Bike-Mechaniker Super Dan löst jede Schrauber-Misere. In dieser Folge zeigt er, wie man Umwerfer und Schaltwerk richtig einstellt. (Teil 1 von 2)

  • UMWERFER AUSRICHTEN Falscher Winkel: Das Leitblech des Umwerfers ist nicht parallel zum Kettenblatt ausgerichtet. Bevor es an die Einstellung geht, müssen Winkel und Höhe, also die Position des Umwerfers, stimmen. Der Winkel lässt sich nur noch bei Schellenumwerfern einstellen. Direct-Mount-Umwerfer sind bereits ab Werk parallel ausgerichtet.
  • Richtige Höhe: Der Abstand vom äußeren Leitblech bis zum Kettenblattzahn sollte für geschmeidige Gangwechsel ein bis drei Millimeter betragen. Da die Zähne je nach Kettenblatt unterschiedlich hoch sind, müssen Sie sich am größten Zahn orientieren. Die Höhe des Umwerfers lässt sich bei fast allen Modellen (Ausnahme E-Typ) einstellen.
  • SCHWENKBEREICH BEGRENZEN Über die mit "L" gekennzeichnete Schraube begrenzen Sie den Schwenkbereich des Umwerfers nach innen Richtung Rahmen. "L" steht für Low und meint die kleinen Gänge bei niedriger Geschwindigkeit. Wenn die Kette auf dem kleinen Kettenblatt liegt und hinten auf dem größten Ritzel, muss sie schleiffrei am inneren Leitblech vorbeilaufen.
  • Die H-Schraube (für High) begrenzt den Aktionsradius des Umwerfers nach außen. Liegt die Kette auf dem großen Kettenblatt und dem kleinsten Ritzel, muss sie gerade so schleiffrei am äußeren Leitblech vorbeilaufen. Der Umwerfer darf sich bei weiterem Druck am Schalthebel nicht weiter nach außen bewegen und so die Kette abwerfen. 
  • Erklärung L- und H-Schraube
  • ZUGSPANNUNG EINSTELLEN Nachdem der Schwenkbereich des Umwerfers passt, wird die Zugspannung justiert. Durch Herausdrehen der Schraube (gegen den Uhrzeigersinn) wird die Zugspannung erhöht. Der Umwerfer wandert weiter nach außen und hievt die Kette schneller aufs größere Kettenblatt. Ein Reindrehen der Schraube verringert die Spannung.