Schweiz: Zermatt

  • Markus Greber
 • Publiziert vor 11 Jahren

38 Viertausender rund um Zermatt bieten das spektakulärste Panorama der Alpen. Doch auch die Trails dort strotzen vor Superlativen. Ein Trip zum Mekka der Alpen.

Ach Gott, was soll ich denn da? Seit Wochen liegt mir Patricia mit diesem Thema in den Ohren. Seit Wochen versuche ich mich krampfhaft da rauszuwinden. Abgedroschener geht es ja gar nicht. Klar, das Matterhorn ist ein imposanter Berg, wahrscheinlich einer der bekanntesten auf der ganzen Welt. Aber muss man da nun wirklich hinfahren, zusammen mit Busladungen von Touristen? Die Alpen sind so groß, so schön. Warum also diesem Klischee folgen? Ein Bild angucken reicht doch. Oder ein Stück Toblerone essen, dann ist man dem Matterhorn schon ganz nah – denn die verdankt ihre pyramidenartige Form dem berühmten Schweizer Gipfel. In Disneyland haben sie sogar eine Kopie aus Pappmaché aufgestellt, Maßstab 1:100.

Wenn schon, denn schon. Wenn es schon das Matterhorn sein soll, dann will ich Neues entdecken, nicht den ausgetretenen Touristen-Pfaden folgen. Doch es ist Ende Oktober und der Winter hat frühzeitig Einzug gehalten. Sogar für den Gardasee hat der Wetterbericht Schnee gemeldet. Der Plan, den Saisonabschluss gebührend mit epischen, aber trockenen Trails zu begehen, scheint kräftig im kalten Weiß zu ersticken. Der einzige Sonnenfleck auf der Wetterkarte scheint: das Wallis. Also gut, fahren wir eben nach Zermatt.

Gleich ist es so weit. Das weiß ich schon, weil ich als Kind mit meinen Eltern in Zermatt war. Gleich schaut der Berg der Berge in unsere Windschutzscheibe – jetzt. Andächtige Stille. Selbst Tibor und Andi, die den gesamten Weg über den Mund nicht halten konnten, verschlägt der Anblick den Atem. 30 Jahre ist es nun her, dass ich den überdimensionalen Zinken in der Sonne hab strahlen sehen. Und ich muss sagen: genauso beeindruckend wie damals.


Den Revierguide über Zermatt und diese Touren finden Sie unten als PDF-Download:

• Schwarzsee-Tour (22,4 km, 1073 hm, 2 h 14 min)

• Grünsee-Runde (22,8 km, 1014 hm, 2 h 16 min)

• Rothorn-Paradise

Eine spektakuläre Tour auf über 3000 Metern Höhe. Dank der Benutzung der Bergbahn spart man Kraft für den langen Panorama-Sinkflug zurück nach Zermatt.

Tibor Simai und Andi Wittmann im Flow. Flüssige und garstige Abschnitte wechseln sich am Monte Rosa ab.

Zucker-Trails am Sunnegga Paradise: das Matterhorn spitzelt immer irgendwo ums Eck.

Themen: MatterhornRothornSchweizZermatt

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