Kaufberatung: Mountainbike-Helme für Kinder

Fahrradhelme für Kinder: Darauf müssen Eltern achten!

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 4 Jahren

Sichere Schale: Dass Kinder nur mit Helm aufs Fahrrad steigen, steht außer Frage. Wir verraten, worauf es beim Kauf eines Kinderhelms ankommt und was es beim Tragen zu beachten gibt.

Perfekter Sitz

Ein schlecht eingestellter Fahrradhelm bietet unter Umständen kaum Schutz. Erklären Sie dem Kind, wie der Helm sitzen muss, und lassen Sie den Helm im Zweifel vom Fachverkäufer anpassen. Die Grundregeln: Die Stirn darf nicht freiliegen, und der Helm muss schon mit offenem Kinnband "schüttelfest" sitzen. Der Kinnriemen darf nicht nach vorne übers Kinn rutschen können, sollte aber auch nicht unnötig festgezogen werden. (siehe Foto oben)

Achtung: Hier kann man leicht zarte Kinderhaut einzwicken.

Moralische Unterstützung

Das Helmtragen sollte für Kinder so angenehm wie möglich sein. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Verschluss am Kinn wenig "Zwick-Potenzial" bereithält und das Drehrad am Hinterkopf keine Haare einklemmt. Auch ein Insektenschutz in den Belüftungsöffnungen trägt dazu bei, dass der Bike-Ausflug mit Helm für die Kleinen nicht zum Horrortrip wird.

Passform am Rädchen auf "angenehm, aber sicher" einstellen.

Kleinkinder

Soll der Nachwuchs im Kindersitz oder einem Anhänger unterwegs sein, muss der Helm zu diesem Einsatzzweck passen. Ein abgeflachtes Heck kann sinnvoll sein, damit der Helm nicht permanent nach vorne gedrückt wird. In diesem Fall gilt: vor dem Kauf nicht nur den Sitz des Helms, sondern auch die Passung mit Kindersitz oder -anhänger checken.

Auch auf dem Rücksitz gilt: Helm auf!

Alpina Carapax Jr.

Enduro-Feeling und Trail-Spaß wie bei den Großen, dafür steht der Carapax Jr. Alpina legt Wert auf gute Anpassbarkeit und baut einen Insektenschutz an die vorderen der 15 Lüftungslöcher. Passend für einen Kopfumfang von 51 bis 56 Zentimetern. Gibt’s auch mit integriertem Rücklicht.
Gewicht  230 Gramm, Preis  64,95 Euro.

Kinderhelm: Alpina Carapax Jr. *

Cratoni Maxster Pro

Auch der neue Kinderhelm von Cratoni orientiert sich an modernen All-Mountain-Helmen für Erwachsene: Die Hinterseite ist für optimalen Schutz weit heruntergezogen, und per Einhand-Drehknopf lässt sich der Helm auf den Kopfumfang anpassen. Am Kinnriemen ist ein Zugband integriert, das auch Kleinkinderhänden ein leichtes Öffnen ermöglicht. Pfiffig: Im Verschluss am Hinterkopf ist ein rotes Rücklicht integriert. Die Fakten: 14 Ventilationsöffnungen, Insektenschutz, Gewicht  230 Gramm, zwei Größen, Preis  49,95 Euro.

Kinderhelm: Cratoni Maxster Pro *



Interview mit Sebastian Schwager, Produkt-Manager Helme bei Alpina:
"Da wächst er schon noch rein' – dieses Argument darf es beim Helmkauf nicht geben."


Was sollten Eltern beim Helmkauf für den Nachwuchs beachten?
Entscheidend sind die Einstellmöglichkeiten und der Tragekomfort – denn nur einen bequemen Helm setzen Kinder auch gerne auf. Also unbedingt Zeit zum Anprobieren nehmen, um herauszufinden, ob der Helm wirklich zur Kopfform passt. Auch ein Kind merkt relativ schnell, ob der Helm irgendwo drückt. Kinderköpfe wachsen übrigens in verschiedene Richtungen – dementsprechend sollten die Helme auch in der Breite gut anpassbar sein.


Gibt es Unterschiede zwischen Kinder- und Erwachsenenhelmen?
Gerade bei Kleinkindern ist die Anordnung der Belüftungsöffnungen entscheidend. Der Helm soll natürlich gut belüftet, aber der Kopf nicht direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Und bei einem Kinderhelm legen wir noch mehr Wert auf gute Polsterung und bequemen Sitz als bei einem Performance-orientierten Helm.


Normaler Helm in kleiner Größe – geht das?
Wenn er von der Kopfform passt, ist das grundsätzlich kein Problem. Hier gilt umso mehr: ausgiebig anprobieren.
Für den schnell wachsenden Nachwuchs ist ein Helm mit besonders großem Verstellbereich natürlich interessant.


Macht das Sinn?
Wenn ich als Helmhersteller nur darauf achte, eine Sicherheitsnorm zu bestehen, kann ich einen sehr großen Verstellbereich realisieren. In der Praxis gilt aber: Je enger das Material am Kopf sitzt, je weniger ich den Helm also kleinstellen muss, desto sicherer ist er. Das klassische Argument "Da wächst er schon noch rein" darf es beim Helmkauf nicht geben.

Sebastian Schwager, Produkt-Manager Helme bei Alpina


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Themen: HelmKaufberatungKinder


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