• 1. SCHALTAUGE Drei Schrauben liegen auf dem Weg zum perfekt justierten Schaltwerk. Doch bevor Sie sich an die Feineinstellung machen, sollten Sie checken, ob das Schaltauge auch wirklich gerade steht. Beim Blick von hinten muss der Schaltkäfig exakt parallel zu den Ritzeln der Kassette stehen. Ist das Schaltauge verbogen, hilft meist nur der Austausch oder Richten mit Spezialwerkzeug.
  • 2. ZUGSPANNUNG Aktuelle Schaltwerke kommen ohne Zugspannschraube aus. Die einzige Möglichkeit zur Regulierung der Zugspannung sitzt am Schalthebel. Bei Schaltwerken mit normaler Schaltlogik (SRAM oder Shimano-“Top Normal”) erhöht ein Rausdrehen der Schraube die Zugspannung. Die Kette klettert leichter aufs nächstgrößere Ritzel.
  • 3. SCHWENKBEREICH Mit diesen beiden Schrauben begrenzen Sie den Schwenkbereich des Schaltwerks. Mit der oberen H-Schraube stellen Sie die Stellung des Schaltwerks unter dem kleinsten Ritzel und mit der unteren L-Schraube die Stellung unter dem größtem Ritzel ein. Die obere Leitrolle muss jeweils exakt unter dem entsprechenden Ritzel stehen. Drehen Sie die H-Schraube so weit heraus, dass die Kette problemlos auf das kleinste Ritzel fällt, ohne beim Kurbeln Geräusche zu verursachen.
  • Drehen Sie die L-Schraube, wenn die Kette auf dem größten Ritzel liegt so weit rein, dass das Schaltwerk bei weiterem Druck am Schalthebel nicht mehr zuckt, aber noch einwandfrei schaltet.
  • 4. UMSCHLINGUNG Oftmals fristet diese Schraube ein Schattendasein, weil man mit dem Werks-Setup des Herstellers mehr oder weniger gut zurecht kommt. Mit ihr können Sie einstellen, wie weit das Schaltwerk und damit die Kette die Ritzel umschlingt. Auf dem größten Ritzel sollte der Abstand zwischen den Zähnen der oberen Leitrolle des Schaltwerks und den Kassettenzähnen fünf bis sieben Millimeter betragen. Ein Reindrehen der Schraube vergrößert den Abstand. TIPP Eine saubere Zugverlegung ist Voraussetzung für präzises Schalten. UMWERFER Einmal richtig eingestellt, sorgt der Umwerfer auch nach unzähligen Kilometern für präzise Schaltvorgänge. Der Wartungsaufwand fällt denkbar gering aus.
  • 1. AUSRICHTEN Voraussetzung für eine präzise Funktion ist die penible Ausrichtung des Umwerfers. Das äußere Leitblech muss (anders als auf dem Foto) exakt parallel zu den Kettenblättern stehen. Mit den beiden Einstellschrauben stellen Sie den Schwenkbereich ein. Die H-Schraube begrenzt den Weg nach außen, die L-Schraube nach innen.
  • 2. HÖHE Neben der Ausrichtung des Winkels zwischen Umwerfer und Kettenblättern müssen Sie die Höhe des Umwerfers einstellen. Zwei bis drei Millimeter zwischen den Zähnen des großen Kettenblattes und dem äußeren Leitblech sind optimal. Wie am Schaltwerk, wird die Zugspannung über eine Zugspannschraube am Umwerferschalthebel reguliert. Ein Rausdrehen der Schraube lässt den Umwerfer weiter nach außen wandern und hievt die Kette leichter aufs größere Kettenblatt.
  • 3. SCHWENKBEREICH Schalten Sie aufs kleine Kettenblatt und hinten groß. Drehen Sie die L-Schraube so weit heraus, dass die Kette schleiffrei am inneren Leitblech des Umwerfers vorbeiläuft und bei allen Schaltvorgängen problemlos vom mittleren Kettenblatt heruntergehievt wird. Bewegt sich der Umwerfer trotz Rausdrehen der Schraube nicht weiter nach innen? Verringern Sie die Zugspannung am Schalthebel. Da es bei breiten Reifen Platzprobleme geben kann, achten Sie darauf, dass der Reifen nicht an den Umwerfer stößt.
  • Schalten Sie vorne aufs große Kettenblatt und hinten klein. Drehen Sie die H-Schraube so weit herein, dass die Kette geradeso schleiffrei läuft. Die Zugspannung ist optimal, wenn bei der Kettenposition vorne mitte, hinten groß, gerade noch 0,5 mm Platz zum inneren Blech ist. TIPP Weniger ist mehr. Gehen Sie bei der Justage mit Fingerspitzengefühl vor. Ändern Sie die Zugspannung nur in kleinen Schritten. (Fotos: Daniel Simon)