Mallorca hat Berge, Trails und einsame Täler. Biken konnte man auf der Insel trotzdem kaum. Mit dem Megatrail gibt es nun endlich einen 240 Kilometer langen Erlebnispfad für Mountainbiker. BIKE war bei der Erstbefahrung dabei.

  • Ein rasches Gruppenfoto, denn geht es los. Der Megatrail startet und endet bei Rad International in Peguera. Station-Chef Harald Sandner (2. von rechts) kennt jeden Stein auf Mallorca. "Von oben und unten", wie er gerne scherzt. Vor drei Jahren hat er in Peguera den ersten MTB-Park auf Mallorca eröffnet.
  • Auf dem Weg nach Valldemossa geht es abschnittweise auch mal direkt an der Küste entlang. Harald hat ein forsches Tempo angeschlagen, denn bis zum Abend muss die Gruppe in Deià sein.
  • Schwupps, und weg. Die Routenführung ist äußerst feingliedrig, ohne GPS ist man aufgeschmissen. 
  • Um "Megatrail-Hero" zu werden, muss man die ganze Strecke schaffen. In wie vielen Tagen, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist nur der Fotobeweis. Die Fotopunkte sind so gelegt, dass Abkürzen unmöglich ist.
  • Der Anstieg hoch zum berühmten Luxus-Ort Georg Sand zieht selbst austrainierten Marathon-Fahrern den Stecker. Steile, biestige Stücke wie dieses sind typisch für den Mallorca-Megatrail. 
  • Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Hütten, sogenannte Refugios. Die Massen-Schlafsäle sind sauber, aber sicher nicht jedermanns Sache. Zudem muss man die Übernachtung rechtzeitig vorher buchen. Pensionen oder Ferienwohnungen sind eine gute und praktische Alternative. Übrigens: Auf dem Bild ist eine interessante Trockenmethode für gewaschene Klamotten zu sehen. Einfach ins Handtuch einwickeln und ausquetschen. Guide Otto weiß, wie das geht. Er war Berufssoldat. 
  • Zweiter Tag, erster Trail: Die lange, steinige Abfahrt nach Sóller ist traumhaft, hat aber ihre Tücken, wenn der Morgentau die Steine glatt wie Schmierseife macht. 
  • Auf dem Glückspfad: Auf sagenhaften Trails geht es in die Bucht von Sa Calobra, wo die gleichnamige, ikonische Serpentinen-Straße in Richtung Puig Major beginnt. In diesem Fall wird ausnahmsweise mal dem Asphalt gefolgt. Das irre Kurvenspektakel kann man sich auch als Trail-Liebhaber nicht entgehen lassen. Das Reise-Magazin Merian hat das Teer-Geschnörkel mal "Schlangenstraße" genannt. Und ups, vor lauter Serpentinen-Ekstase haben wir doch glatt vergessen, ein Foto von der Göttin aller Straßen zu machen. Sorry.
  • Kurze Stärkung am legendären "Krawattenknoten", wo die Sa Calobra-Straße ihren kecken, namensgebenden Untendurch-Obendrüber-Schwung macht. Die Kalorien werden dringend gebracht, denn gleich geht es wieder mittenrein ins knifflige Gelände. 
  • Die Sonne geht bereits auf Tauchstation, als die Gruppe am Stausee unterhalb vom Puig Major in den finalen Trail des Tages einbiegt.
  • Der lose, verblockte Untergrund zwingt hin und wieder vom Bike. Nur echte Fahrtechnik-Künstler haben da noch ihren Spaß.
  • Die Berge unterhalb des Stausees am Puig Major werden von spektakulären langen Tunneln durchstoßen, die in ein einsames, vergessenes Tal führen. Wer hier keine Lampe dabei hat, der hat ein Problem. 
  • Wer hat eigentlich diese ganzen Mauern aufgestapelt, die ganz Mallorca durchziehen? An dieser Stelle hier gibt es keinen Durchgang. Egal, Guide Sascha schultert eben kurz sein Bike. 
  • Auf der Zielgeraden: Letzter Stopp kurz vor der letzten langen Abfahrt. Ganz hinten, in der Ferne, sind bereits wieder die ersten Touristen-Orte zu sehen. Harald schnappt sich Guide Sascha für ein Erinnerungsfoto. 
  • Für den Hunger zwischendurch: Diese stachlige Frucht wächst auf Mallorca überall. Sie ist süß und weich, doch wie sie heißt, haben wir leider nicht in Erfahrung bringen können. 
  • Otto ist eigentlich schon in Pension, doch weil er Mallorca liebt und Biken toll findet, arbeitet er hin und wieder als Guide. Die Megatrail-Tour hat er mitentwickelt. Drei Jahre lang probierte er dafür nahezu jeden Trail im Tramuntana-Gebirge aus. 
  • Die letzte Abfahrt: über einen rauen, kurvigen Trail geht es zurück nach Peguera. Die Federelemente haben gut zu tun. Die Aussicht ist bestmöglich. 
  • Wer den Megatrail gemeistert hat, kommt in die Hero-Galerie auf der Website. Für faire 20 Euro kann man sich sogar noch ein Finisher-Trikot kaufen. Ana, die Tochter von Harald, hält es stolz in die Kamera.