BIKE 2/2018: Supertrail-Roadtrip BIKE 2/2018: Supertrail-Roadtrip

Südtirol: Roadtrip mit drei Supertrails, Download GPS-Daten

Roadtrip in den Alpen: Drei Tage, drei Supertrails

Gitta Beimfohr am 25.06.2018

Im Grenzgebiet zwischen Italien und der Schweiz wurde schon immer geschmuggelt – und leider auch Krieg geführt. Daher ist die Trail-Dichte im Veltlin, Vinschgau und Val Viola besonders hoch.

Ein Roadtrip zu drei gefeierten Supertrails im Bermudadreieck Veltlin, Val Viola und Vinschgau. Bergauf halfen Lift und Shuttle. Das klingt nach einem optimierten Spaßwochenende, aber ein paar Hürden lauerten dann doch. 

Die gesamte Reise-Reportage lesen Sie in BIKE 2/2018. Die GPS-Daten zu den beschreibenen Touren können Sie im Downloadbereich unterhalb dieses Artikels kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Nachfahren!

Fotostrecke: Roadtrip in Südtirol: Drei Tage, drei Supertrails

Das Revier
Das Veltlin liegt in der italienischen Provinz Lombardei, direkt an der Grenze zu Südtirol und dem Schweizer Kanton Graubünden. Hier am Alpenhauptkamm, zwischen dem über 4000 Meter hohen Piz Bernina, dem berühmten Stilfserjoch und dem 3123 Meter hohen Madritschjoch, warten unzählige alte Schmuggler- und Militärpfade. Eine echte Goldgrube für einen Supertrail-Roadtrip. Zumal sich auch immer mehr Locals um die Pflege der Trails kümmern und für den Aufstieg einen Shuttle-Service anbieten.

Da es sich aber um Trails im Hochgebirge handelt, sind die finalen Anstiege fast immer noch selbst zu bewältigen – und zwar meist in Form einer Tragepassage. Kondition, gute Fahrtechnik und alpine Erfahrung sind für diese Art von Trip daher unbedingt nötig.

Beste Touren-Zeit

Von Mitte Juni bis Anfang September. Obwohl sich die Region bereits am südseitigen Hauptkamm befindet, kann es trotzdem den ganzen Sommer lang zu kurzen Wintereinbrüchen kommen. Ab Mitte September wandern Temperaturen und Anzahl der Sonnenstunden schon langsam in den einstelligen Bereich.

Die drei Tages-Touren

BIKE 2/2018: Supertrail-Roadtrip

Supertrail-Roadtrip in drei Akten. Hier die drei Trail-Touren im Veltin, dem Val Viola und im Vinschgau.


Tag 1 – Cornin-Biketrail – 10,2 km / 280 hm / 1480 tm

Ein Relikt aus dem Ersten Weltkrieg, das erst 2016 von den Locals entdeckt und speziell für Biker wiederbelebt wurde. Von Grosotto aus kurvt man mit dem Shuttle das Val Grosina bis zur Careti-Alm hinauf. Restanstieg bis zum Trail-Beginn auf der Forcoletta: 2 km / 360 hm (Großteil Schiebepassage). Der Trail beginnt auf 2050 Metern Höhe.
Charakter des Trails: meist flowiger Wald-Trail, letzter Abschnitt verblockt, enge Serpentinen, aber nie zu steil. Schützengräben auf halber Höhe!

Shuttle: Giordano Osmetti, Tel. 0039/347/2590873, www.tiranotaxi.it

Weiterfahrt nach Le Prese im Kanton Graubünden (von Grosio 26 km / 30 Min. Fahrt)

Übernachtung: Campingplatz Cavresc am Lago di Poschiavo, Via dal Canton, Le Prese, Tel. 0041/81/8440259, www.campingcavresc.ch


Tag 2 – Val-Viola-Trail – 72 km / 1500 hm / 3470 tm

Dank des Verbindungs-Trails, der vor ein paar Jahren vom Bernina-Pass nach Livigno hinübergebaut wurde, gehört diese Runde zu den epischsten und vielseitigsten Erlebnissen, die man als ambitionierter Trail-Biker erfahren kann.
Mit dem Zug erreicht man in einer Stunde von Le Prese das Ospizio Bernina am gleichnamigen Pass. Auf dem Verbindungs-Trail nach Livigno hinüber. Mit der Mottolino-Seilbahn 600 Höhenmeter sparen und weiter über den Passo della Vallaccia (am Ende Trage-/Schiebepassage) und den Passo Val Viola aus eigener Kraft. Von dort auf nicht enden wollendem, teils felsigem Hochgebirgspfad bis nach Le Prese hinunter.

Shuttle: Rhätische Bahn, Bike-Transport kein Problem.

Weiterfahrt von Le Prese übers Stilfserjoch nach Schlanders im Vinschgau (112 km / 2,5 Std.)

Übernachtung: Camping Vogelsang mit Bike-Waschplätzen, bester Gin Tonic, Lagerfeuerschale, neuen Sanitäranlagen, hausgemachten Spezialitäten, Bauernhof um die Ecke mit frischen Produkten. www.camping-vogelsang.com


Tag 3 – Göflaner Schartl-Trail – 40 km / 950 hm / 1850 tm

Ein absolutes Muss, wenn man den Vinschgau mal ganz von oben betrachten will. Konditionell und fahrtechnisch ist der Trail eine Herausforderung, erst am Ende mündet er in die gebauten Surf-Anlieger des Holy Hansens. Per Shuttle von Schlanders das Martell-Tal hinauf. Dann 600 hm teils fies steil bergauf. Ab den Lawinenverbauungen 300 hm schieben und tragen (seilgesicherter Pfad). Die Abfahrt: erst flowig durch offenes Gelände, dann auf Granitgeröll sportlich verblockt. Bis zum Kreuzjöchl wieder fast sanft und weiter in den Lackwald (Wurzeln). Einkehr im Wiebenhof und auf dem Holy Hansen nach Schlanders.

Shuttle: Mobil-Car (Michi), Bahnhofstr. 1 in Schlanders, Tel. 0039/338/5075462.


Die gesamte Reise-Reportage lesen Sie in BIKE 2/2018. Die GPS-Daten zu den beschreibenen Touren können Sie hier im Downloadbereich unterhalb dieses Artikels kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Nachfahren!

Gitta Beimfohr am 25.06.2018