Die schönsten MTB-Touren im Frankenjura Die schönsten MTB-Touren im Frankenjura Die schönsten MTB-Touren im Frankenjura

Deutschland: Revier-Guide Fränkische Schweiz

Die schönsten MTB-Touren im Frankenjura

  • Ralf Glaser
 • Publiziert vor 10 Monaten

Die Bilderbuchlandschaft der Fränkischen Schweiz voller Burgen, Fachwerkhäuser und Brauereien lockt Freeclimber wie Mountainbiker an. Letztere kriegen hier aber nichts geschenkt – es geht zur Sache.

INFOS


Das Revier

Mit Gipfelhöhen von um die 500 Meter ist die Fränkische Schweiz ein eher mittleres Mittelgebirge. Der Kleiner Kulm als höchste Erhebung ragt mit seinen 626 Metern Höhe nur wenig darüber hinaus. Dennoch ist die Region ein wahres Outdoor-Paradies. Hier finden sich ideale Voraussetzungen für fast jede Sportart unter freiem Himmel, auch und gerade für Mountainbiker. Der Naturpark Fränkische Schweiz ist von einem engmaschigen Netz aus Feld-, Forst- und Wanderwegen durchzogen. Doch die meisten Runden sind fordernd. Die Anstiege sind zwar selten länger als 150 Höhenmeter am Stück, dafür aber oft extrem steil. Mit Steigungen von über 20 Prozent muss man rechnen. Bergab zeigt sich ein ähnliches Bild. Es finden sich zwar viele, sehr flüssig zu fahrende Trails, auf denen auch Einsteiger und Genussfahrer auf ihre Kosten kommen. Recht häufig sind die Trails aber auch mit ruppigen Fels- und Wurzelpassagen gepflastert, oder führen steil bergab und fordern einen mit engen Kehren oder gar Treppenstufen.


Den gesamten Artikel sowie die GPS-Daten zu diesen drei BIKE-Touren können Sie unten im Download-Bereich herunterladen:

  • Pottenstein–Püttlachtal (28,9 km | 520 hm | 3:45 h)
  • Wiesent-Runde (39,7 km | 870 hm | 5 h)
  • Raben-Runde (25,5 km | 330 hm | 3:15 h)

Deutschland: Revier-Guide Fränkische Schweiz

14 Bilder

Die Fränkische Schweiz ist eine Bilderbuchlandschaft voller Burgen, Fachwerkhäuser und Brauereien – und das Mekka der Freeclimber. Mountainbiker kommen auch, aber sie kriegen nichts geschenkt – es geht zur Sache.



Anreise mit dem Zug

Die Regionalzüge haben ausreichende Transportkapazitäten für Fahrräder. Auch die Behringersmühle, der Startpunkt der hier beschriebenen Touren, ist mit dem Zug erreichbar. Ab Ebermannstadt verkehrt nur die Museumsbahn Dampfbahn Fränkische Schweiz (historische Züge mit Dampf- bzw. Diesellokomotiven). Von Wanderern wird dieses Angebot gerne genutzt. Die Bike-Mitnahme ist problematisch. Infos: www.vgn.de und für die Dampfbahn: www.dampfbahn.net


Anreise mit dem Auto

Behringersmühle liegt von Nürnberg aus 50 Kilometer entfernt und ist über die A9, die A73 oder die B2 in knapp einer Stunde zu erreichen.


Geführte Touren

Die Bike-Schule Bremsspur mit Sitz in Erlangen bietet ein regelmäßiges Programm aus Fahrtechnikkursen und -Camps in der Fränkischen Schweiz. Zudem lassen sich dort auch Bike-Wochen oder Wochenenden mit geführten Touren buchen. Die Guides kennen das Revier wie ihre Westentasche und können das Niveau der Touren jederzeit an den Leistungsstand der Teilnehmer anpassen. Infos: www.bremsspur-bergradsport.de


Literatur / Karte

"Bikeguide Fränkische Schweiz + Steigerwald" von Thomas Arnold liegt mittlerweile in der siebten Auflage vor. Insgesamt sind 85 Touren übersichtlich beschrieben und katalogisiert. Die GPS-Daten dazu gibt’s auf beiliegender CD ROM. Preis: 29,90 Euro, Infos: www.madmediaworks.de

Etwas moderner kann man den Guide für 16,99 Euro auch als digitale App fürs Smartphone runterladen (iOS-Version, die Android-App befindet sich in Überarbeitung und ist aktuell offline). Topo-Karte: Fritsch-Wanderkarte Blatt 53 "Naturpark Fränkische Schweiz", Maßstab 1:50000, Preis: 9,50 Euro.


Bikeshop

Ein gut sortierter Bikeshop, auch mit Fahrtechnikkursen und geführten Touren, wartet im nahe gelegenen Pegnitz: Radiaktiv, www.radioaktiv-bikes.de


Infos allgemein

Infos zu Unterkünften und weiteren Adressen gibt es bei der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, www.fraenkische-schweiz.com oder www.frankentourismus.de

Revier-Guide Fränkische Schweiz Karte: Die drei Touren in der Übersicht


SZENE-HIGHLIGHTS


Tag der offenen Brennereien und Brauereien

Die Fränkische Schweiz ist unter anderem für ihre zahlreichen Privatbrauereien und Schnapsdestillerien bekannt. Rund um den Berg Walberla, unweit von Forchheim, findet einmal im Jahr Anfang Oktober ein Tag der offenen Tür statt. Hier kann man sich von der Qualität dieser lokalen Spezialitäten überzeugen. Aber vielleicht besser nach dem Biken. Infos: www.walberla.de


Sportklettern

Die Region ist ein international bekanntes Klettergebiet. An den vielen Felsen mit bis zu 30 Metern Höhe finden sich Tausende, bestens abgesicherte, Kletterrouten in jedem Schwierigkeitsgrad. Neben dem löchrigen Jurakalkfelsen in optimaler Qualität verdankt das Frankenjura seinen Bekanntheitsgrad auch dem Rotpunkt-Klettern. Hier wurde das Klettern in seiner modernen Form von einer Gruppe Vorreiter um Kurt Albert erstmals propagiert und setzte sich schließlich überall durch. Infos: www.frankenjura.com/klettern


Kajak / Flusswandern

Auf den Flüssen der Fränkischen Schweiz, vor allem der Pegnitz und der Wiesent, ist auch das Flusswandern mit Kajaks sehr populär. Das Angebot reicht von leichtem Wildwasser bis hin zu familienfreundlichen Touren. Gerade im Sommer eine sehr schöne Alternative zum Biken, wenn die Beine übersäuert sein sollten. Es gibt diverse Anbieter, die einen am Ende der Tour wieder mit dem Shuttlebus abholen und zurück zum Ausgangspunkt bringen. Mögliche Einstiegsstellen in dieser Region sind die Behringersmühle und Waischenfeld. Infos: www.kajak-mietservice.de und www.leinen-los.de

Auch kulinarisch hat die Fränkische Schweiz einiges zu bieten. Die Produkte der 69 familiengeführten Brauereien sollte man sich für den Feierabend aufheben. Eine frisch gefangene Forelle aus der Wiesent schmeckt dagegen auch während der Tour.



Den kompletten Revier-Guide inkl. Tourenbeschreibungen und GPS-Daten finden Sie in BIKE 12/2019. Als PDF kostet der Revier-Guide 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Revier-Guides in BIKE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Hunderttausende Euro jedes Jahr.



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