Neu gebaut oder naturbelassen: 7 Singeltrail-Schätze Neu gebaut oder naturbelassen: 7 Singeltrail-Schätze Neu gebaut oder naturbelassen: 7 Singeltrail-Schätze

Advertorial: Neue Trails im Salzburgerland

Neu gebaut oder naturbelassen: 7 Singeltrail-Schätze

  • Lukas Schnitzer
 • Publiziert vor 4 Jahren

Flowige Anlieger und Wellen, steile Stufen, enge Kehren und versteckte Linien durch rutschige Wurzelfelder: Mehr und mehr Biker zieht es von plangewalzten Forststraßen auf ursprüngliche Pfade.

Für Trail-Biker bietet das Salzburgerland flowige Anlieger und Wellen, steile Stufen, enge Kehren und versteckte Linien durch rutschige Wurzelfelder. Schließlich zieht es mehr und mehr Biker von plangewalzten Forststraßen auf ursprünglichere Pfade - und alle haben dabei ihre ganz speziellen Vorlieben und individuellen Vorstellung vom Heiligen Gral. Ob aus eigener Kraft in die entlegensten Winkel der tiefsten Seitentäler, oder schwerelos via Seilbahn hinauf auf die Gipfel: Was zählt, ist die ungefilterte Nähe zur Natur, die unbestechliche Kraft der Berge – und der Trail unter den Stollen.

Vom fahrtechnisch herausfordernden Wanderweg über den naturbelassenen Trampelpfad bis zur breit ausgebauten Hochschaubahn wächst Jahr für Jahr auch das Angebot im Salzburgerland. Deshalb finden in den frisch gefüllten Schatzkammern der Region sowohl Trail-infizierte Bike-Cracks als auch neugierig gewordene Einsteiger ihr Glück. Wo genau, verraten die folgenden Seiten.


Allgemeine Infos zu den Mountainbiketrails im Salzburgerland auf  www.salzburgerland.com .

Kurvenreich: Singletrail Großarltal

Schon die Anreise hinauf ins Großarltal ist ein landschaftliches Abenteuer für sich. Über die Jahrmillionen haben sich die Wasserströme der Großarler Ache tief in den Fels gegraben und die Liechtensteinklamm freigewaschen, an deren Ostrand die Bundesstraße direkt ins Hängetal führt. Oben angekommen, sieht man sich von gewaltigen Bergen umringt. Saukarkopf,  Gamskar- und Frauenkogel sowie die Ausläufer des Nationalpark Hohe Tauern zaubern Berg-Afficinados noch im Auto sitzend ein Lächeln ins Gesicht.

Die Bike-Action nimmt schließlich am Fuße der Hochbrand-Bahn ihren Anfang. In der 8er-Kabinenbahn schwebt es sich der mehr als 900 Meter höher gelegenen Bergstation äußerst entspannt entgegen. Als wir unsere Räder von den Transporthaken hieven, stehen wir vor einer schwierigen Wahl: Erst mit den Elektro-Trial-Bikes über den ausgesteckten Hindernisparcours tricksen, durchatmen und den Blick hoch zum äußerst markanten Schuhflicker genießen? Oder lieber doch gleich in den neu geschaffenen Singletrail Großarltal stechen?

Erwin Haiden,Salzburger Land Direkt unterhalb der Gondel beginnt der 3,3 Kilometer lange und einsteigerfreundliche Singletrail Grossarltal.

Der Großarl-Trail beginnt in Sichtweite, direkt unterhalb der Gondel, und windet sich über 3,3 Kilometer ins Tal. Wellen, tiefe Anlieger und kleine Holzbrücken bestimmen die ersten Meter bis zur Mittelstation der Gondelbahn. Für die Streckenführung zeichnet das erfahrene Alpreif-Team verantwortlich. Je nach Tempowahl finden so Einsteiger wie Cracks gleichermaßen ihr Glück. Sehr flowig, wenn gewünscht flott, führt der Mittelteil auf erdigem Boden durch trockene Nadelwälder.

Kleine Wellen laden zum Pumpen und Springen ein, die flachen Kurven bieten viel Grip. Bald führt der Trail weiter über saftigen Almboden. Anlieger und – Achtung! – Weidevieh diktieren den Rhythmus. Ein kleiner Wasserfall mit fest installiertem Selfie-Spot samt umrandendem Holzrahmen lädt auf den finalen Metern nochmal zum Zwischenstopp, bevor eine frei benutzbare Bike-Waschstation vom Ende des Großarl-Trails kündet.

Erwin Haiden,Salzburger Land Brettljause auf der Bichlalm.

Wem nach einigen Runden am Trail noch Kraft in den Beinen bleibt, dem sei die mit gut 800 Höhenmetern gespickte Tour hoch zur auf 1731 Metern gelegenen Bichlalm ans Herz gelegt. An der gegenüberliegenden Bergseite führt eine gut ausgebaute Forststraße erst hinein 'gen Elmau, und  in weiterer Folge hoch an den Fuß des Remsteinkopfes. Hier, im Grenzgebiet zwischen Hohen und Niederen Tauern, ist es einmal mehr das überwältigende Bergpanorama, das neben der zünftigen Brettljause die Auffahrt lohnenswert macht.


Mehr zum Mountainbike-Region Grossarltal auf www.grossarltal.info .

Wurzelreich in Saalfelden Leogang: Matzalmtrail

Ortswechsel. Während wir über den erst im Spätsommer 2017 ausgebauten Matzalmtrail im Herzen der traditionsreichen Bike-Region Saalfelden Leogang surfen, freuen wir uns immer mehr über seine Naturbelassenheit.

Erwin Haiden,Salzburger Land Der naturbelassene Matzalmtrail ist frisch ausgebaut.

Um es uns nachzumachen, biege man gut 100 Höhenmeter unterhalb der - ob selbst erstrampelt oder mit der Gondel erreichten  - Asitz-Bergstation von der breiten Forstautobahn auf einen höchst offiziellen Trail ab. Dessen neu geschaffener obere Teil beginnt, durch einen hölzernen Torbogen gut markiert, auf flachen Holzbrücken, bevor er scharf links endgültig in die Wälder taucht. Teils feucht, aber immer flowig, schlängelt sich der Pfad über natürliche Wellen und griffigen Waldboden Richtung Tal – eine machbare Aufgabe auch für weniger Geübte.

Eine Forststraßenquerung markiert schließlich den Übergang zum zweiten Streckenabschnitt, der eher erfahrenen Bikern empfohlen sei. Von nun an wächst der fahrtechnische Anspruch kontinuierlich. Nach und nach steigt die Dichte an Wurzelfeldern, werden die Stufen höher und das Gefälle steiler. Erste Spitzkehren deuten an, wohin die Reise gehen soll. Inmitten der Abfahrtshatz gibt der Baumbestand immer wieder die Sicht auf die umliegenden Almen und Gipfel der Leoganger Steinberge frei. Die Zeit, das Panorama zu genießen, müsste man sich jedoch bewusst nehmen.

Ein kurzer Steilhang noch, dann dürfen die Unterarme durchatmen. Für wenige Tiefenmeter weisen uns die Schilder an, der Schotterpiste zu folgen, bevor wir neuerlich feinsten Trail serviert bekommen. Naturverliebte Enduristen kommen hier voll auf ihre Kosten, das breite Grinsen ist uns endgültig nicht mehr aus dem Gesicht zu wischen.

Erwin Haiden,Salzburger Land Enduro-Biker kommen auf dem Matzalmtrail voll auf ihre Kosten. Höchstschwierigkeit: S2.

Durch die neuen selbstschließenden Tore hindurch erreichen wir schließlich auf sanften Almböden die abgeschiedene Embachalm. Einen kurzen Gegenanstieg später zweigt der Pfad neuerlich in eine Komplementärwelt: nass, dunkel, knifflig. Die Beschilderung rund um die Bachquerung weist nicht ohne Grund darauf hin, das Rad doch besser entlang des hölzernen Handlaufs zu schieben – die Felsen sind glitschig. Es folgt nochmals ein Stück Flowtrail, ehe der Matzalmtrail in einen Schotterweg mündet. Die finalen Tiefenmeter rollen wir auf Nebensträßchenhinunter ins Tal zur Bundesstraße.

Zurück zur Asitzbahn müssen einige Minuten Radweg bewältigt werden. Dafür nimmt einem die Gondel im Anstieg schweißtreibende 950 Höhenmeter ab. Zeit und Energie, die man sich für eine weitere Runde am Matzalmtrail – oder einen der zig anderen Bike-Pfade am Berg – aufheben kann. Freilich ließe sich die gewonnene Zeit auch in Kaiserschmarren und Erfrischungsgetränk investieren; und selbst eine Kombination all dessen ist machbar …


Weitere Infos zum Bike-Angebot der Region auf www.saalfelden-leogang.com .

Abwechslungsreich: das ganze Land

Mit den beiden Neuzugängen ist längst nicht Schluss im Salzburgerland. Neben Singletrail Großarltal und Matzalmtrail wurden zuletzt fünf weitere Trails eröffnet:

Kleinarl, die Geburtsstätte von Skilegende Annemarie Moser-Pröll, weiß mit dem Hirschleitentrail ein weiters MTB- wie genusstechnisches Schmankerl aufzuwarten. Erst warten knapp 700 Höhenmeter Auffahrt über Forstwege, wo dann zum Beispiel Kleinarler- oder Kurzeggalm zur verdienten Einkehr laden. Gestärkt ruft sodann gut 300 Höhenmeter unter den beiden Hütten der Trail.

Erwin Haiden,Salzburger Land Wurzelteppich auf dem Hirschleitentrail: Mit einer Höchstschwierigkeit der Kategorie S2 ist der Trail aber eine eher mittlere Herausforderung.

Anfangs noch breiter Karrenweg, bald Wiesenpfad, führt der Hirschleiten-Trail schwerelos über Almboden. Später deutlich schmaler, künden im Wald angekommen erste Wurzeln von der finalen Schlüsselstelle. Wer dort die Ideallinie nicht sieht, darf auch gerne drum herum huschen.


Im Schatten des namensgebenden Gipfels hat auch Dienten mit dem Flowtrail Hochkönig einiges an frisch geshaptem Abfahrtsspaß zu bieten. Ausgehend von der Bürglalmbahn führt die Beschilderung erst über geschotterte Begegnungszonen zum tiefgrünen Speicherteich mit Panorama von Großglockner bis Steinernes Meer.

Erwin Haiden,Salzburger Land Eindrucksvolle Kulisse beim Speicherteich Bürglalm am Beginn des Flowtrails Hochkönig.

Erwin Haiden,Salzburger Land Nur noch wenige Meter, dann beginnt der 4,2 Kilometer lange Flow Trail Hochkönig (Schwierigkeitsstufe S1).

Direkt darunter beginnen die endlosen Anlieger, Sprünge und Wellen des Flowtrails. 4,2 Kilometer warten – mal mit Aussicht, mal durch tiefsten Urwald, aber immer mit breitem Grinsen im Gesicht. Übrigens: Der Trail ist sowohl bequem via Gondel, als auch über einen offiziellen Uphill erreichbar.


Den Wetterkreuztrail im Salzburger Saalachtal muss man sich verdienen – in beiderlei Richtung. Erst saugen von Unken aus 1000 Höhenmeter Asphalt und Forststraße vorbei an märchenhaften Felsformationen am Wadenschmalz, dann fordert der naturbelassene Wanderweg zurück 'gen Tal vollste Konzentration und höchstes Geschick.

Salzburger Land,WOM Medien,David Schultheiß Der naturbelassene Wetterkreuztrail verlangt Konzentration: Schwierigkeit S2 bis S3.

Wer sich inmitten von S2-S3 Geläuf heimisch fühlt, wird auf dem Steig das pure Glück erleben. Felsdurchsetzte Steilstufen, enge Spitzkehren, loses Geröll und verblockte Querfahrten sorgen für feuchte Hände. Und immer wieder lohnt der Blick hinunter und hinein ins Salzburger Saalachtal. Geheimtipp!


Den 830 Meter langen Bertahoftrail erreichen im Gasteinertal Biker nur aus eigener Kraft. Bevor man sich in die 200 Tiefenmeter stürzen kann, gilt es, sowohl von Bad Gastein als auch von Bad Hofgastein aus teils steile Asphaltrampen zu bewältigen.

Erwin Haiden,Salzburger Land Nur wenige Herausforderungen drohen Mountainbiker auf dem Bertahoftrail zu überfordern. Schwierigkeit: S1.

Einsteigerfreundlich flotte Kehren auf Erdboden belohnen aber schon bald für die Mühen. Rund um die Tauernbahn taucht der Trail in den Wald, wird breiter und flowig. Im Finale lauern nochmals einige Felspassagen, bevor der Pfad in unmittelbarer Nähe zum Gasteiner Badesee endet.


Nochmals deutlich ruppiger geht es auf der überarbeiteten Pro-Line in Saalbach-Hinterglemm zu. Anders, als es deren Name suggeriert, kommen aber dort auch Freerider mit mittleren Skills vollends auf ihre Rechnung. Bequem via Reiterkogelbahn erreichbar, erfolgt der Einstieg über Bikepark-typische Waldwege, die bald von felsigen Passagen und der einen oder anderen Wurzel durchsetzt sind. Anlieger, Drops, Sprünge und knifflige Steinfelder versprechen 2,3 Kilometer Action pur. Gerade die oberen Streckenteile fallen fahrtechnisch anspruchsvoll aus, weiter unten rollt es sich mit mehr Speed durch die Anlieger.

Erwin Haiden,Salzburger Land Der name täuscht: Auf der Pro-Line kommen auch Freerider mit mittleren Skills auf ihre Kosten.


Allgemeine Infos zu den Mountainbiketrails im Salzburgerland auf www.salzburgerland.com .

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