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Kaufberatung für Mountainbike-Einsteiger

MTB-Einsteiger: Der Weg zum richtigen Bike

Ludwig Döhl am 20.12.2016

Wer als Neuling auf den Mountainbike-Zug aufspringen will, sollte wissen, wohin die Reise geht. Wir führen Sie sicher durch den Dschungel und verraten, was wichtig ist beim Einstieg in den Bike-Sport.

Die große Frage: Welcher Typ bin ich?

Biken hat viele Facetten. Seit der Erfindung des Mountainbikes vor knapp 40 Jahren hat sich einiges getan. Zottelige Hippie-Typen wie Charlie Kelly oder Joe Breeze traten damals mit umgebauten Beach Cruisern zur Jagd auf die Bestzeit beim ersten aller MTB-Rennen an, dem "Repack Downhill" bei San Francisco. Heute hält die Industrie – salopp gesagt – für jede Felsblockgröße eine eigene Bike-Kategorie bereit. Allrounder wie All Mountains oder Trailbikes schlagen sich in jeder Disziplin gut, wohingegen Spezialisten wie Marathon-Fullys oder Enduros eigens auf ihren Einsatzbereich getrimmt wurden. Wer sich mit dem falschen Bike über die Alpen quält oder im Bikepark zu Tal rast, dem vergeht schnell der Spaß. Wir führen Sie mit den wichtigsten Eckdaten und einer genauen Profilbeschreibung durch die Bike-Kategorien. Womit identifizieren Sie sich?

Ein Hardtail als Einsteiger-Bike?

Merkmale:
Gewicht:
max 11 kg
Federweg: 100 mm
Besonderheiten: Für Marathons oder lange Touren können zwei Flaschen am Rahmen transportiert werden.
Preis: gute Modelle ab 1000 Euro
Einsatzbereich: Touren auf Asphalt, Schotter und leichten Trails, Renneinsatz bis Profi-Klasse

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Hardtail

Cross-Country- und Marathon-Racer fahren sie aufgrund von Gewicht und Effizienz, Einsteiger kaufen sie wegen des günstigen Preises. Wer sich mit einem Hardtail in den Wald begibt, entscheidet sich für die ursprünglichste Art des Mountainbikens. Geringe Wartung und die einfache Abstimmung erleichtern den Einstieg. Das niedrige Gesamtgewicht und die gut rollenden Reifen machen ausgedehnte Touren möglich. Die Kehrseite der Medaille sind geringer Komfort und eingeschränkte Geländetauglichkeit. Schläge durch Unebenheiten im Untergrund gelangen über den starren Hinterbau ungefiltert zum Fahrer. Steile Abfahrten, grobes Gelände oder Sprünge stehen nicht im Lastenheft dieser Bike-Kategorie. Aufgrund ihrer positiven Fahreigenschaften werden überwiegend 29-Zoll-Laufräder verbaut, um den Spaß im Gelände zu erhöhen. 

Gute Marathon-Fullys bekommt man ab 2500 Euro

Merkmale:
Gewicht:
 um 11,5 kg
Federweg: 100 - 120 mm
Besonderheiten: Fahrwerk lässt sich für Sprints vom Lenker aus blockieren.
Preis: gute Modelle ab 2500 Euro
Einsatzbereich: Touren auf Asphalt, Schotter und leichten Trails, oder knallharter Renneinsatz

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Marathon-Fullys

Das Marathon-Fully trägt einen Teil seines Einsatzbereichs bereits im Namen. Rennfahrer verwenden diese Bikes bei Langdistanzen vor allem, um den Fahrkomfort zu erhöhen und die Muskulatur zu schonen. Aber auch sportliche Touren-Biker, die bei langen Ausfahrten nicht auf den Komfort eines Fullys verzichten wollen, finden sich in dieser Kategorie wieder. Das Fahrwerk ist auf Antriebseffizienz getrimmt. Bergab nimmt der sparsam bemessene Federweg nur die nötigsten Schläge auf. Prinzipiell haben diese Bikes den gleichen Einsatzbereich wie die Hardtails. Sobald das Gelände rauer wird, kommen beide an ihre Grenzen. Auch hier überwiegen die 29er, zumindest im Rennsport. 27,5er-Laufräder spielen ihre Stärken erst mit mehr Federweg aus.

Trailbikes: Das Richtige für die ersten MTB-Trails?

Merkmale:
Gewicht:
 um 12,5 kg
Federweg: 120 - 130 mm
Besonderheiten: Um den Fahrspaß bergab zu erhöhen, werden zum Teil versenkbare, vom Lenker aus be­dien­bare Sattelstützen verbaut.
Preis: gute Modelle ab 1700 Euro
Einsatzbereich: Schotter, Trails, Asphalt, Touren in Alpen und Mittelgebirgen

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Trailbikes in Action

Die sportlichen Modelle dieser Gattung passen auch gut in den Marathon-Startblock. Das Gros dieser Kategorie übt sich aber im Spagat zwischen guten Klettergenen und hohem Spaßfaktor bergab. Die Reifenwahl bestimmt oftmals über die Talentverlagerung zwischen Up- und Downhill. Im Vergleich zu den Marathon-Fullys nehmen es diese Fahrwerke auch mit gröberen Hindernissen in der Abfahrt auf. Das Plus an Federweg sorgt für mehr Sicherheit bergab und meistert Wurzelpassagen und Steinfelder genauso wie kleinere Sprünge. Die perfekte Wahl für genussorientierte Biker, die sich den Fahrspaß bergab zuvor mit Freude bergauf erarbeiten.

All Mountains: Die passenden Mountainbikes für Touren-Fahrer

Merkmale:
Gewicht:
 um 13,5 kg
Federweg: 130 - 150 mm
Besonderheiten: Versenkbare Sattelstützen sind in dieser Kategorie Standard, genauso wie bis zu 760 mm breite Lenker.
Preis: gute Modelle ab 2500 Euro
Einsatzbereich: Anspruchsvolle Trails, Trailparks, leichter Bikepark-Einsatz

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All Mountain Bike

Per definitionem sind All Mountains Long-Travel-Touren-Bikes für anspruchsvolles Gelände und ebensolche Fahrer. Kleinere Drops oder verblockte Trails sind für die Chassis mit üppig bemessenen Federwegen Herausforderungen, keine Hindernisse. Der Anstieg zur Abfahrt fällt schwerer als mit einem Trailbike, bleibt aber gut machbar, auch wenn das relativ hohe Gesamtgewicht Körner auf der Tour kostet. In dieser Gattung finden sich technisch versierte Fahrer wieder, denen der Fahrspaß bergab mehr bedeutet als der Weg zum Gipfel. Dennoch bleibt die Fortbewegung durch eigene Muskelkraft mit einem All Mountain Ehrensache! Lesen Sie hier den Test der 2016er All Mountains der spannendsten Preisklasse um 3000 Euro

Für Abfahrer: Das zeichnet Enduro-Mountainbikes aus

Merkmale:
Gewicht:
 um 14,5 kg
Federweg: ca. 160 mm
Besonderheiten: Dämpfer mit Ausgleichsbehälter und massive Federgabeln für beste Performance bergab
Preis: gute Modelle ab 2500 Euro
Einsatzbereich: Überall, wo es rumpelt und fies bergab geht, Bikeparks

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Enduro-Bike

Technische Trails stehen ganz oben auf der Wunschliste dieser Bikes. Enduro boomt, und die Industrie verspricht Alles­könner-Bikes. Aber Vorsicht! Schwere Reifen, hohes Gewicht und abfahrtsorientierte Geometrie erschweren den Uphill. Nicht immer stehen Lift oder Shuttle zur Verfügung. Leichte Bikes dieser Gattung sind teuer, können aber durchaus noch Touren-tauglich sein. Dennoch helfen diese Bikes dank gutem Fahrwerk und Downhill-tauglichen Anbauteilen, Spaß im Downhill zu haben. Der Einsatz im Bikepark bringt ein Enduro nicht aus der Ruhe. Für die ausgedehnte Tour auf den Trails vor der Haustür ist ein All Mountain aber meist die bessere Wahl.

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Ludwig Döhl am 20.12.2016
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