Bike Computer

Konnektivität: Welche Systeme überzeugen?

Matthias Schwindt

 · 25.09.2021

Konnektivität: Welche Systeme überzeugen?Foto: Thomas Thiesen
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Das wär was: Strom für Handy und Navi aus dem Akku ziehen und die Routenführung am Display ablesen. Wie weit ist die Konnektivität zwischen den Geräten?

Um es gleich vorwegzunehmen: Der Weg zum „vernetzten“ E-MTB ist noch weit. Für unseren Vergleich haben wir die meistverbreiteten Displays auf Lademöglichkeiten, Kopplungsfähigkeit mit Smartphone-Apps und Navigationsfunktionen untersucht. Das Ergebnis ist etwas ernüchternd: Selbst die naheliegende Möglichkeit, über einen USB-Anschluss andere Endgeräte aus dem Fahrrad-Akku mit Strom zu versorgen, ist nur an wenigen Systemen möglich. Von der Vision, dass Fahrdaten standardisiert an das Smartphone oder Navigationsgerät übertragen und angezeigt werden, sind die meisten Systeme noch weit entfernt. Marktführer Bosch zeigt sich hier gänzlich verschlossen, Shimano lässt nur Garmin- und Sigma-Geräte zu. Hersteller-Apps fürs Smartphone, die es zu den meisten Antrieben gibt, werden oft nicht in der nötigen Frequenz weiterentwickelt. Bei Shimanos E-Tube-App kommt es mit diversen Android-Smartphones immer wieder zu Verbindungsproblemen.

Bleibt die Frage, ob eine Komplettlösung aus E-Bike-Steuerung mit inkludiertem Navi oder eine vernetzte Mini-Zentrale in Kombination mit externer Fahrradnavigation besser ist. Langfristig haben gekoppelte Systeme wegen der unterschiedlichen Produktlebenszyklen Vorteile. Während ältere Räder immer noch sehr gut funktionieren können, sind die Steuerungen schneller veraltet. Beispiel: das Bosch Nyon der ersten Generation. Mit kleinem Speicher und langsamem System kommt heute keine Navigationsfreude mehr auf. Ganz anders das Turbo Levo der ersten Generation: Der Datentransfer geschieht immer noch über Standardfunkprotokolle – kombiniert mit einem neuen Smartphone oder GPS-Radcomputer bleibt das Cockpit somit auf dem aktuellsten Stand. Insofern bieten Räder, die auf offene Funkstandards ANT+ LEV (Specialized & Giant) oder Bluetooth (Fazua) setzen, das Beste aus beiden Welten. Cleanes Cockpit für alle, die auf Simplizität Wert legen. Oder volle Konnektivität für Technik-Nerds.

Yamaha Display AFoto: Hersteller
Yamaha Display A
Bosch NyonFoto: Hersteller
Bosch Nyon
Bosch PurionFoto: Hersteller
Bosch Purion
Bosch KioxFoto: Hersteller
Bosch Kiox
Bosch Smartphone HubFoto: Hersteller
Bosch Smartphone Hub
Shimano ermöglicht die Nutzung der E-Bike-Daten nur auf Garmin-Edge-Modellen und dem Sigma ROX 12. Andere Hersteller warten noch auf die Freigabe durch Shimano. Garmin zeigt eine spezielle STEPS-Seite an.Foto: Hersteller
Shimano ermöglicht die Nutzung der E-Bike-Daten nur auf Garmin-Edge-Modellen und dem Sigma ROX 12. Andere Hersteller warten noch auf die Freigabe durch Shimano. Garmin zeigt eine spezielle STEPS-Seite an.
Drei Displays und ein Tastermodul mit Funkübertragung stehen für die Shimano-Antriebe zur Auswahl.Foto: Hersteller
Drei Displays und ein Tastermodul mit Funkübertragung stehen für die Shimano-Antriebe zur Auswahl.
Specialized TCU2Foto: Hersteller
Specialized TCU2
Giant RideControl Ergo & OneFoto: Hersteller
Giant RideControl Ergo & One
Fazua Remote BX & FXFoto: Hersteller
Fazua Remote BX & FX
Yamaha Display AFoto: Hersteller
Yamaha Display A
Bosch NyonFoto: Hersteller
Bosch Nyon
Bosch Nyon
Bosch Purion
Bosch Kiox
Bosch Smartphone Hub
Shimano ermöglicht die Nutzung der E-Bike-Daten nur auf Garmin-Edge-Modellen und dem Sigma ROX 12. Andere Hersteller warten noch auf die Freigabe durch Shimano. Garmin zeigt eine spezielle STEPS-Seite an.
Drei Displays und ein Tastermodul mit Funkübertragung stehen für die Shimano-Antriebe zur Auswahl.
Specialized TCU2
Giant RideControl Ergo & One
Fazua Remote BX & FX
Yamaha Display A

Weitere Infos und Details zu den vorgestellten Systemen gibt’s auf dem Blog unseres Autors: gpsradler.de/emtb21-3

Den kompletten Vergleichstest der sechs Displaysysteme aus EMTB 2/2021 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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