BIKE Header Campaign
GPS-Daten Deutschland Trail BIKE GPS-Daten Deutschland Trail BIKE

Deutschland-Trail: GPS-Daten Bayern

Deutschland-Trail #1 Bayern: GPS-Daten zum Download

Stefan Loibl am 05.09.2017

Wir haben uns von der deutsch-österreichischen Grenze in neun Tagen bis nach Thüringen gekämpft. Mit einer Maximalausbeute an Singletrails. Hier das Ergebnis: die GPS-Daten zum Herunterladen.

Die Bayern-Route des Deutschland-Trails von Füssen bis nach Mödlareuth in Thüringen umfasst 787 Kilometer und 13690 Höhenmeter. Hier finden Sie die Etappenbeschreibungen mit den besten Trails der neun Tage. Am 18. September 2017 macht sich BIKE-Redakteur Stefan Loibl für den zweiten Teil auf, dann geht's von Mödlareuth über den Thüringer Wald, Harz, Lüneburger Heide, Deister, Harburger Berge bis an die Ostsee.

Etappe 1: Füssen – Schongau (77 km / 1942 hm)

Vom Dreiländereck oberhalb von Füssen steigt man direkt in den ersten Trail ein. Der schmale Spitzkehren-Pfad vom Schwarzenberg hinab endet an einer Schotterstraße westlich des Alpsees. Danach umrundet man den Alpsee südlich auf einem weiteren netten Trail, der schließlich am Seeufer endet. An Schloss Hohenschwangau vorbei, danach könnte man direkt zum Parkplatz hinunterrollen. Doch wer die paar Meter auf dem „Fischersteig“ (Radfahren verboten!) runterschiebt, wird vom Ufer des Schwansees mit einem eindrucksvollen Panorama belohnt, mit Schloss Neuschwanstein im Hintergrund. Später kommen am Ufer des Bannwaldsees ein paar Trail-Meter dazu. Ab Buching beginnt der lange Anstieg zur Niederen Bleick. Lange folgt man einer steilen Schotterstraße, ehe man am Wolfskopf wieder auf einen Trail stößt. Nach einer weiteren supersteilen Rampe steht man schließlich auf dem Wiesengipfel der Niederen Bleick. Nun folgt der beste Trail des Tages! Erst sehr technisch einige Spitzkehren in den Wald hinein, doch dann werden die Absätze immer zahmer. Nach einem etwas verblockten Stück erreicht man schließlich eine Schotterstraße, der man bis zur Saulochhütte folgt. Dahinter biegt man in einen spaßigen Wald-Trail mit vielen Wurzeln ein, der einen erst auf der Königsstraße wieder ausspuckt. Über Resle gelangt man zur Wieskirche. Den Holzplanken-Weg durch das Moorgebiet kann man umfahren. Danach folgt man dem offiziellen Radweg, wo Schongau bereits angeschrieben ist. Ab der großen Lechbrücke südlich von Peiting kann man dann noch ein paar Trails am Hochufer mitnehmen, ehe man Schongau erreicht.

Etappe 2:  Schongau – Landsberg am Lech (42 km / 629 hm)

Die kurze Etappe folgt anfangs dem Lech-Höhenweg, der anfangs ein paar ganz nette Trails am Hochufer liefert. Weiter nördlich kommt ein ganz kurzes Stück mit einem „Radfahren verboten“-Schild, da ein paar Meter schieben. Bei Epach wechselt man auf die andere Lechseite. Direkt danach folgen ein paar lohnende Pfade in Ufernähe. In Mundraching tritt man wieder aufs Hochufer hinauf. Ab dort warten dann 13 Kilometer feinste Singletrails bis in den Wildpark am Ortsrand von Landsberg am Lech.

Etappe 3: Landsberg am Lech – Neuburg a.d.Donau (135 km / 928 hm)

Von Landsberg geht es in nördlicher Richtung am Lech entlang weiter. Erst auf Schotter, ab dem Naturfreundehaus (Oskar-Weinert-Haus) dann wieder auf verschlungenen Waldtrails. Man folgt der „Romantischen Straße“ an mehreren Staustufen vorbei. Beim Wasserkraftwerk Unterbergen dreht man nach Westen ab und erreicht über Oberottmarshausen und Wehringen die „Westlichen Wälder“. Dort sammelt man bis an die Stadtgrenze von Augsburg einige Trail-Kilometer. Durch Augsburg fährt man auf Rad- und Schotterwegen entlang der Wertach und des Lechs. Hinter der A8 geht's am Schuttberg vorbei und man hält sich gen Osten. Zwischen Miedering und Affing findet man im Derchinger Wald viele flowige Trails mit einigen gebauten Anliegern und Sprüngen. Auf Schotterpisten geht es an Spargelfeldern vorbei bis nach Pöttmes. Die lange Etappe endet nach ein paar weiteren Überbrückungs-Kilometern in Neuburg. Trails haben wir auf dem Stück zwischen Pöttmes und Neuburg vergebens gesucht.

Deutschlandtrail Tag 3

Auf dem Weg Richtung Neuburg an der Donau: Im Derchinger Wald nordöstlich von Ausgburg verstecken sich feine Trails im Wald. Manchmal, wie hier, auch direkt neben der Straße.

Etappe 4: Neuburg a.d.Donau – Beilngries (119 km / 2069 hm)

Zum Aufwärmen kann man auf gebauten Trails an der Alten Burg kreiseln (300 Höhenmeter extra). Dann verlässt man Neuburg in nördlicher Richtung und folgt dem „Urdonautalsteig“ (Markierung mit einem roten Lasso). Über Bergen kommt man nach Wellheim. Unter den Felsnadeln von Aicha und Konstein führen ein paar nette Trails entlang. Speziell der letzte Trail über einen Bergrücken nach Dollnstein hinunter ist sehr lohnend. Ab dort fädelt man in den Altmühltaler Panoramaweg ein. Die Passagen mit Verbotsschildern kann auf dem Radwanderweg am Altmühlufer umfahren. Bis Eichstätt sind aber immer wieder schmale Pfade dabei, auch manche Uphills fährt man auf Trails. Hinter Eichstätt tritt man 140 Höhenmeter zu einem Sendemasten hinauf. Die Belohnung ist ein gebauter Trail, ehe man in Landertshofen wieder auf den Altmühltaler Panoramaweg zurückkehrt. Der ausgeschilderte Weg besteht aus Schotterpisten, steilen Rampen und kuppierten Trails. Doch das ewige Auf und Ab sollte man nicht unterschätzen. Hinter Arnsberg schiebt man ein paar Meter auf eine Aussichtskanzel hoch und passiert ein Gatter. Der Waldtrail nach Böhming hinunter ist schnell und flowig. Hinter Kinding sammelt man die letzten Höhenmeter des Tages, über einen technischen Trail mit Stufen durch ein Felsentor gelangt man nach Unteremmendorf. Ab dort rollte man flach über die Kratzmühle (mit Badesee) nach Beilngries.

Deutschland Trail Tag 4

Top Trail kurz vor Dollnstein.

Deutschland Trail Tag 4

Einer der vielen knackigen Anstiege auf dem Altmühltal-Panoramaweg. Puhh!

Etappe 5: Beilngries – Bad Abbach (85 km / 1821 hm)

Dieser Tag steht im Zeichen des Altmühltals. Ein kleiner Abstecher hinter Beilngries auf dem Jurasteig bietet steile Rampen und flüssige Trails auf Waldboden. Vom nächsten Gipfel, dem Rosskopf, hat man ein schönes Panorama zurück auf Dietfurt. Weitere schöne Trails findet man vom Rosskopf und von Schloss Eggersberg hinunter. Dort folgt man nicht der Route des Jurasteigs, um sich ein Schiebestücke zu ersparen. Über den Jägerberg und einen weiteren Trail erreicht man Riedenburg. Über eine beschilderte MTB-Route erreicht man die Lohspitze und kann nach Einthal hinunter auf einem Zick-Zack-Pfad sein Fahrtechnik schulen. Auf der anderen Altmühl-Seite steht anschließend die Rampe nach Schloss Prunn an. Über einige Waldtrails und Schotterstraßen erreicht man den Litzelberg. Anschließend geht es über weitere Trails durchs Sausthal zum Naturfreundehaus Wäscherhartl. Hinter der „Kuhtränke“ folgt ein gebauter Trail, der einen an der Schleuse am Rand von Kelheim ausspuckt. An der Goldbergklinik vorbei biegt man wieder auf den Jurasteig ab, der weitere Trails bis Kelheimwinzer bereithält. Südlich von Saal/Donau kurbelt man einen Waldrücken entlang, erst bei Lengfeld folgt man wieder dem Jurasteig, der mit einem Trail-Finale an diesem Tag in Bad Abbach endet.

Deutschland Trail Tag 5

Die letzten Meter bis Bad Abbach gings auf dem Jurasteig entlang.

Etappe 6: Bad Abbach – Schwandorf (89 km / 1932 hm)

Bad Abbach verlässt man in nordwestlicher Richtung und hält sich an die gelben Schilder des Jurasteigs. Am Hochufer über Oberndorf sammelt man die ersten Meter auf dem Trail-Konto. Auch die Tiefblicke über die Donauschleife sollte man sich dort nicht entgehen lassen! Über Wiesenpfade erreicht man Matting, wo man mit der Fähre auf die andere Donauseite übersetzt. Es folgen ein paar nette Wurzelwege durch die Mattinger Hänge, ehe man in Alling ins Laabertal einbiegt. Hinter Eilsbrunn folgt man ein Stück dem „Katzenpfotenweg“, einem Trail am Hang entlang. Schließlich kommt man nach Etterzhausen, wo viele Regensburger zum Biken gehen. Entlang vieler verschlungener Trails kurvt man so durch das Naabtal, teilweise auf dem Jurasteig, teilweise ein Stück abseits. Ab Pielenhofen kann man dann getrost den Jurasteig-Schildern folgen, bessere Trails bekommt man selbst in gebauten Trailparks nicht. Ab Heizenhofen kann man der Schotterpiste nach Kallmünz folgen, denn auf diesem Abschnitt hat auch der Jurasteig nur Schotter zu bieten. Über eine kurze Schleife ins Vilstal kommt man von hinten auf die Kallmünzer Burg hinauf. Ein verblockter Trail spült einen zurück in das malerische Örtchen. Auch die Schleife über den Hutberg bei Fischbach sollte man sich wegen des Pfads auf dem Kamm und den Tiefblicken nicht entgehen lassen. Über Waldwege erreicht man schließlich Burglengenfeld. Eine Schleife um das Wahrzeichen, die Burg, muss drin sein. Anschließend folgt man dem Kamm über Premberg bis auf den Münchshofener Berg. Die teils steilen Anstiege werden immer wieder mit einfachen, schnellen Trails entlohnt. Ab Bubach a.d. Naab lässt man den Tag auf Rad- und Schotterwegen ausklingen, bis man Schwandorf erreicht.

Deutschland Trail Tag 6

Das Panorama vom Jurasteig hinter Bad Abbach.

Etappe 7: Schwandorf – Weiden i.d.OPf. (75 km / 1435 hm)

Über Wiesen- und Schotterwege folgt man der verschlungenen Naab gen Norden, bis man Schwarzenfeld erreicht. Dort peilt man einen Wiesenweg an, der sich an der Bahntrasse entlang fast bis Nabburg zieht. Ein kurzer Abstecher durch die Altstadt, dann rollt man gemütlich auf einem Radweg weiter bis Pfreimd. Über Wald- und Schotterwege kurvt man am gleichnamigen Flüsschen entlang bis Trausnitz. Über einen Trail erreicht man eine Brücke am Trausnitzer Stausee, über die man auf die andere Seite wechselt. Bis Tanzmühle folgt man dem Flusslauf, der ein ständiges Auf und Ab und einige spaßige Trail-Abschnitte bereithält. Dann geht's auf dem Goldsteig weiter. Hinter Wittschau erst mit einer langen Abfahrt, dann kämpft man sich auf teils steilen Trails zum Wahrzeichen der Region, der Burg Leuchtenberg, hinauf. Von dort oben genießt man einen super 360-Grad-Ausblick über den Oberpfälzer Wald. Über einen schnellen Trail runter, dann überquert man die B22 und folgt den wurzeldurchsetzten Pfaden durch das Lerautal. Danach geht es stetig Auf und Ab, von einem Tal in das nächste. Bis zur Kapelle auf dem Dreifaltigkeitsberg sammelt so viele zehrende Höhenmeter, die gespickt sind von kurzen Trails. Am Turm auf dem Fischerberg wird schließlich das Finale nach Weiden eingeläutet, erst schnell durch den Wald, dann auf verwinkelten Pfaden am Waldrand in einer Schleife südlich um Weiden herum. Am Ende kann man noch die gebaute Enduro-Strecke der Weidener Mountainbiker mitnehmen. 

Deutschland Trail Tag 7

Typisch Oberpfälzer Wald: versteckte Trails auf weichem Waldboden.

Etappe 8: Weiden i.d. OPf. – Tröstau (91 km / 1578 hm)

Die vorletzte Etappe durch die Oberpfalz zählt zu den absoluten Highlights der Tour. Zum Einrollen nimmt man bis Neustadt an der Waldnaab den Radweg am Fluss entlang. Danach wechselt man auf den Goldsteig, bis Windischeschenbach einige naturbelassene Pfade bereithält. Ein Stück weiter erreicht man das Naturschutzgebiet Waldnaabtal, durch das man dem verschlungenen Flüsschen folgt. Auf diesem landschaftlich reizvollen Abschnitt wird man immer wieder mit imposanten Granitformationen und einfachen Waldpfaden konfrontiert. In Falkenberg sollte man unbedingt einen Stopp bei einem Zoigl-Wirt einlegen und eine Schleife um die restaurierte Burg drehen. Auf Wiesen- und Schotterwegen sammelt man danach flache Kilometer durch die Seenlandschaft südlich von Wiesau. Ab Friedenfels beginnt dann der Anstieg zur Platte, dem höchsten Gipfel im Naturpark Steinwald. Doch bevor man die tolle Fernsicht vom Oberpfälzer Turm am Gipfel genießen kann, muss man ein paar mit Granitblöcken übersäte Rampen hinaufkurbeln. Doch die Schinderei lohnt sich! Die nördliche Abfahrt vom höchsten Punkt bietet Genuss-Trails bis fast an den Ortsrand von Waldershof. Mit teils perfektem Gefälle, also nicht so steil wie in den Alpen, wo man durchgängig an der Bremse hängt. Als Tagesabschluss wartet ein 400-Höhenmeter-Ansteig auf den südlichsten Fichtelgebirgs-Gipfel, die Kösseine. Von der Hütte unter dem Aussichtsturm kann man ein paar Stufen hinunterpoltern, eher der Trail technisch anspruchsvoll in Richtung Burgstein hinunterzieht. Weiter unten wird er sanfter und man surft auf kurvigen Waldpfaden fast bis Tröstau hinunter. Ein Abstecher zum Waldbad am Petzlweiher rundet einen perfekten Tag im Sattel ab.

Etappe 9: Tröstau – Mödlareuth (71km / 1356 hm)

Vom Waldbad kurbelt man das Schotterband der alten Silberhornstraße hinauf. Hinter dem Silberhaus dreht die Straße von der B303 ab und man biegt kurz danach in einen verblockten Uphill-Trail ein, der Fahrtechnik und Oberschenkel aufs Äußerste fordert. Nach ein paar Metern Schieben steht man dann oben auf dem Plattengipfel. Auch die ersten Meter der Abfahrt über wild verstreute Granitböller haben es in sich – vor allem, wenn es feucht ist. Die Schotterstraße, auf die man dann gelangt, verlässt man nach wenigen Metern wieder nach rechts und kämpft sich den „Fichtelgebirge Höhenweg“ weiter über das Seehaus in Richtung Schneeberg. Fast alles auf Trails, teilweise muss man auch mal kurz absteigen und wenige Meter schieben. Über den Saugasse-Trail kommt man schließlich auf den Schneeberg, den höchsten Gipfel des Fichtelgebirges. Bei der Abfahrt vernichtet man erst einige Höhenmeter auf Asphalt, ehe rechts der Trail zum Rudolfstein abzweigt. Durch zwei Granitnadeln hindurch kurz schieben, dann eine kurze supertechnische Passage, ehe Trails und Forstwege bis nach Weißenstadt hinunterleiten. Um den See herum geht's nach Ruppertsgrün, wo sich ein Kaffee-Stopp bei „Fichtelrad“ anbietet. Von dort geht es auf perfekten Wald-Trails über den Großen und Kleinen Waldstein bis kurz vor Förmitz. Danach am Stausee entlang und auf dem Goldsteig hinein nach Schwarzenbach an der Saale. Zwischen Schwingen und Oberkotzau darf man in der Nähe der Bahntrasse noch einige flüssig zu fahrende Pfade erwarten. Danach sieht es eher mau aus. Auf Radwegen geht's in nördlicher Richtung durch Hof. Dahinter noch im Zick-Zack auf schmalen Asphalt-Sträßchen und Schotterwegen über Issar und Töpen bis an die ehemalige deutsch-deutsche Grenze nach Mödlareuth.

Karte_Deutschland-Trail_Bayern

Einmal mit dem Mountainbike durch Bayern: die Übersichtskarte des ersten Teil des Deutschland-Trails.

++ Unten gibt es die GPS-Daten der neun Etappen des Deutschland-Trails zum Download. ++

Stefan Loibl am 05.09.2017