Transalp-Special 2006

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 15 Jahren

Die Top-Transalp-Routen: 6 Richtige – Der Alpenbogen misst von Nizza bis Wien 1200 Kilometer. Die Zahl der Übergänge ist grenzenlos – die Qual der Routen-Wahl auch. Wir zeigen Ihnen sechs Klassiker-Routen, auf denen Sie in jedem Fall goldrichtig sind: historische Trails, urige Hütten und umwerfendes Panorama – jeden Tag.

Immer, wenn der Frühling kommt, heißt es: Jetzt dauert’s nicht mehr lange: In den Flüssen strömt das Schmelzwasser, die Alpengipfel tragen nur noch kleine Schneekappen und die ersten Kühe bimmeln auf den Almen. In den Internet-Foren werden bereits Passübergänge diskutiert – die Transalp-Saison steht vor der Tür. Und damit stellt sich für alle Alpenüberquerer – egal ob Einsteiger oder Routinier – die entscheidende Frage: Welche Route nehmen wir?


Freiheit nach dem ersten Alpenriegel

„Möglichst leicht“ werden Sie sagen, wenn Sie den Alpenkamm zum ersten Mal ins Visier nehmen. Gute Idee, aber seien Sie dann nicht enttäuscht, wenn Sie hauptsächlich auf asphaltierten Wegen durch die Täler rollen und das Bergpanorama von unten erleben.

Und um die Landschaft geht es ja bei einer Alpen­überquerung. Nichts ist schöner als der Bergwald, der sich nach einem langen Anstieg nach und nach lichtet. Die ersten Aussichtsfenster blitzen zwischen den Bäumen auf, der Tritt wird schneller, die Augen gieriger. Nur noch wenige Kurven, dann ergießt sich das Panorama plötzlich bis weit in den Horizont. Bis der klopfende Puls im Körper verhallt ist, haben Sie die Anstrengung bereits vergessen. Doch die Aussicht übers Gipfelmeer bleibt für ewig in Ihr Gehirn gebrannt. Danach folgt die Abfahrt in absolutes Neuland: ein unbekannter Trail, in den man sich erst vorsichtig hineintastet, bald mutiger wird und die Bremsen schließlich in runden Schotterkurven fast ganz öffnet.

Jetzt haben Sie den ersten Alpenriegel hinter sich gelassen und müssen nicht mehr zum Auto und Ihren Alltagssorgen zurück. Sie sind frei – und steuern auf Ihr erstes Übernachtungsdomizil zu. Hier wartet bereits das nächste große Gefühl, das die Zivilisation bereits verdrängt hat: echten Hunger und Durst. Bei Spaghetti und Kaiserschmarrn können Sie nun so richtig zuschlagen. Sie müssen es sogar, denn Sie brauchen die Energie für morgen. Damit Sie wieder kraftvoll zum nächsten Panorama-Gipfel hinauf kurbeln können ...

Der Weg ist das Ziel – auf unseren sechs Transalp-Routen können Sie das noch hautnah erleben.


Warum tun die das?

Wer es einmal getan hat, tut es immer wieder. Zehn Gründe:
1. Abenteuer: Jeder Weg ist Neuland, unterwegs kann alles passieren
2. Großartige Landschaft: hautnah erleben
3. Herausforderung: Körper, Geist und Schweinehund überlisten
4. Alltag ausblenden: klappt beim ersten Anstieg – versprochen!
5. Grundbedürfnisse spüren: Hunger, Durst und Müdigkeit
6. Gruppen-Erlebnis: Eine Transalp schweißt zusammen
7. Ballast abwerfen: Was du wirklich brauchst, passt in einen kleinen Rucksack
8. Freunde treffen: Hüttenabende sind immer gesellig
9. Stolz: Von einer geschafften Transalp zehrt man ein Leben lang
10. Unbezahlbar: Hochgefühle, die man für Geld nicht kaufen kann

IMPRESSUM:
Chefredateur: Josh Welz
Redaktion: Gitta Beimfohr
Fotos: H. Schneider, M. Toniolo, J. Reuther, M. Greber

Wolkenmeer: Wer morgens früh startet, erlebt mehr und entkommt den gefürchteten Wärmegewittern.

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Themen: Transalp


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