Reisebericht Südfrankreich "Cevennen" Reisebericht Südfrankreich "Cevennen"
Frankreich

Frankreich: Cevennen

J. Sallawitz, H. Feist am 31.05.2009

Die französischen Cevennen sind ein einzigartiges Naturschauspiel. Und ein selten exzellentes Singletrail-Revier. Von diesen Wegen möchte man gar nicht abkommen.

Insgesamt eine Woche haben wir uns vorgenommen, um zumindest den südlichen Ausläufer des französischen Zentralmassivs in Etappen zu durchforsten. Fast zu kurz, um all diese wilden Canyons, karstigen Hochebenen und riesigen Kastanienwälder abzusurfen, sagt Fotograf und Bergführer Stefan Neuhauser. Und der muss es wissen, denn er ist einige dieser Pfade schon zu Fuß abgelaufen. Dabei hatte er sich immer ein Bike unterm Hintern gewünscht, um noch weiter in die Winkel dieser einsamen Berge vorzudringen. Jetzt ist es endlich soweit und die Zeit wird tatsächlich knapp.

Reisebericht Südfrakreich "Cevennen"

Der GR 653 sieht atemberaubend aus, fühlt sich überm Lenker aber noch krasser an: Wenn hier auch nur ein Käfer den Weg kreuzt, ist Feierabend ...

Drei Tage brauchen wir allein, um die schönsten Trails rund um St. Guilhem le Désert abzufahren. Einer davon führt über Lavagne und weiter auf dem europäischen Weitwanderweg GR 74 nach St. Guilhem zurück. Dazu kurbeln wir eine 12 Kilometer lange Asphaltstraße bergauf und passieren die sprudelnde Quelle der Bueges, in deren glasklarem Wasser es vor Wasserschlangen und Fröschen nur so wimmelt. Wir machen ein paar Fotos für unsere Naturschützer. Vielleicht ist ja was Seltenes dabei und wir können beim Abendessen ein bisschen mitreden. Berge mit Zypressen, Olivenhainen und Weinreben schieben sich vor unsere Augen. Dazwischen ragt immer wieder eine Burgmauer auf. Die Frühlingsluft ist noch kühl, doch die Brise, die vom nahen Mittelmeer herüberweht, kann dem Kräutergestrüpp am Boden schon den ersten Duft entlocken.

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„Komm’, lass uns mal diesen Weg probieren“ – und: Volltreffer!

Endlich fädeln wir in den GR 74 ein, es geht bergab. Erst grasig, dann felsig, aber nur leichtes Gefälle, dann wieder eben. Der Weg schlängelt sich zunächst etwas unentschlossen durch eine halbhohe Vegetation aus Krüppelkiefern und gelb-explodierenden Ginsterbüschen. Doch dann kippt der Pfad eine Steilwand hinunter, als wollte er sagen: “Ihr habt es ja so gewollt.”

Den gesamten Reisebericht finden Sie als PDF-Download.

J. Sallawitz, H. Feist am 31.05.2009
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