Istrien

  • Gero Günther
 • Publiziert vor 17 Jahren

„Tibet“ nennen die Istrier ihr höchstes Gebirge. „Weiße Straßen“ führen hier durch eine bewegte Vergangenheit. Eine Insel-Rundtour zwischen Markus-Löwen und Kaninchenställen. (BIKE 3/2004)

An einem Morgen stehen wir neben Nevio am Abgrund. „Schaut euch meinen Ausblick an!“ Der Mann mit dem krautigen Bart und den blutigen Schienbeinen strahlt. „Nicht schlecht, was?“ In der Tat, von hier oben kann man auf halb Istrien spucken. Vor fünf Jahren haben Nevio und seine Frau die Klippe samt Umland gekauft. Sein geducktes Häuschen mit großer Bar und kleinem Komfort, hat der Eigenbrötler direkt an die Paragliding-Absprungstelle geklebt. Strom gibt es keinen. Dusche und Toilette sind in einer Hütte nebenan untergebracht. Zum Biken schickt Nevio uns nach „Tibet“. So nennen die Einheimischen ihr höchstes und wildestes Gebirge. Das Cicarija mit seinen Hochebenen und breiten Tälern muss mit drei Seelen pro Quadratkilometer auskommen. Die Menschen leben in Dörfern mit blauen Fensterläden. Senioren mühen sich mit Rechen, Mistgabeln und Milchkannen ab. Von Racja Vas aus steigt die Schotterstraße auf 1000 Meter an.

Plötzlich reißt der Blätterwald auf und vor uns liegt die Adria. Die Berge fallen steil ins Meer und tauchen in der Bucht als gigantische Inseln wieder auf.


Im PDF-Download finden Sie eine Sechs-Tage-Tour von Buje über Opertalj, Motovun, Brest, Plomin, über Opatja bis nach Hum.

Themen: Istrien

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