Dem 1x10-Einfach-Antrieb einen bergtauglichen Klettergang verpassen: große Nachrüstritzel mit 40 oder mehr Zähnen machen's möglich. Was Sie beim Einbau beachten müssen, zeigt uns Super Dan in dieser Folge.

  • 1. Kassette demontieren, Ritzel tauschen Setzen Sie die Kettenpeitsche und den Kassettenabzieher an der Kassette an und lösen Sie den Kassettenabschlussring. Anschließend können Sie die Kassette vom Freilauf abziehen. Entfernen Sie nun das 17er-Ritzel und den dazugehörigen Distanzring. Bei manchen Ritzelpaketen haben Sie auch die Möglichkeit, das 15er-Ritzel abzunehmen.
  • 2. Kassette neu montieren Jetzt wird als erstes das 40er- oder 42er-Ritzel, je nachdem für welches Modell Sie sich entschieden haben, auf den Freilaufkörper geschoben. Danach folgen die übrigen Ritzel. Achten Sie beim Zusammensetzen auf die korrekte Reihenfolge. Mit dem Kassettenabschlussring wird die Kassette dann wieder mit 40 Newtonmeter Drehmoment fixiert. 
  • 3. Kettenumschlingung einstellen Mit der Umschlingungsschraube müssen Sie nun den Abstand des Schaltwerks zu den Ritzeln korrekt einstellen. Schalten Sie hierfür auf das größte Ritzel und drehen Sie die Umschlingungsschraube so weit hinein, bis das obere Schaltröllchen wenige Millimeter unterhalb des großen Ritzels sitzt. Schaltröllchen und Ritzel sollten direkt in einer Linie stehen.
  • 4. Zu kurze Umschlingungsschraube tauschen Bei vielen Schaltwerken wird die Länge der Umschlingungsschraube für ein 40er- oder 42er-Ritzel nicht ausreichend sein. Manche Hersteller liefern hierfür eine längere Schraube mit. Ersatz erhalten Sie auch günstig im Baumarkt. Eine M4-Inbus-Schraube mit 20 Millimetern Länge sollte ausreichen. Beim Material sollten Sie Edelstahl verwenden.
  • SUPER DAN'S TIPP: Hat das Schaltwerk immer noch Probleme, das größte Ritzel zu schalten, checken Sie die Kettenlänge. Bei Zweifach-Antrieben legen Sie die Kette dafür auf das große Blatt sowie das größte Ritzel und addieren zwei Kettenglieder. Bei Einfach-Antrieben sollte der Schaltkäfig auf dem großen Ritzel nicht vollständig gespannt sein, sondern etwas Spiel nach oben haben.