Mountainbike-Abenteuer Kokopelli Trail

USA: Reise-Reportage Kokopelli-Trail

  • Henri Lesewitz
 • Publiziert vor 6 Jahren

Der Kokopelli-Trail gilt als härteste Nuss unter den Bike-Pisten. Wer die 229 Kilometer von Fruita in Colorado nach Moab in Utah auf eigene Faust schaffen will, muss lange Durststrecken überwinden.

Viele Kilometer, pure Wildnis, keine Ortschaft, kein Handynetz: Wer den legendären Kokopelli-Trail befahren will, braucht eine gute Ausrüstung. Reporter Henri Lesewitz stellt die Teile vor, die bei einem Mountainbike-Abenteuer dabei sein sollten. Die gesamte Reise-Reportage finden Sie in der BIKE-App oder in BIKE 7/2014.


SOS-System
Ein Rettungs-System, wie das von "GPSafety", kann bei Expeditionen im Funkloch überlebensnotwendig sein. Das handliche, auf GPS-Iridium basierende Gerät funktioniert weltweit. Einfach daheim auf der Homepage anmelden, das Gerät in den Rucksack stecken und im Notfall den SOS-Knopf drücken. Dann kommt Rettung. Clou: Die SMS/Mail-Funktion, mit der man mit der Rettungs-Zentrale kommunizieren kann. Eine Versicherung für Rettungsfälle ist natürlich empfehlenswert. Das System selbst kann man für 29 Euro pro Monat mieten. www.gpsafety.eu

Der Notrufmelder von "GPSafety" ruft Hilfe, wenn nichts mehr geht.


Schlafsack
Das Übernachten unter freiem Himmel gleicht einem Pokerspiel: Wie warm, oder wie kalt wird es nachts? Regnet es, oder bleibt es trocken? Ganz klar: Kleines Packmaß und geringes Gewicht sind Trumpf. Doch mit der Größe schrumpft bei Schlafsäcken meist auch proportional der Komfort. Die Outdoor-Manufaktur Yeti in der Nähe von Görlitz/Sachsen fertigt exklusive, vollendete Handmade-Schlafsäcke. Der mit hochwertigen Daunen gefüllte "Passion" ist das Flaggschiff. Winzig klein und in der "One"-Version rekordverdächtige 320 Gramm leicht, wenn auch eher für laue Sommernächte geeignet. Tipp: Der "Passion Three". Er wiegt leichte 465 Gramm und bietet einen Komfortbereich bis 7 Grad. Der Extrembereich wird mit minus 10 Grad angegeben. Bei Globetrotter für 490 Euro. www.yetiworld.com

Klein aber fein: Abenteuer achten auf hochwertige leichte Schlafsäcke, die auch in frostigen Nächten funktionieren.


Biwak-Sack
Nur eine hauchdünne PU-Folie, aber ein wirksamer Reflektor der Körperwärme. Der Biwak-Sack von Mountain Equipment ist im Packzustand noch nicht einmal faustgroß. Doch wenn man die "Tüte" über den Ultraleicht-Schlafsack zieht, sorgt sie spürbar für Wärme. Sollte man immer dabei haben. 108 Gramm, 19 Euro. www.mountain-equipment.de

Schutz in Tennisballgröße: der Biwaksack. Wichtig!


Daunenjacke
Für die Nacht unverzichtbar: Die hochwertig gefertigte Daunenjacke von Mountain Equipment überzeugt mit Passform, geringem Packmaß und einem hohen Kuschelfaktor. Die "Arete" lässt sich prima zusammenknautschen und findet Platz in jedem Rucksack. 380 Gramm, 199 Euro. www.mountain-equipment.de

Gegen Auskühlen und wenn der Schlafsack doch nicht dick genug ist: leichte Daunenjacke.


Extra-Flaschenhalter
Trinken ist auf Expedition das A und O, doch viele Fullies besitzen nur einen Flaschenhalter. Mit den Adaptern von Additive lassen sich bis zu zwei Flaschen am Vorbau unterbringen. Die Bewegungsfreiheit im Wiegetritt wird durch das Getränke-Buffet etwas eingeschränkt, doch wenn die Lunge trocken im Mund klebt, ist man froh über jeden Extraschluck. Obwohl aus Kunststoff gefertigt, sind die Adapter erstaunlich robust. Selbst der Kokopelli-Trail vermochte sie nicht vom Bike zu schütteln. 19 Euro/Stück. www.additive-bikes.com

Wenn mal etwas mehr Wasser benötigt wird, braucht es zusätzliche Flaschenhalter wie die von Additive Bikes.


Wasser-Entkeimer
Abenteurer kommen eher selten an Supermärkten und Kneipen vorbei. Doch wer Wasser aus Bächen, Seen, oder Flüssen schöpft, fängt sich schnell fiese Krankheiten, zumindest aber üble Magenbeschwerden ein. Micropure macht selbst aus trüber Plörre trinkbares Wasser. Eine Tablette reicht für einen Liter. Einfach auflösen lassen, eine halbe Stunde warten (besser zwei Stunden!) – und dann trinken. Das so bakterien- und virenfrei gemachte Wasser hält sich bis sechs Monate lang! Eine Packung mit 100 Tabletten kostet etwa 18 Euro. Zum Beispiel Katadyn Micropure Forte MF 1T. Zu kaufen in Apotheken oder Outdoor-Läden. www.katadyn.com

Dank Katadyn wird auch die trübste Pfütze zum Lebensspender.


Mobiler Akku
Wenn das Handy, das GPS-Gerät, oder die Lampe an die Steckdose muss, eine solche aber nicht in der Nähe ist, braucht man eine sogenannte Power-Bank. Die mitnehmbaren Strom-Tankstellen gibt es in verschiedenen Größen. Leicht (80 Gramm) und winzig klein ist die Power Bank von BIKE, die es als Prämie beim Abschluss eines Kennlern-Abos gibt. Ihre 2200 mAh reichen zum Aufladen eines Handys, oder zum Nachfüllen der Lampen-Akkus. Für Langzeit-Abenteurer gibt es im Elektronikhandel auch Varianten mit dem Vielfachen dieser Leistung – dann natürlich entsprecht größer und schwerer.

Elektronik funktioniert nur mit ausreichend Energie. Eine Extra-Portion davon gibts sogar mit BIKE-Logo. Die Power Bank schießt bis zu 2200 mAh per USB in leere Akkus.


Survival-Paket
Alles dabei, was man im Falle des Havarierens zum Überleben braucht: die Firma Gerber hat ein kompaktes, clever zusammengestelltes  Survival-Päckchen namens "Bear Grylls Ultimate Kit" geschnürt. Handsäge, Angelhaken, Nähzeug, Schur, Streichhölzer, alles ist dabei. 16 nützliche Teile für 98 Euro. Das Gewicht: nur 119 Gramm. www.gerbergear.de

Theoretisch muss man mit dem Gerber Survival-Paket in der Wildnis nicht verhungern.


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Themen: BIKE 7/2014ColoradoKokopelliMoabReportageTourTrailUSAUtah


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