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Tipps zum Mountainbike kaufen

Kaufberatung: 10 wichtige Tipps für den Bike-Kauf

BIKE Magazin am 26.03.2013

Sie wollen ein Mountainbike kaufen? So wird die Shopping-Tour zum Erfolgserlebnis: Viel Bike für wenig Geld – mit unseren zehn Tipps finden Sie die besten Mountainbike-Schnäppchen...

1. Der richtige Bike-Shop/Händler

Einsteigern sollten, wenn möglich, beim Fachhändler kaufen. Dort erhalten Novizen neben einer kompetenten Beratung die Möglichkeit, verschiedene Bikes zu vergleichen. Bei einer Probefahrt lassen sich die Unterschiede bei Sitzposition und Ausstattung direkt "erfahren". Dieses Fahrgefühl ist durch nichts zu ersetzen! Auch der technische Service vor Ort, wie Fahrwerksabstimmung oder Anpassung einzelner Komponenten ist ein großer Pluspunkt. Die Alternativen zum Shop: Seriöse Internet-Versandhändler bieten heute ausgeklügelte Online- und Telefonberatungen an. Wer sich bereits intensiver mit dem Thema Mountainbike beschäftigt hat, der kann auch per Mausklick sein Traum-Bike finden. Technisches Geschick ist auf jeden Fall von Vorteil, da man in der Regel bei der End-Montage Hand anlegen muss. Gebrauchtkauf als dritte Variante ist nur Experten zu empfehlen, die den Zustand eines Bikes sehr genau beurteilen können.

2. Gutes Timing

Ein wichtiger Punkt! Meiden Sie auf jeden Fall die typischen Stoßzeiten, wie beispielsweise die Tage um Ostern herum, oder die ersten warmen Tage im Frühjahr. Denn eine kompetente Beratung dauert länger als ein paar Minuten! Das zeichnet einen guten Shop schließlich aus. Selbst wenn Sie gut vorbereitet in den Laden kommen, leidet die Qualität eines Verkaufsgesprächs, wenn der Händler unter Stress steht. Vielleicht können Sie sich fürs Shopping mal einen Vormittag unter der Woche freinehmen, oder Sie vereinbaren für eine ausführliche Beratung inklusive Vermessung vorab einen Termin. Wer es nicht eilig hat, kann mit dem Kauf auch bis in den Herbst warten und dann mit reduzierten Auslaufmodellen das eine oder andere Schnäppchen sichern.

3. Was für ein Typ Biker sind Sie?

Ein kompetenter Verkäufer wird zu Beginn zwei Fragen stellen: die nach dem Einsatzbereich und die nach
dem Budget (siehe nächster Tipp). Darüber sollten Sie sich also vorab schon mal ein paar Gedanken machen. Wollen Sie beispielsweise, wie das Gros der Biker, hauptsächlich Touren fahren? Steht vielleicht sogar eine Alpenüberquerung auf dem Programm? Oder sind Sie eher im hügeligen Mittelgebirge unterwegs? Wollen Sie es komfortabel oder sportlich angehen lassen? Vielleicht sogar in den Bikepark? Abklären!

4. Geld sinnvoll investieren

Die preiswertesten Bikes findet man in der Klasse der 26-Zoll-Hardtails. Unser Test in BIKE-Ausgabe 02/2013 hat gezeigt, dass Einsteiger für rund 1000 Euro ein ordentlich ausgestattetes Bike mit Alu-Rahmen bekommen. Das Schaltwerk ist dabei weniger wichtig als eine gute Federgabel! Denn auch mit preiswerten Komponenten flutschen die Gänge tipptopp. Gute 29-Zoll-Hardtails sind in dieser Klasse jedoch noch selten, und wenn, dann meist zu schwer und träge. Hier lohnt es sich, mehr zu investieren. Bei Fullys beginnt der Spaß bei rund 1500 Euro.

5. Fully oder Hardtail?

Ein vollgefedertes Fahrwerk hat im Gelände mess- und spürbare Vorteile gegenüber einem Hardtail. Das betrifft den Komfort (man fährt entspannter) als auch die Traktion. Die Reifen gleiten quasi über Hindernisse und halten ständig Kontakt mit dem Boden. Nicht zu vergessen der Einfluss auf die Psyche des Piloten: Man fährt kontrollierter und sicherer bergab. Für ein Hardtail sprechen vor allem Preis und Gewicht. Beispiel: In der Fully-Einsteiger-Klasse (1500 Euro) bekommt man bereits Race-taugliche 26-Zoll-Hardtails um zehn bis elf Kilo Gewicht. Weiterhin sind Hardtails in gemäßigtem Gelände eine gute Wahl.

6. Drei Laufradgrößen? Nicht verwirren lassen!

Twentyniner, also Bikes mit 29-Zoll-Laufrädern, erobern derzeit den Markt. Sie spielen ihre Vorteile – bessere Traktion und Komfort – besonders bei Hardtails aus. Manche Hersteller bieten gar keine 26-Zoll-Hardtails mehr an. Bikes mit dem neuen Laufradmaß 27,5 Zoll sind bisher noch eine Randgruppe. Langhubige All Mountains und Enduros profitieren jedoch von den Rolleigenschaften der mittelgroßen Räder. Bremsen und Schaltung Selbst Bikes der Einsteigerklasse sind heute in der Regel mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgerüstet. Und das sollte auch bei Ihrem neuen Bike so sein. Im Zweifel nachfragen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Scheibendurchmesser vorne 180 Millimeter beträgt. Nur hinten sind 160 Millimeter okay, oder wenn der Fahrer sehr leicht ist. Wenn Sie hauptsächlich Touren fahren wollen, sollten Sie bei der Übersetzung auf eine große Bandbreite achten. Eine Dreifach-Kurbel ist für Einsteiger auf jeden Fall sinnvoll. Kurbeln mit nur zwei Kettenblättern schalten zwar leichter, sind aber eher für erfahrenere Piloten geeignet, die ihre Kondition und Bedürfnisse besser einschätzen können.

7. Welche Bremsen und welche Schaltung?

Selbst Bikes der Einsteigerklasse sind heute in der Regel mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgerüstet. Und das sollte auch bei Ihrem neuen Bike so sein. Im Zweifel nachfragen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Scheibendurchmesser vorne 180 Millimeter beträgt. Nur hinten sind 160 Millimeter okay, oder wenn der Fahrer sehr leicht ist. Wenn Sie hauptsächlich Touren fahren wollen, sollten Sie bei der Übersetzung auf eine große Bandbreite achten. Eine Dreifach-Kurbel ist für Einsteiger auf jeden Fall sinnvoll. Kurbeln mit nur zwei Kettenblättern schalten zwar leichter, sind aber eher für erfahrenere Piloten geeignet, die ihre Kondition und Bedürfnisse besser einschätzen können.

8. Die richtige Rahmengröße beim Mountainbike

Um einen Anhaltspunkt für die zu Ihnen passende Rahmengröße zu erhalten, wird der Fachhändler Ihre Schritt- oder auch Innenbeinlänge ermitteln. Das können Sie vorab erledigen: Ohne Schuhe mit dem Rücken gegen eine Wand stellen und ein Buch waagerecht nach oben in den Schritt schieben. Dann den Abstand von Boden zu Buchoberkante messen. Das Ergebnis in Zentimetern mal 0,226 ergibt die Rahmenhöhe in Zoll. Theoretisch. Eine Probefahrt bleibt Pflicht!

9. Bike-Zubehör einkalkulieren

Man muss nicht von Beginn an aussehen wie ein Profi. Aber auch für die ersten Touren empfehlen wir folgende Minimalausstattung: Helm, Bike-Hose, Funktionsunterhemd, Trikot und Handschuhe. Turnschuhe in Verbindung mit Plattformpedalen sind für den Anfang okay. Aber man wird selbst nach nur wenigen Touren merken, dass sich auch die Investition in Klickpedale und Bike-Schuhe lohnt. Tipp: Fragen Sie den Händler nach Rabatt in Form von Zubehör, zum Beispiel Ersatzschlauch, Satteltäschchen, Pumpe oder Mini-Tool.

10. Brauchen Frauen spezielle Mountainbikes?

Alle namhaften Hersteller bieten Damenmodelle an, deren Geometrie und Parts auf die Anatomie von Frauen zugeschnitten sind. Die Rahmen gibt es vor allem in besonders kleinen Größen und meist mit kurzem Oberrohr. Aber nicht, weil Mädels grundsätzlich kürzere Arme oder Oberkörper haben, sondern weil sie lieber aufrechter sitzen. Ein Test lohnt sich insbesondere für Fahrerinnen unter 170 Zentimeter Körpergröße. Achten Sie beim Kauf aufs Gewicht und die Fahrwerksabstimmung. 29-Zoll-Bikes sind bei kleinen Rahmengrößen
nicht die erste Wahl.

5 Spartipps fürs Bike-Kaufen

• RESTPOSTEN
Fast immer finden sich im Sortiment der Shops noch einzelne Bikes der Vorsaison. Da sind oft 20 bis 30 Prozent Rabatt drin.

• VORFÜHR-BIKES
Gute Händler haben Vorführräder, die nach einer gewissen Zeit verkauft werden. Meist günstig – Rundum-Check inklusive.

• TUNING
Im guten Fachhandel ist es üblich, Kleinteile wie Lenkergriffe und Sattel auf Wunsch des Kunden anzupassen. Meist ohne Aufpreis.

• VERGLEICHEN
Muss es wirklich Carbon sein? Checken Sie, ob die teure Modell-Variante auch wirklich ihr Geld wert ist. Mit einem Alu-Rahmen lassen sich etwa 500 Euro sparen.

• GEBRAUCHTKAUF
Second-Hand-Bikes können Schnäppchen sein, aber nur Experten können Top-Angebote von Blendern unterscheiden!

BIKE Magazin am 26.03.2013
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