kurbel.

Markus Brehler Der Trittfrequenzsensor muss an Kettenstrebe und Kurbelarm montiert werden.

Die zwei Varianten des Ciclosport CM 9.3

Für eine Auswertung seiner Daten kann man den Tacho mit dem Computer verbinden. Das getestete Ciclosport-Modell ist in zwei Varianten erhältlich. Wahlweise für 140 Euro mit Geschwindigkeitssensor und USB-Kit oder für 200 Euro mit Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor, Pulsgurt und ANT+ USB-Stick (CM 9.3 A+). Etwas enttäuschend ist bei einem Preis von 200 Euro, dass Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor zwei separate Teile sind. Das drückt aufs Gewicht und ist auch bei der Montage nicht optimal. Dafür funktionieren die Sensoren zuverlässig und werden meist schnell erkannt. Lediglich den Trittfrequenzsensor erfasst der Tacho nur, wenn er perfekt justiert ist. Dies ist je nach Fahrstil und Fußstellung nicht immer gewährleistet.

Markus Brehler Der Geschwindigkeitssensor liefert kabellos zuverlässig Messdaten an den Computer.

Gut ablesbar und sinnvolle Menüführung

Vor dem Start der Tour verlangt der Tacho Feingefühl und perfektes Timing beim obligatorischen Tacho-Nullen. Denn werden nicht alle drei Tasten gleichzeitig gedrückt – sondern nur zwei – wechselt man ungewollt auf das Zweit-Rad. So ist das Nullen nur in abgenommenem Zustand und ohne Handschuhe möglich. Das ist schade, da der Tacho ansonsten durch einfaches Handling und sinnvolle Menüführung glänzt. So kann während der Fahrt problemlos durch die Programme springen. Der Anzeige ist dreistufig aufgebaut: Oben steht zum Beispiel die Uhrzeit oder die absolute Höhe, in der Mitte zeigt der CM 9.3 A groß und deutlich die Geschwindigkeit an und unten im Bildschirm kann man etwa die Tritt- oder Herzfrequenz mitverfolgen. Stimmt die Neigung, in der das Gerät am Lenker montiert ist, lassen sich alle Daten gut ablesen. Auch eine Beleuchtung des Bildschirms ist zuschaltbar, damit der Pilot auch nachts mit Messdaten versorgt wird.

Fazit zum Test des Ciclosport CM 9.3 A:

Der Ciclosport-Fahrradcomputer ist ein solider, einfach bediendbarer Tacho im klassischen Sinn. Er ist für all jene Mountainbiker optimal, die auf GPS-Überwachung und virtuelle Verfolgungsjagden über Strava verzichten können, nicht aber auf eine Analyse der Tour.

Markus Brehler Die Bedienung der drei Tasten während der Fahrt klappt einwandfrei, nur das „Nullen“ zu Beginn der Tour ist schwierig.

Themen: CiclosportComputerTachoTest 2015


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