Mountainbike Route Rabbijoch Mountainbike Route Rabbijoch

Trentino: Neue Trailsperrungen für Mountainbiker?

Trentino: Rabbijoch und Montozzo-Scharte weiterhin frei

Gitta Beimfohr am 02.02.2016

Rabbijoch und Montozzo-Scharte für Biker künftig gesperrt? Nein. Die klassischen Transalp-Übergänge wurden nur teils umverlegt. Was die Transalp-Scouts Andreas Albrecht und Uli Stanciu nun empfehlen.

Grundsätzlich sind alle Trails im Trentino mit dem Mountainbike erlaubt – außer einzelne Weg werden aus Naturschutz- oder Sicherheitsgründen explizit gesperrt.

Seit das neue Trentiner Gesetz letzten Herbst in Kraft getreten ist, zittern gerade Alpenüberquerer und Lago-Biker dem Frühjahr entgegen. Denn nach und nach werden die Trentiner Regionen nun ihre schützenswerten Mountainbike-Trails benennen. So kursierte Mitte Januar plötzlich in einschlägigen Internet-Foren das Gerücht, dass künftig die Trails am Rabbijoch und von der Montozzo-Scharte zum Lago Pian Palü hinunter gesperrt sein werden.

Montozzo Scharte Lago Pian Palü

Alpenüberquerer an der Montozzo-Scharte, im Hintergrund der Lago Pian Palü.

Entwarnung aus dem Trentino

Letzteres Gerücht hätte vor allem Alpenüberquerer in Schwierigkeiten gebracht, die zum Beispiel nach der Albrecht-Route 2 von Garmisch zum Gardasee biken wollten. Doch nun kam aus dem Trentino die Entwarnung, denn grundsätzlich – so wurde uns vom dortigen Tourismusverband versichert – wolle man Mountainbiker nicht mit Verboten verschrecken. Bei besonders heiklen Wegen werde man immer nach einer möglichst gleichwertigen Alternativ-Route für Biker suchen. So auch in diesen beiden Fällen. Hier die Original-Nachricht aus dem Trentino:

Der für die Mountainbike-Strecken im Val di Sole zuständige Arbeitskries hat Beschränkungen für zwei unterschiedliche Routen angeordnet, die besonders stark von Wanderern frequentiert werden. Beide Beschränkungen wurden bereits durch entsprechende Schilder gekennzeichnet und dienen dem Schutz von Wanderern und Mountainbikern.

1. Auf der Route mit der SAT-Markierung O 111, die vom Sella di Montozzo (die Verbindung zwischen dem hohen Val Camonica und dem hohen Val di Peio) zum See von Pian Palù hinabführt, gibt es auf einem Teilstück zwei unterschiedliche Wege. Einer davon einer davon ist Wanderern vorbehalten, der andere für die Mountainbiker vorgesehen.

2. Auf dem Weg mit der SAT-Markierung O 108, der durch den Nationalparks Stilfserjochbis zum Passo di Rabbi (die Verbindung zwischen dem Val d'Ultimo- Val di Montechiesa und dem Val di Rabbi) und der Schutzhütte Lago Corvo im Val di Rabbi hinaufführt, wurde den Mountainbikern bereits vor geraumer Zeit von der Parkverwaltung selbst eine alternative Strecke zur Verfügung gestellt. Diese führt vom Passo di Rabbi bis Malga Caldesa.

Mountainbike Route Montozzo-Scharte

Hier die beiden Wege von der Forcellina di Montozzo hinunter. Der grüne ist die Mountainbike-Route, der rote der Weg für Wanderer.

Kleine Änderungen der bekannten Transalp-Routen für Biker

Andreas Albrecht hat seine Transalp-Route bereits entsprechend geändert. Die neuen GPS-Daten der Route finden Sie hier: http://www.transalp.info/albrecht-route/#news

Auch Transalp-Papst Uli Stanciu von www.bike-gps.com hat sich zu den Streckenumverlegungen geäußert und empfiehlt:

1. Forcellina di Montozzo: Wir haben schon immer den linken der beiden Wege angeboten, der für Biker offen ist. Aber ich empfehle die Strecke nicht mehr, weil beides Schiebepassagen erst bergauf und später bergab sind – jedenfalls für normale Tourenbiker. Ich empfehle jetzt die offizielle Alta Via Camuna zum Tonale Pass und dort auf den alten Militärstraßen bergab ins Val di Sole, die wir auch schon zweimal mit der BIKE Transalp gemacht haben. Das ist alles fahrbar und vom Panorama her viel schöner.

2. Rabbijoch: Auch hier kein Problem. Die frühere Strecke auf dem Trail 108 nehmen wir schon lange nicht mehr, sondern fahren gerade weiter bergab zur Malga Caldes Alta. Von da geht es auf Schotterstraße weiter ins Val di Rabbi. Haben wir auch schon mit der BIKE Transalp gemacht. So fahren heute viele Biker.

Gitta Beimfohr am 02.02.2016