• SYSTEM-LAUFRÄDER ODER CUSTOM? Leicht, schick und vor allem komplett: Mavic brachte mit den “Cross Max” die ersten System-Laufräder auf den Markt und schloss die Lücke zwischen Groß-Serie und Custom. Inzwischen haben sich System-Laufräder auch in der Tuning-Szene durchgesetzt. Kaum ein Biker stellt sich noch die Laufräder aus Einzelteilen selbst zusammen. Speichenberechnung, Einspeichen und Zentrieren beherrschen nur Spezialisten. Trotzdem: Wer das Optimum aus den Laufrädern holen will, kommt an der Custom-Fertigung nicht vorbei.
  • DICK ODER DÜNN – WELCHE FELGE? So vielfältig die Einsatzbereiche, so auch die Angebote an Felgen. Erste Entscheidung: Felge für Scheiben- oder Felgenbremse? Zweite Entscheidung: Rennen, Tour oder Freeride? CrossCountry-Felgen kommen meist mit einer Hohlkammer aus und sind mit 22 Millimetern Breite recht schmal. Freeride- und Downhill-Felgen sind deutlich breiter und haben typischerweise drei Doppelkammern für mehr Stabilität. Die Standard-Lochzahl beträgt 32, leichte Biker kommen aber auch mit 28 Speichen aus. Schwere Downhill-Kaliber nehmen besser 36.
  • SCHLAUCHLOS ODER STANDARD? Schlauchlos-Systeme haben sich zwar etabliert, aber noch längst nicht durchgesetzt. Hauptgrund ist die schwierige Ursachensuche bei Platten. Reifen, Dichtgummi, Ventil, Felge – alles kommt in Frage. Im Zweifel muss schließlich doch ein Schlauch montiert werden, was aber selbst unterwegs problemlos möglich ist. Zwei Argumente sprechen deutlich für “Tubeless”: Durchschläge machen ihnen nichts aus – es kann mit weniger Luftdruck gefahren werden.
  • DIE RICHTIGE SPEICHENLÄNGE Die Berechnung der Speichenlänge ist eine Kunst für sich und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Relativ einfach funktioniert es mit Berechnungsprogrammen wie “Radowahn” (zu finden unter anderem auf der Homepage von Tune www.tune.de oder bei DT Swiss www.dtswiss.com Sorry, Mathe-Asse: Zum Abdrucken ist die Formel zu lang. Beste Methode: den Händler fragen. Vorsicht: Manche Hinterbauten sind asymmetrisch. Das Laufrad muss entsprechend eingespeicht werden.
  • HIGHEND-NABEN: EINE KLASSE FÜR SICH Auf den ersten Blick gleichen sich alle Naben. Die Unterschiede liegen im Detail – in Gewicht oder Haltbarkeit. Während schwere Stahlachsen und Stahlfreiläufe bei Groß-Seriennaben aufs Gewicht drücken, verwenden Custom-Schmieden Alu, Titan und sogar Carbon (für Achsen). Zudem sind die Lager wesentlich aufwändiger gedichtet. Naben wie die von Tune kosten zwar ein Vermögen, wiegen aber nur die Hälfte wie Shimanos Top-Pärchen “XTR”.
  • TUNING-SPANNER Einen greifbaren Funktionsvorteil haben Tuning-Spanner im Vergleich zu Shimanos Standard-Klemmen nicht. Das Geld investiert man vor allem in Optik. Auch die Gewichtsersparnis hält sich in Grenzen – bei Schnellspannern sind maximal etwa 150 Gramm möglich. Und die muss man sich teuer erkaufen. Die Kultteile von Salsa (rot/grün) beispielsweise kosten 63 Euro, sind mit 109 Gramm aber keine Rekordgewichte. Die Minimalklemmen von Tune wiegen nur 19 Gramm, empfehlen sich aber nicht für den rauen Offroad-Einsatz.
  • SPANNER MONTIEREN Bunte Spanner sind der Hingucker und sparen noch ein paar Gramm Gewicht. Fest, aber nicht zu fest spannen.
  • RITZEL MONTIEREN Bei der Montage der Ritzel gibt es nicht viel zu beachten – der Abschlussring sollte aber mit Schmackes angezogen werden.
  • SCHALTUNG EINSTELLEN Eigentlich geht es nur um zwei Schrauben – trotzdem vor dem Einstellen der Schaltung den Beipackzettel lesen.
  • DIE WELTNEUHEIT Marathon-Ass Thomas Frischknecht fährt sie: Die ”CXC1” von Tufo sind die ersten Schlauchreifen für Mountainbikes. Sie sollen pannensicher sein und sich ruckzuck wechseln lassen. Gewicht: 610 Gramm. Info: www.tufo.com
  • SUPER-LEICHTBAU Ein Hauch von Gummi, zarte Nöppchen, schmale Schulter: Der ”MaxxLite 310” von Maxxis wiegt nur 310 Gramm, was er vor allem seinem homöopathischen Materialeinsatz verdankt. Super Beschleunigung, kaum Durchschlagschutz. Preis: 65 Euro. Info: www.maxxis-tires.de
  • REIFEN AUFZIEHEN Wir haben uns für normale Felgen entschieden. Vorsicht mit den Reifenhebern – nicht den Schlauch quetschen.
  • ”GUTE LAUFRÄDER MACHEN SPASS!” Wann lohnt sich ein neues Laufrad? Vor allem dann, wenn man relativ einfache Serienlaufräder hat. Dann kann man fast nur gewinnen: an Gewicht, an Steifigkeit, Langlebigkeit und in der Konsequenz an Fahrspaß! Einfache Laufräder haben üblicherweise nicht konifizierte Speichen, einfache Naben und gesteckte Felgen. Was ist besser, System-Laufrad oder Custom-Rad? Individuell aufgebaute Laufräder lassen bei der Spezifikation jeden vernünftigen und ausgefallenen Wunsch zu. Man kann sich austoben und sich dann freuen, dass man ein Laufrad fernab jeder Serienausstattung hat, dass es womöglich ganz selten so zu finden gibt – das ist dann Tuning in Reinkultur. Für schwere Fahrer ist ein extra gebautes Laufrad besonders empfehlenswert, da System-Laufräder meist auf ein Fahrergewicht von etwa 80 Kilo ausgelegt sind. Bei der Optik sind System-Laufräder allerdings kaum zu schlagen. Wie finde ich das richtige Laufrad? Wie bei Bikes auch: Leichte Laufräder mit weniger Speichen sind für die Racer. Bis zum Freerider werden alle Komponenten immer stabiler, aber auch schwerer. Die Unterschiede sind jedoch geringer als bei den Bikes. Ein Laufradsatz mit einer leichten Highend-Nabe z. B. von Tune und der neuen DT-”EX5.1”-Felge geht problemlos von Race bis Enduro. Dazu ein leichter, breiter Reifen, leichte Schläuche und fertig ist die fast eierlegende Wollmilchsau . Lohnt es, einzelne Komponenten zu tauschen? Ein Neuaufbau mit einer gebrauchten Nabe lohnt sich bei billigeren, konusgelagerten Naben nicht unbedingt. Bei industriegelagerten Naben, die voll servicefähig sind oder revidiert werden können, ist das kein Problem. Hier lohnt sich der Austausch einer durchgebremsten Felge. Von gebrauchten Speichen, Nippeln oder Felgen rate ich dringend ab. Was macht eine gute Nabe/Felge aus? Gut gemachte industriegelagerte Naben lassen sich theoretisch unendlich oft warten und laufen nach einer Revision wieder wie am ersten Tag! Eine Felge sollte aus hochwertigem Alu bestehen und perfekt verarbeitet sein. Sie hat in jedem Fall einen geschweißten Stoß und sollte spannungsfrei sein, also auch uneingespeicht keinen Achter haben. INTERNET Laufräder: Mavic: www.mavic.com DT Swiss: www.dtswiss.com Action Sports: www.actionsports.de Cane Creek: www.canecreek.com Extralite: www.extralite.com FRM: www.frmbike.de FSA: www.fulsspeedahead.com Heylight: heylight.de Magura: www.magura.de Ritchey: www.ritcheylogic.com Tune: www.tune.de Vuelta: www.vueltausa.com Reifen: Continental: www.conti-online.de Michelin: www.michelin-fahrrad.de Schwalbe: www.schwalbe.de