MTB-Touren-Portale und deren Apps im Vergleich MTB-Touren-Portale und deren Apps im Vergleich MTB-Touren-Portale und deren Apps im Vergleich
Seite 1:

Test: GPS-Apps für Mountainbike-Touren

MTB-Touren-Portale und deren Apps im Vergleich

  • Gitta Beimfohr
 • Publiziert vor 5 Jahren

Sie zeigen Tausende von Biketouren weltweit und sind dank Smartphone immer dabei: MTB-Touren-Apps werden immer beliebter. Doch welche App eignet sich für Einsteiger? Die vier größten Portale im Test.

"Geh mir weg mit diesem GPS-Zeug!" "Im Wald will ich meine Ruhe haben und abschalten von dem digitalen Wahnsinn." Oder: "Ich fahre eh nur da, wo ich mich auskenne oder Touren ausgeschildert sind." Habe ich noch eine GPS-Muffel-Ausrede vergessen? Das ist natürlich alles Quatsch, denn welcher Mountain­biker möchte seinen Erlebnishorizont nicht gern um eine spannende Route erweitern? Zumal er sie doch praktischerweise sowieso in seinem Smartphone mit sich herumträgt? Viele verbinden mit GPS-Navigation eben: Teures Gerät kaufen, Software und Karten instal­lieren, stundenlanges Haareraufen am Rechner und am Ende auch noch die Online-Portale nach der passenden Tour durchforsten. Dabei ist das dank der Touren-Apps ja gar nicht mehr nötig. Das Gerät selbst, also das Smartphone, haben die Meisten schon und wie man eine App herunterlädt, ist bekannt. Jetzt muss man nur noch seine Wunsch-Tour aus einem Tourenportal auswählen und schon öffnet sich die Route auf der passenden Karte. Die Navigation kann direkt losgehen!

Okay, eine kleine Hürde bleibt doch noch, nämlich: Welche App von welchem Tourenportal wähle ich? Das Angebot ist mittlerweile groß. Es gibt Anbieter mit Sprach-Navigation, 3D-Animation, Offline-Karten und direkter Community-Anbindung. Manche legen Wert auf detaillierteste Untergrund-Beschreibungen, andere fassen diese Informationen lieber visuell in einem anschaulichen Höhenprofil zusammen. Die eine App kostet eine Download-Gebühr, die andere ist gratis, nervt dafür aber mit Werbebannern.

Georg Grieshaber Fest im Blick: Eine Handy-Halterung für den Lenker macht Sinn. Und da die Handys nicht wasserfest sind, kauft man besser eine mit Regenschutz.

Letztendlich ist es natürlich Geschmackssache, mit welcher Darstellung man auf Tour am besten klar kommt. Doch wie so oft offenbaren sich die Unterschiede erst im Praxistest. Wir haben uns die Apps der vier größten Anbieter mal heruntergeladen und waren im Wald überrascht von den unterschiedlichen "Führungsstilen". Doch bevor Sie sich für einen der 70 bis 80 MB großen Downloads entscheiden, hier noch ein paar wissenswerte Tipps zur App-Navigation:

Wie funktionieren Touren-Apps für Biker?

Man registriert sich auf der Homepage des jeweiligen Tourenportals, lädt sich die App herunter und wird damit mobiles Mitglied einer "Tauschbörse". Dadurch  erhält man jederzeit Zugriff auf alle Touren, die andere Biker weltweit bereits empfehlen, sollte aber auch mal eigene Runden verraten. Bei diesem Austausch lernt man auch schnell, wie wichtig es ist, die Touren möglichst genau zu beschreiben. Gute Apps stellen dafür ein entsprechendes Formular zum Ausfüllen bereit. Wichtig: Beim Installieren auf dem Handy nicht vergessen, der App den Zugriff auf die Standortab­frage beim Verwenden zu erlauben, sonst funktionieren GPS-Ortung und Navigation nicht.

Welche App ist die Richtige?

Eine gute App greift auf ein großes Tourenportal mit vielen aktiven Mitgliedern zurück. Viele User bedeuten nicht nur viele Touren, sondern auch glaubhaftere Tourenbewertungen, Rankings und bei manchen Portalen auch aktuelle Zustandsberichte der Trails. Das macht die Auswahl der besten Routen leichter. Doch was hilft die beste Beschreibung und die nutzerfreundlichste Bedienung, wenn das Portal keine Touren in Ihrer Nähe oder in Ihren Lieblingsrevieren enthält? Ein weiteres Hauptkriterium sind die Karten. Die meisten Portale greifen auf die von Open Street Map zurück, die auch Trails darstellen. Wichtig ist, dass man die Karten offline speichern kann. Denn wer in Gegenden mit schlechtem Empfang oder über die 1500-Meter-Höhenmarke hinaustouren will, steht sonst eventuell ohne Netz und Track da.

Großes Thema: Strom sparen auf der MTB-Tour!

Die Karten-Darstellung im Handy ist – im Gegensatz zum GPS-Gerät – brillant. Leider kostet dieser Vorteil aber auch viel Strom. Nach etwa 3 Stunden Dauerbetrieb ist selbst der stärkste Akku leer. Für längere Touren lohnt sich daher die Anschaffung einer Powerbank, damit Sie unterwegs aufladen können. Weitere Tipps zum Stromsparen: Tourenauswahl und Karten-Download im Wlan-Bereich ausführen, im Handy "Auto-Bildschirmhelligkeit" auf "Tageslicht" umstellen, die Tour parallel nicht zusätzlich aufzeichnen und am besten den "Flugmodus" aktivieren. Für den GPS-Empfang ist kein Mobilfunknetz nötig.

Georg Grieshaber Mehr Power: Die brillante Kartendarstellung im Smartphone saugt leider viel Strom. Eine Powerbank hilft aus, wenn die Tour länger als drei Stunden dauert.


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 6/2017 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

Lesen im Apple App Store
Lesen im Google Play Store
Bestellen im DK-Shop


In einigen unserer Auftritte verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Diese sind mit Sternchen (*) gekennzeichnet. Wenn Sie auf so einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalten wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter (wie z.B. Rose oder Amazon) eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis dadurch nicht.

  • 1
    Test: GPS-Apps für Mountainbike-Touren
    MTB-Touren-Portale und deren Apps im Vergleich
  • 2
    Test 2017: Touren Apps für Mountainbike Touren
    MTB-Touren-App von KOMOOT
  • 3
    Test 2017: Touren Apps für Mountainbike Touren
    MTB-Touren-App von Outdooractive
  • 4
    Test 2017: Touren Apps für Mountainbike Touren
    MTB-Touren-App von GPS-Tour.info
  • 5
    Test 2017: Touren Apps für Mountainbike Touren
    MTB-Touren-App von GPSies

Themen: AppGPSIESGPS-Tour.infoKomootOutdoor Active PremiumTestTouren-App


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test 2017 – Einsteiger-Hardtails: Merida Big.Nine XT-Edition
    Merida Big.Nine XT-Edition im Test

    24.07.2017"XT-Edition" lässt keine Zweifel aufkommen, welche Schaltgruppe bei Merida die Gänge wechselt. Mit 22 Gängen und einer 11/42-Kassette ist für jede Geländeneigung die richtige ...

  • Bikepark-Test: Winterberg (Deutschland)
    Bikepark Winterberg im großen Vergleichstest

    07.01.2016Winterberg ist der bekannteste und erfolgreichste Bikepark Deutschlands. Trotz seiner gerade mal 178 Höhenmeter bietet er eine große Strecken-Vielfalt und profitiert dank des ...

  • Test 2010: MTB Regenbekleidung
    17 Regenjacken und Regenhosen im Test

    13.10.2010Gute Regenkleidung hat ihren Preis. Umso wichtiger, dass man beim Kauf den richtigen Treffer landet. Wir haben 17 MTB-Jacken und Bike-Regenhosen in Labor und Praxis getestet.

  • Test 2020: Touren-Rucksäcke zwischen 25 und 31 Liter
    Große Runde: 8 Touren-Rucksäcke im Vergleich

    26.06.2020Rucksäcke mit 30 Litern eignen sich nicht nur für Mehrtages-Touren, sondern auch für die Runde vor der Tür. Die Ausrüstung für einen langen Tag fordert die Tragesysteme und ...

  • Mondraker MIND: Telemetrie-System fürs Fahrwerk
    Neues Fahrwerks-Setup-Tool von Mondraker

    10.02.2021Elektronische Abstimmhilfe: Mondraker stattet seine Enduro-Bikes zukünftig mit einem neuen Tool zum Fahrwerks-Setup aus. Das MIND-System soll aber noch mehr können.

  • Test 2017 – All Mountains Plus: Radon Slide Plus 9.0
    Radon Slide Plus 9.0 im Test

    09.10.2017Mit den breiten Plus-Walzen und 140 bzw. 130 Millimetern Federweg landet das Slide Plus mitten im All-Mountain-Segment: Es klettert solide und bringt auch bei der Abfahrt ein Plus ...

  • Test 2017 – Einsteiger-Hardtails: Canyon Gr. Cany. AL SL 7.9
    Canyon Grand Canyon AL SL 7.9 im Test

    24.07.2017Kein Yin ohne Yang. Das Grand Canyon ist zwar, dank hochwertigem Rahmen und Reifen, das leichteste 29er-Bike im Test, muss dafür aber klare Abstriche bei der Schaltung machen.

  • Test 2021: Schnellladegeräte für E-Bike-Akkus
    Unter Spannung: Schnelle Ladegeräte im Test

    15.11.2021Das Ladegerät kann auf E-Bike-Tour eine sinnvolle Alternative zum Ersatz-Akku sein. Doch die Modelle unterscheiden sich nach Ladegeschwindigkeit und Gewicht.

  • Neuheiten-Test: 2015er Bikes
    Marktvielfalt: Enduros, All Mountains, Luxus-Bikes

    17.10.2014Die Saison 2015 steht in den Startlöchern, das bedeutet spannende, neue Bikes und Parts. Wir haben schon mal zehn Innovationsknaller über die Trails gejagt und im Labor vermessen.