ItalienItalien: Sardinien

Marco Toniolo

 · 29.09.2009

Italien: SardinienFoto: Marco Toniolo

In den Südwesten Sardiniens verirren sich kaum Touristen. Laut Karte gibt es hier nicht mal Wege. Aber Mountainbike-Trails – und alle enden sie irgendwann am Strand.

Wenn die Sonne im Meer versinkt, habe ich immer das Gefühl, ich kippe gleich nach hinten weg. Weil man dabei so gut sehen kann, wie schnell sich unsere Erde eigentlich dreht. Fast automatisch greife ich fester um meinen Lenker. Aber das muss ich jetzt sowieso: Der Trail, der sich vor uns durch die gelbrote Macchia schlägt, macht keine großen Umwege zum Strand hinunter. Der will ziemlich direkt zum Meer. Und wir ja auch, denn das Licht ist gleich weg, und da unten wartet eine Strandbar mit frischem Ichnusa-Bier auf uns. Wir stürzen uns in die letzte Abfahrt des Tages, wobei jeder von uns eine kleine Staubwolke zurücklässt.

Sardinien, Südwestküste: Eine Region, die vom Tourismus der Insel weitgehend verschont geblieben ist. Einige verfallene Gebäude in dieser Landschaft erzählen auch, warum. In den 80er-Jahren wurden hier Mineralien abgebaut. Der felsig-staubige Boden ist hier praktisch durchlöchert von Stollen und Minen. Doch die Mineralien mussten damals natürlich auch abtransportiert werden. Und so entstand hier ein wirklich spannendes Netz aus Pfaden, die zu vergessenen Buchten ans Meer hinunterführen. Für Mountainbiker ein absoluter Traum.


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  Gut versteckt und leicht zu übersehen: die Pfade, die sich durch die Macchia schlagen.Foto: BIKE Magazin
Gut versteckt und leicht zu übersehen: die Pfade, die sich durch die Macchia schlagen.
  Smaragd-Wasser im ehemaligen Minenhafen unterhalb von Nebida.Foto: BIKE Magazin
Smaragd-Wasser im ehemaligen Minenhafen unterhalb von Nebida.

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