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So finden Sie Top-Bikes zum Spartarif

Stefan Loibl/Christian Artmann am 05.04.2017

Regenwochen, verunsicherte Kunden und E-MTB-Abwanderer: Die Händler stöhnen, weil die Läden voller Mountainbikes stehen. Die Folge: Wir verraten, welche Top-Bikes Sie zum Spartarif bekommen.

Der Mensch ist ständig auf der Jagd nach Glücksgefühlen. Die große Fernreise, das Fünf-Gänge-Menü, der Kick im Downhill – alles folgt dem Prinzip von Verlangen und Belohnung. Ganz ähnlich funktioniert auch die Schnäppchenjagd: Neurowissenschaftler haben nachgewiesen, dass wir mit einem Schnäppchenkauf das Belohnungssystem im Gehirn stimulieren. Und natürlich wissen Bikeshops, Online-Händler und Versender, welche Reize sie setzen müssen, um diese Mechanismen zu aktivieren: Preisrabatte in roten Lettern, übergroße zweistellige Prozente zum Beispiel.

Kaum erreicht die Transalp-Welle in den Sommermonaten ihren Höhepunkt, purzeln im Handel bereits die Preise für neue, aktuelle Bikes. Eigentlich absurd, denn für viele hat die Touren-Saison erst vor wenigen Wochen so richtig begonnen. Doch die Hersteller halten sich immer weniger an klassische Produktzyklen. Das Fernbleiben großer Hersteller wie Cube, Focus oder Trek von der Eurobike untermauert das. Immer öfter werden in den Sommermonaten neue Bikes vorgestellt, die bereits ab Herbst in die Läden rollen. Für Schnäppchenjäger eine erfreuliche Nachricht. Denn nun muss man nicht bis zum Herbst warten, um nach günstigen Bikes zu suchen. Vor allem der 2016er-Jahrgang scheint in dieser Hinsicht ein sehr lukrativer zu werden. Denn laut unseren Recherchen blickt die gesamte Branche auf ein schwieriges Frühjahr zurück. Mit Preissenkungen und Rabattaktionen zu Jahresbeginn versuchten Trek und Specialized früh, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Ohne Erfolg. Viele Händler stöhnen, die Shops und Lager stehen voll mit Bikes. Vor allem der Verkauf hochpreisiger Fullys läuft zäh. Sogar Versender wie Radon oder Canyon, deren Preise in der Regel wenig Spielraum für Nachlässe bieten, werden nachgiebig. Für den Handel und einige Hersteller schwierige Zeiten, für Endkunden dagegen eine Chance, sich bereits jetzt eines der Top-Bikes der Saison 2016 günstig zu sichern.

Ob Ghost, Scott, Cannondale oder Trek, ausgewählte Top-Bikes wie ein Habit, Scale oder Fuel EX bekommt man derzeit mit 15–20 Prozent Rabatt – online und beim Händler des Vertrauens. Damit Sie in der aktuellen Rabattflut den Überblick behalten, haben wir BIKE-Tests durchforstet, Online-Preise verglichen und Händlerprospekte gecheckt. Das Ergebnis: In drei Preisbereichen haben wir insgesamt 20 erstklassige Bikes herausgefiltert, die es momentan zum Schnäppchenpreis gibt – Glücksgefühl inklusive. 

MTB-SCHNÄPPCHEN SCHLAGEN? SO KLAPPT'S....

Ein Schnäppchenkauf stimuliert das Belohnungssystem im menschlichen Gehirn. Damit die Jagd erfolgreich verläuft, hier fünf heiße Tipps, viel Bike für wenig Geld abzuräumen:

2016er-Bikes: Wer keinen Wert auf die neueste Schalttechnik legt, sollte sich nicht am Modelljahr festbeißen. Nahezu jeder Händler drückt ein Auge zu, wenn der Lagerbestand aus der Vorsaison in Bares umgewandelt wird. Heiße Rabatt-Kandidaten sind Bikes, deren Nachfolger bereits feststehen. Z. B. Rocky Mountain Element, Scott Scale, Giant Trance oder Trek Remedy.

Farbe? Egal! Nichts verkehrt macht man mit bewährten Durchläufern, die seit Jahren überzeugende BIKE-Testurteile abräumen. Beispielsweise ein Cube Stereo 120 oder 140, Canyon Spectral oder Focus Raven 29. Oft bekommen diese Bikes lediglich einen neuen Anstrich. Auch 2015er-Durchläufer kriegt man noch vereinzelt.

Alu statt Carbon: Ihre Technologieträger präsentieren alle Hersteller in pompösen Carbon-Modellen. Von derselben Technik zum bezahlbaren Preis kann man aber auch in den Alu-Varianten profitieren. Dann verzichtet man zwar auf Highend-Komponenten, zahlt aber für erstklassige Bikes nur einen Bruchteil. Z. B. Canyon Strive, Ghost SL AMR.

Trek: Bereits im Februar reduzierten die Amis ihre Preise für 2016er-Bikes – um bis zu 20 Prozent. Davon profitierten vor allem Mittelklassemodelle. Nun wurden zudem die Nachfolger von Fuel EX und Remedy vorgestellt. Das dürfte den Preis der lagernden Bikes noch mal drücken. So bekommt man ein Fuel EX 7 27.5 bereits für deutlich unter 2000 Euro, das Superfly 9.6 bei Stadler für 1299 Euro – mit bis zu 40 Prozent Rabatt.

Specialized:  Mit 20 Prozent Preisnachlass sprintete Specialized ins Frühjahr. Laut unserer Recherche bekommt man die reduzierten Bikes – wie beispielsweise die Comp-Carbon-Versionen von Stumpjumper FSR oder Camber – leider derzeit nicht mehr zu den Aktionspreisen. Doch Nachfragen lohnt sich, denn die Bikes sollten noch bei einigen Specialized-Händlern im Laden stehen.

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Stefan Loibl/Christian Artmann am 05.04.2017
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