Slowenien-Durchquerung durch die Julischen Alpen Slowenien-Durchquerung durch die Julischen Alpen Slowenien-Durchquerung durch die Julischen Alpen

Mountainbike-Durchquerung Slowenien

Slowenien-Durchquerung durch die Julischen Alpen

  • Dominik Scherer
 • Publiziert vor 11 Jahren

Die Julischen Alpen sind an Vielfalt kaum zu übertreffen. Höchste Zeit, dass jemand die schönsten slowenischen Trails zu einer Transalp verknüpft: In sechs Tagen von Kranjska Gora an die Adria.

Da ist es. Endlich können wir es sehen, das Meer. Wir fahren direkt darauf zu, direkt auch in die Sonne, die sich schon tief neigt über den dunklen, leicht wogenden Horizont. Sie wirft schon einen orange glitzernden Teppich auf die Adria und verleiht der umliegenden Hügellandschaft diesen magischen Kontrast zwischen Hell und Dunkel. Auf einer kleinen Kuppe bleiben wir kurz stehen und genießen schweigend den Augenblick. Es riecht nach Meer. “Es sind noch ein paar Meter”, meint Peter. Deswegen sollten wir uns auch sputen. Tatsächlich zeichnet sich bereits ein schwacher Vollmond am Himmel ab, als wir unser finales Ziel, die Küstenstadt Piran, erreichen.

Peter Immich Erst Höhle, dann Schloss davor: Im Höhlenschloss von Predjama lebte ein Raubritter. Seine Fluchtwege nutzten ihm nichts, er wurde im linken Turm erschossen – auf dem Klo.

Sechs Tage ist es jetzt her, dass wir in Kranjska Gora gestartet sind. Peter hat schon einen Tourenguide über die Slowenischen Alpen herausgebracht, kennt also bereits einige klasse Trails. Er suche aber noch eine richtig gute Traverse über die Julischen Alpen bis an die Adria, hatte er zu Hause in München mal erwähnt und da saß ich praktisch sofort mit im Boot. Trails zu scouten in einem Gebiet, das quasi noch als weißer Fleck auf der Biker- Landkarte gilt – ein Angebot, das man nicht ablehnen kann.

Slowenien: Im Herz der Julischen Alpen

Die erste große Überraschung für mich: Kranjska Gora liegt nur vier Autostunden von München entfernt. Die zweite große Überraschung: der Hotelier unserer ersten Unterkunft. Matjaž ist hellauf begeistert von unserem Vorhaben und begleitet uns am nächsten Morgen bis hinauf zum Vršic-Pass. Die Auffahrt führt uns über eine von Unwettern stark ausgewaschene Schotterstraße direkt ins Herz der Julischen Alpen. Buntes Herbstlaub flattert bereits wie Konfetti um die steil aufragenden Kalkfelsen. Das gigantische Prisank-Bergfenster öffnet sich. Es wirkt noch größer als seine verbrieften Maße von 80 Meter Höhe und 40 Meter Breite. In der Westwand des Prisank soll auch das “Gesicht des Riesenmädchens” deutlich zu erkennen sein – heißt es. Ich brauche ein bisschen länger, dafür ist mein Aha-Erlebnis umso größer. Trotzdem finde ich die Vrsic-Passstraße noch spannender als den Ausblick auf den Prisank. Die Bergstraße ist zum größten Teil noch gepflastert. Ein gut erhaltenes Relikt aus dem Ersten Weltkrieg, erbaut von den Gefangenen der österreichisch-ungarischen Monarchie. Auf der Passhöhe gibt’s zur Aussicht eine deftige Suppe und Tee, denn die Abfahrt kostet ordentlich Kraft. Ein ruppiger Pfad durch dichten Mischwald und jede Menge Abzweige. Steinmännchen und Markierungen versuchen dich auf ihre Fährte zu locken, doch Peter zielt sicher durch das Wegegeflecht.

Peter Immich Wenn die Julischen Alpen in sanften Grasbuckeln auslaufen, wird jeder Höhenmeter mit 360-Grad-Panorama und launigen Trails belohnt.

Fast direkt an der Soca-Quelle rumpeln wir wieder ins Licht. Das türkisfarbene Sprudelwasser blendet fast in der Sonne, bevor es weiter durch seine Canyons spült. Ab und zu hat die Soca ein paar “Ruhebecken” in den Fels geschliffen. Peter reißt sich bei der ersten Badegumpe bereits die Klamotten vom Leib. Wir folgen der Soca ein Stück talauswärts gen Italien und biegen dann zum Stol ab. Die zweite lange Auffahrt des Tages. Nicht wirklich steil, aber schier endlos schraubt sich die Schotterstraße in die Höhe. So erreichen wir den markanten Bergrücken erst am späten Nachmittag.


Den ganzen Artikel über die sechstägige Mountainbike-Durchquerung in Slowenien finden Sie unten als PDF-Download mit diesen Highlights:

Uli Stanciu Nie mehr verfahren mit den neuen GPS-Tracks von BIKE und bike-gps.com!

• Vrsic-Pass (1611 m)
• Soca-Tal
• Matajur (1641 m)
• Paradana-Waldgebiet
• Nanos-Plateau (1262 m)
• Höhlenschloss von Predjama
• Karsthochebene zwischen Postojna und Kozina


Die GPS-Daten zur beschriebenen Slowenien-Durchquerung finden Sie unter www.mtb-slowenien.de

• Weitere Trans-Slowenien-Routen bei bike-gps.com

• Trans-Slovenia leicht, 283,78 km und 5355 Höhenmeter: Die Strecke führt durch das märchenhafte Soca-Tal->  
• Trans-Slovenia schwer, 385,86 km und 10.309 Höhenmeter: Die Strecke führt über den Matajur und auf schier endlosem, anspruchsvollen Trail nach Cividale im Friaul ->  
• Trans-Slovenia Variante, 352,29 Kilometer und 9053 Höhenmeter: Neue Variante der normalen Strecke durch das wunderschöne Brda Weingebiet ->
• Trans-Slovenia normale Strecke, 337,51 Kilometer und 9179 Höhenmeter ->

Ab sofort finden Sie die GPS-Daten sämtlicher in BIKE vorgestellten Touren im professionellen Tourenportal von 
www.bike-gps.com
. Die Daten wurden in hoch auflösenden Satelliten-Karten haargenau erstellt und sind künftig auch als RichTracks erhältlich. Für Sie bedeutet das: nie mehr Verfahren! Für uns bedeutet das: ein erheblicher Mehraufwand. Deshalb hat dieser Service künftig einen Preis, der sich aber mit 3 Cent pro Kilometer absolut verschmerzen lässt.

Dafür erhalten Sie ab sofort für jede Tour:
1. Sehr präzise und gepflegte GPS Daten
2. Alle Wegpunkte einer Tour
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Das alles befindet sich bequemerweise in einer einzigen Datei.

Zusätzlich können Sie die entsprechenden digitalen Karten mitbestellen (1,8 Cent pro Quadratkilomter). Diese erhalten Sie gleich in der RichTrack-Datei (bei Doppelklick auf die Datei öffnen sich Karte und RichTrack gleichzeitig der RichTrack Software).
 
WICHTIG: Zum Öffnen der Daten laden Sie bitte unsere kostenlose RichTrack Factory Software, die man gratis von 
www.bike-gps.com
 herunter laden kann. Mit der Software kann man Roadbook und Höhenprofil anschauen und ausdrucken und die GPS Tracks und Waypoints auf alle gängigen GPS Geräte laden (Garmin, VDO, MyNav, Xplova).

Wir wünschen viel Spaß mit dem neuen Tourensystem von BIKE und 
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