Schweiz: Tessin

  • Sebastian Doerk
 • Publiziert vor 11 Jahren

Aus dem letzten Jahrhundert wieder zurück in die Zukunft: Am Monte Tamaro shuttelt die Gondel zur Downhill-Piste von Claudio Caluori.

Ich bin total nassgeschwitzt. Meine Finger sind so verkrampft, dass ich Schwierigkeiten habe, die Schnalle vom Helm aufzunesteln. Mann, war das eine Abfahrt. Harald und Max gucken auch noch mal fassungslos die Bergflanke des Onsernone-Tals hoch – und verfallen in hysterisches Gelächter. Mann, da war aber das ein oder andere Kippelgefühl dabei …!

Das Tessin, der südlichste Kanton der Schweiz, ist nun wirklich kein unbeschriebenes Bike-Land mehr. Es gibt reichlich Touren-Bücher und seit Jahren auch geführte Touren. Tippt man “Tessin Mountainbiken” in die Google-Suchzeile ein, rangeln sich vollgestopfte Touren-Datenbanken um die Pole-Position und versuchen, dich auf ihre Seite zu zerren. Da macht man am besten gleich wieder zu, denn so viele Super-Touren kann es ja gar nicht geben. Außerdem können wir das, was wir eigentlich suchen, gar nicht finden: Männer-Touren. Echtes Abenteuer. Trails, die man sich richtig erarbeiten muss und keine Asphaltroller mit Panorama, die man am Souvenir-Shop auf Postkarten schon gesehen hat. Keine ausgetretenen Wege also.

Wir sind uns ziemlich sicher, irgendwo zwischen dem 3400 Meter hohen Tessiner Rheinwaldhorn und den Palmen am Ufer des Lago Maggiore werden wir schon ein paar handfeste Trails finden. Ein Hilfsmittel für diesen etwa Saarland-großen Kanton haben wir ja dabei: die beiden Swiss-Singletrail-Maps der Region. Schnörkellos sind darin die interessantesten Bike-Routen eingezeichnet. Farblich nach Schwierigkeitsgraden markiert. Wir legen unseren Fokus dabei direkt auf die schwarz eingezeichneten Trails. Schwarz steht für “schwer”. Wobei sich in den nächsten Tagen noch herausstellen wird, dass die Schweizer dringend ein schwärzeres Schwarz für diese Kategorie bräuchten.


Den gesamten Artikel als PDF und die GPS-Daten dieser drei Touren finden Sie unten als Downloads:

1. Onsernone-Tal
2. Maggia-Tal
3. Monte Tamaro (1960 m)

Aufstieg mit der Gondel ist gut. Doch wer zu Fuß noch weiterklettert, entdeckt im Tessin unglaublich viel mehr.

Wenig ausgetretene Wege vom Onsernone ins Maggia-Tal hinüber

Themen: SchweizTessin

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