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Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes

Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes

So pimpen Sie das Kinderbike günstig und gut

Florentin Vesenbeckh am 22.07.2018

Nicht zu teuer soll es sein, robust sowieso und natürlich cool. Die Ansprüche an Kinder-Bikes sind vielschichtig. Mit unseren Tipps steigern Sie den Fahrspaß für die Bike-Zwerge um ein Vielfaches.

1 Reifen

Was für Papas Bike gilt, zählt auch am Kinderrad: Kein Teil bietet mehr Tuning-Potenzial als der Reifen. Ab Werk sind häufig schwere Drahtreifen verbaut, hier lassen sich auf einen Schlag rund 700 Gramm sparen. Wer mit den Kleinen ernsthaft ins Gelände geht, muss mehr Wert auf Grip und Dämpfung legen und zu breiten Reifen greifen. In 24 Zoll gibt’s Schwalbes Fat Albert und den Maxxis Minion DHF in 2,4er-Breite. Auch der richtige Luftdruck ist entscheidend. Richtwert: rund ein bar bei 20-Zöllern bis 1,4 bar bei 24 Zoll.

2 Gabel
Klar, die Federgabel steht beim Nachwuchs weit oben auf der Wunschliste. Sinn machen aber die wenigsten der verbauten Modelle. Beim geringen Körpergewicht funktionieren sie kaum, sind aber sehr schwer. Eine der wenigen Ausnahmen: Die Carbon-Gabel von 1st Ride funktioniert gut, liefert 80 mm und wiegt nur 1440 g. Für 300 Euro ist sie vergleichsweise günstig. Ansonsten gilt: Wer eine Billiggabel durch eine Starrgabel ersetzt, spart bis zu 1,5 Kilo. Kombiniert mit breiten Reifen sind Grip und Komfort besser als mit Billigfedergabel und Original-Pneu.

3 Sattel und Stütze
Gerade an günstigen Kinder-Bikes stecken in Knubbelsattel und Stahlsattelstütze überflüssige Pfunde. Mit einer alten und gekürzten Carbon-Stütze und einem leichten Kindersattel spart man reichlich Gewicht. Die meisten Kinder-Bikes setzen auf gängige Stützendurchmesser (meist 27,2).

4 Cockpit
Im Geländeeinsatz bringen breite Lenker und kurze Vorbauten Kontrolle und Sicherheit. 550 bis 600 Millimeter sind ein gutes Lenkermaß für 20- bis 24-Zöller. Auch hier lohnt ein Blick auf den Gebrauchtmarkt. Steile Vorbauten und hohe Riser-Lenker sind an den tendenziell hohen Fronten der Kinder-Bikes kontraproduktiv.

5 Kurbeln
Da kurzen Kinderbeinen ein großer Hebel fehlt, reagiert der Nachwuchs empfindlich auf falsche Kurbellängen. Richtwert: 127 Millimeter für 20-Zöller und 140 Millimeter am 24-Zoll-Bike. Dreifach-Kettenblätter machen wenig Sinn, denn sie sind schwer, und die Schaltoption bleibt sowieso meist ungenutzt. Nachrüstkurbeln gibt’s
zum Beispiel von Vpace und First Ride (Propain).

6 Armaturen
Kaum ein Manöver beeinflusst das Biken wie Bremsen und Schalten. Was simpel klingt, kann für kleine Kinderhände leicht zum Problem werden. Die Bremshebel müssen nah an den Lenker gestellt werden, und die Schaltung muss leichtgängig laufen. Billig-Shifter und -Bowdenzüge können die Schaltung für den Nachwuchs lahmlegen. Hochwertig gedichtete Bowdenzüge und Außen-hüllen können Wunder wirken. Schalt- und Bremshebel unbedingt vor dem Kauf checken.


Damit der Tuning-Exzess am Kinder-Bike nicht in der Privatinsolvenz endet, lohnt sich ein Blick auf den Gebrauchtmarkt oder in Papas Grabbelkiste. Bike-Flohmärkte und Online-Portale haben Schnäppchenpotenzial, gerade für kurze Sattelstützen und schmale Lenker.

Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes

BIKE-Flohmarkt beim Festival in Willingen

Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes

Papas Grabbelkiste

Schrauber 1x1: Tuning für Kinderbikes

Online-Portale für Schnäppchenjagd


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Florentin Vesenbeckh am 22.07.2018

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