Jordanien

  • Tomek
 • Publiziert vor 16 Jahren

Vom tiefsten Punkt der Erdoberfläche über die geheimnisvollen Grabmäler der Felsstadt Petra bis zum Golf von Akaba – Norbert Eisele-Hein ist den Spuren von Lawrence von Arabien gefolgt. (BIKE 4/2004)

„Lawrence von Arabien“ war mein erster Kinofilm. Auf Zehenspitzen bin ich damals an der Kasse vorbeigetänzelt. Schließlich stand auf den Plakaten „ab 12 Jahren“ und ich war gerade mal acht. Nervös baumelten meine Beine im Klappsitz der vordersten Reihe. Mit weit geöffnetem Mund erlebte ich Sir Peter O’Toole in seiner Kultrolle als britischer Offizier Thomas Edward Lawrence. Braungebrannt und mit stechend blauen Augen, führte er die arabischen Stämme zum Sieg über die osmanische Besatzungsmacht. An seiner Seite der blendend aussehende Omar Sharif und Anthony Quinn, mit einer monströs vergrößerten Hakennase als Auda, Stammesfürst der Howeitat. Gnadenlose Action und monumentale Aufnahmen einer mir völlig unbekannten Welt aus Sand, gleißender Sonne und mächtigen Gebirgen. Mein kleines Abenteurerherz hüpfte nur so.

In nur 15 Minuten haben wir mit dem Bike die Rampe zum Zitadellenhügel über Amman erklommen. Nach etwa 100 Kilometern durch die Wüste erreichen wir östlich von Amman die Omayyaden-Schlösser – Paläste des Herrschergeschlechts im 7. und 8. Jahrhundert. 1200 Höhenmeter Abfahrt zum tiefsten Punkt der Erdoberfläche, zum Toten Meer, hinunter.
Weiter bis zum Ziel der Reise: Akaba.


(Text/Fotos: Norbert Eisele-Hein) 

Themen: Jordanien

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