René Georgi Ich fahre ein 2012er Cube AMS mit 120/110 mm Federweg bei einem Gewicht von 11,7 Kilo zu einem Preis von damals 2250Euro. Mit dem Bike habe ich drei Alpenüberquerungen, viele Wochenendtouren und x-Mal meine Hausstrecke bewältigt. Das tourentaugliche Gewicht und die nicht zu sportliche Geometrie stellen für mich einen super Kompromiss aus Bergauf- und Bergabtauglichkeit dar. Gerne würde ich mir mal ein neues Bike zulegen, aber was ich bei den Herstellern so finde, schreckt mich ab. Zugunsten von 29-Zoll-Laufrädern, 2,6er Reifen, Teleskopstützen, Kettenführung, breiten Felgen und immer mehr Federweg wird dann bei vielen Bikes nur noch ein Einfach-Antrieb verbaut, um überhaupt in die Nähe von 13 Kilo zu kommen. Und das mit einem Carbon-Rahmen zu „schlanken“ 4000 Euro aufwärts. Eine Alpenüberquerung kann ich mit dem Bike dann aber nicht machen, dafür muss ich mindestens den Antrieb tauschen. Innovation und Entwicklung hin oder her, aber was in den vergangenen 3-4 Jahren am MTB-Markt passiert ist, trifft überhaupt nicht meinen Nerv. Die Bikes mögen sehr potent geworden sein, aber für einen Sportler, der Spaß bergauf und bergab haben möchte, wird das Angebot immer dünner.

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