Gerold Geiger Mir ist natürlich bewusst, dass ich mit meinem 26-Zoll-Oldtimer hier etwas aus dem Rahmen falle. Aber dies ist nun mal das Fahrrad, das ich im Wald am häufigsten bewege. Ich will jetzt auf keinen Fall eine endlose Diskussion über „Federweg statt Fahrkönnen“ lostreten. Oder vielleicht doch? Über die Frage, wie viele Assistenzsysteme braucht der Mensch, um sich fortzubewegen, sollte man aber aus meiner Sicht schon nachdenken. Und über den Einsatzzweck des Fahrzeugs. Stichwort: SUV für die überfüllte Innenstadt. Für mich stellt es einfach eine Herausforderung dar, alle Singeltrails meiner Münchner Heimat auch mit einem ungefederten Rad zu meistern. Es braucht mehr Aufmerksamkeit, in Wurzelpassagen will die Linienwahl sorgfältig getroffen werden, den Rest müssen Arme und Beine abfedern. Ich muss früher bzw. sinnvoller Bremsen, der Sattel bleibt einfach da, wo er ist. Mir ist vollkommen klar, dass so ein Bike in den Alpen wohl wenig Sinn macht. Aber da bewege ich mich eben nach Feierabend auch nicht. Ach ja, und hier geht es ja um das Gewicht. Lediglich die Bremse geht in Richtung kompromissloser Leichtbau, das einzige Carbon-Teil ist die Gabel. Gesamtgewicht: 9,0 Kilogramm.

zum Artikel