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Kaufberatung für Mountainbike Einsteiger

Das Ein-Mal-Eins der Bauteile eines Mountainbikes

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Unterschiedlichste Komponenten, unendlich viele Kategorien – gerade Einsteiger sind beim Mountainbike-Kauf oft überfordert. Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Informationen und klären alle Fragen.

DAS KLEINE 1X1 DER BAUTEILE AM MOUNTAINBIKE


Was müssen die Einzelteile eines Mountainbikes können? Und was verändert sich, wenn ich mehr Geld ausgebe?

Rahmen

Der Rahmen ist das Herzstück jedes Bikes. Das Gewicht und die Verarbeitung sind nur zwei Parameter, auf die man beim wichtigsten aller Bauteile achten sollte. Checken Sie die Geometrie des Bikes gründlich. Der Trend in allen Kategorien geht zu immer flacheren Lenkwinkeln, kurzen Hinterbauten und langen Hauptrahmen (siehe auch Seite 78). Komplett-Bikes haben meist in vielen Preisklassen denselben Rahmen verbaut. Ledig­lich die Top-Modelle bestehen aus Carbon statt aus Alu. Gute Carbon-Hardtails sind ab 2000 Euro erhältlich. Bei Fullys muss man meist schon über 3500 Euro für ein Kohlefaser-Chassis investieren. Achten Sie darauf, ob oder wie viel Flaschenhalter montiert werden können. Ein Halter ist Pflicht.

Reifen

Reifen sind das am meisten unterschätzte Bauteil. Kaum eine Komponente beeinflusst das Fahrverhalten so maßgeblich. Breite Schlappen mit grobem Profil machen aus einem Trailbike einen Abfahrtsräuber, schmale Pneus sparen Gewicht und ermöglichen den Marathon-Start mit ein und demselben Bike. Achten Sie neben dem Profil vor allem auf die Bauweise. Günstige Reifen haben einen Drahtkern, bei teureren Versionen wird ein faltbarer Kevlarfaden verarbeitet. Bei Schwalbe und Conti haben die hochwertigen Reifen ein "Evolution"- beziehungsweise ein "Racesport"-Label. Je breiter der Reifen, desto besser fährt er sich in der Abfahrt.

Georg Grieshaber Lohnen sich teure Komponenten am Bike?

Fahrwerk

Dämpfer und Federgabel sind nach dem Rahmen oft das teuerste Bauteil eines Komplett-Bikes. Moderne Mountainbikes werden über den Luftdruck in den Federelementen an das Gewicht des Fahrers angepasst. Je teurer das Bike wird, desto vielfältiger werden die Einstellmöglichkeiten. Neben der standardmäßig einstellbaren Zugstufe (Ausfedergeschwindigkeit), kann man bei hochwertigen Fahrwerken zusätzlich die Druckstufe (Einfedergeschwindigkeit) einstellen. Gute Federelemente haben eine Plattform- und Lockout-Funktion, um nerviges Pumpen im Wiegetritt zu vermeiden. Cross-Country-Bikes sind oft sogar vom Lenker aus blockierbar.

Lenker, Vorbau und Sattelstütze

Bei günstigen Einsteiger-Bikes sind diese Anbau- teile meist aus Alu. Erst im hochpreisigen Segment setzen die Hersteller auf Carbon. Je kürzer der Vorbau, desto direkter wird das Handling eines Bikes. Vor allem bei den abfahrtsorientierten Bikes schrumpft die Vorbaulänge auf ein Minimum von 40 bis 60 Millimetern. Vorbauten mit einer Länge von über 100 Millimetern sind selbst an Hardtails veraltet. Dafür sind in den letzten Jahren die Lenker für ein besseres Handling breiter geworden. 700 bis 760 Millimeter sind der Standard. Teure Bikes haben oft Teleskopstützen, um in der Abfahrt die Bewegungsfreiheit zu erhöhen.

Bremsen

Hydraulische Scheibenbremsen haben sich mittlerweile an Mountainbikes etabliert. Normal hat ein Bremssattel zwei Bremskolben. An Enduro-Bikes kommen für mehr Bremspower sogar Sättel mit vier Kolben zum Einsatz. Bei hochwertigen Bremsen lässt sich der Hebel ohne Werkzeug in seiner Position verstellen und ist zudem oft aus Carbon. Je größer die Bremsscheibe, desto besser verzögert die Bremse. 180 Millimeter Durchmesser am Vorderrad sind Standard, schwere Fahrer können mit 200er-Scheiben die Bremsleistung nochmals erhöhen.

Laufräder

Zusammen mit den Reifen bilden die Laufräder den größten Teil der sogenannten rotierenden Masse. Je geringer das Gewicht der Laufräder (und das der Reifen) ist, desto leichter lässt sich ein Bike beim Antritt beschleunigen. Mavic, DT Swiss oder andere Hersteller haben Systemlaufräder, mit aufeinander abgestimmten Speichen, Felgen und Naben im Programm. Systemlaufräder sind optisch oft sehr ansprechend, bei Speichenbrüchen oder kaputten Felgen ist es aber meist schwer, Ersatz zu bekommen. Herkömmlich eingespeichte Laufräder mit 32 Speichen funktionieren genauso gut. Achten Sie beim Kauf auf breite Felgen (Maulweite mindestens 22,5 mm) und Steckachsen an den Naben. Schnellspanner sind weniger steif und schwieriger exakt einzubauen.


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