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Kaufberatung: Welches E-Mountainbike passt zu mir?

Wegweiser durch den E-MTB-Dschungel

Markus Greber am 30.11.2019

Sie wollen ein E-MTB kaufen, fühlen sich aber mit dem Angebot überfordert? Verständlich, denn die Vielfalt ist riesig. Vor dem Kauf sollten Sie sich daher ein paar grundsätzliche Fragen stellen.

Wer noch vor wenigen Jahren vom klassischen Bike auf ein E-MTB umsatteln wollte, hatte leichtes Spiel. Nur eine Handvoll Hersteller hatten überhaupt geländetaugliche E-Bikes im Programm. Ein paar Hardtails für eine Randzielgruppe, Fullys gab es praktisch keine. Niemand hätte gedacht, dass sich der Spieß in so kurzer Zeit umdrehen würde. Heute stecken viele Hersteller mehr Geld in die Entwicklung der motorisierten Bikes, einige haben sich sogar ganz aus dem rein muskelbetriebenen Mountainbike-Segment verabschiedet. Der E-MTB-Markt boomt, aber die Folge ist ein schier undurchdringlicher Dschungel aus unterschiedlichen Kategorien, Modellen und Preisklassen. Und während sich beim klassischen Bike die Fragen um Federungen, Schaltungen, Scheibenbremsen, Laufräder und Gewichte drehen, fällt der Fokus jetzt vor allem auf den Antrieb. Der Markt bietet zahlreiche Motorenfabrikate, und auch die Vielfalt verfügbarer Akku-Lösungen wird immer größer.

Ein komplexes Thema, bei dem man sich schnell überfordert sieht. Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen daher erst mal eine grobe Orientierung geben. Danach sollten Sie in der Lage sein, die wichtigsten Fragen für sich beantworten zu können: Welcher E-MTB-Typ bin ich? Was soll mein Bike können? Welcher Antrieb passt am besten zu meinen Ansprüchen? Wie viel Akku-Kapazität brauche ich? Soll der Akku integriert sein oder einfach zu tauschen? Und natürlich: Was kostet der ganze Spaß überhaupt? Wenn Sie darauf die passenden Antworten gefunden haben, können Sie ruhigen Gewissens den Weg in den nächsten Bikeshop antreten. Wenn Sie zuvor schon tiefer in die Materie eindringen wollen, finden Sie in EMTB eine Fülle weiterer Informationen. So haben wir 21 Bikes aus unterschiedlichen Kategorien in dieser Ausgabe getestet. Viel Erfolg!

TYPEN-FRAGE

Wer einen Sportwagen sucht, braucht sich nicht im Diesel-Segment umzuschauen. So ähnlich verhält sich das auch bei der Suche nach dem passenden E-Bike. Für jeden Einsatzzweck gibt es mittlerweile den passenden Untersatz. Man muss sich nur im Klaren sein, was man damit anstellen will. Wollen Sie vorwiegend auf Schotterwegen ein bisschen Bergluft schnuppern, dann brauchen Sie keine 160 Millimeter Federweg. Wer den Spaß im Gelände sucht, wird mit einem Hardtail nicht glücklich werden. Machen Sie sich also Gedanken, welcher Biker-Typ Sie sind, wo Sie hauptsächlich biken, welche sportlichen Voraussetzungen Sie mitbringen, aber auch, was Sie sich als Ziele vorgenommen haben. Auf den nächsten Seite helfen wir Ihnen dabei.

PREIS-FRAGE

Alles dreht sich ums Geld – natürlich auch bei der Auswahl des E-MTBs. Wie viel man für ein Bike ausgeben muss, hängt natürlich davon ab, was man damit machen will – also wo und wie intensiv man das Bike nutzt. Ganz grob geht der Offroad-Spaß bei etwa 2300 Euro los. Dafür bekommt man ein Hardtail, das man im einfacheren Gelände einsetzen kann. Vollgefederten Bikes sind kaum Grenzen gesetzt – limitierend wirkt hier eher die eigene Fahrtechnik. Bei Fullys liegt der Einstieg bei etwa 3300 Euro. Das beste Preis/Leistungsverhältnis findet man in der Preisklasse zwischen 3500 und 4500 Euro.


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Markus Greber am 30.11.2019
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