601er, Tremalzo oder Altissimo: Manche Biker kennen diese Lago-Klassiker besser als ihre Hometrails. Aber warum immer am Nordufer bleiben? Gardasee-Experte Uli Stanciu hat uns auf eine viertägige Runde um den See geschickt – 200 Kilometer und 6500 Höhenmeter durch völlig unbekanntes Terrain.

  • Wo versteckt sich denn der Gardasee? Nach einem Tag ohne Seeblick blitzt der Lago am Monte Caplone erstmals wieder hinter den Felsspitzen durch.   
  • Nach drei Stunden im Regen saugen wir die Sonnenstrahlen in der Bergflanke des Monte Manos auf wie Solarium-Jünger. Der See im Hintergrund ist nicht etwa der Garda-, sondern der Idrosee.
  • Die Fähre verkehrt das ganze Jahr über, im Winter allerdings seltener. Eine halbe Stunde dauert die Überfahrt und kostet für Biker 8 Euro.
  • Als der Bike-Computer am Tagesende eine Durchschnittstemperatur von sechs Grad Celsius ausspuckte, wusste ich, warum wir hier an der Bocca di Campei so gebibbert haben.
  • Das "Steindorf" Campo bietet sich am zweiten Tag für eine Espresso-Pause vor dem Seerummel an.
  • Spektakulär, aber fahrbar windet sich der Militärpfad aus dem Ersten Weltkrieg hier durch das zerklüftete Felslabyrinth.
  • Die Militärpiste auf den Monte Caplone schlägt am letzten Tag mit 1200 Höhenmetern zu Buche. Aber bis auf einen unpassierbaren Tunnel ist sie komplett fahrbar.
  • Streuselkuchen gegen müde Beine.
  • Ein Gelato nach dem Tremalzo-Ritt: Das Verpflegungsnetz ist nicht überall so üppig wie in Riva.