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Kaufberatung für Mountainbike-Einsteiger

Teil 2: Günstiges oder teures Bike? Welche Laufgröße brauche ich?

Ludwig Döhl am 20.12.2016

Günstig oder teuer: Wie viel muss man für ein gutes Mountainbike ausgeben?

Was unterscheidet eigentlich ein Highend-Modell für 5000 Euro von einem günstigeren Einsteiger-Bike? Und worauf muss ich wirklich achten? Wir erklären den Stand der Technik und auf welche Teile Sie beim Kauf besonders Wert legen sollten.

Kaufberatung für Mountainbike Einsteiger

Diese wichtigen Teile an einem Mountainbike beeinflussen auch den Preis.

1. Fahrwerk
An modernen Mountainbikes werden ausschließlich Luftfederelemente verbaut. Die Federhärte von Dämpfer und Gabel kann über das Befüllen einer Luftkammer an das Gewicht des Fahrers angepasst werden. Teure Fahrwerke verfügen zudem über spezielle Beschichtungen an den Standrohren und über eine separat einstellbare Dämpfung. Außerdem ist die interne Verarbeitung bei teuren Gabeln deutlich aufwändiger. Egal, wie teuer oder billig, Gabeln und Dämpfer brauchen mindestens eine einstellbare Zugstufe (Ausfedergeschwindigkeit). Dämpfer sollten zudem über eine zuschaltbare "Antiwipp"-Plattform verfügen. Nur im Freeride-Bereich werden noch schwere Stahlfederelemente verbaut.

2. Rahmen
Die unterschiedlich teuren Bikes einer Modellvariante verfügen meist über denselben Rahmen. Das heißt, Rohrsätze und Geometrien bleiben über den Großteil der Preisspanne gleich, lediglich die Lackierungen und Anbauteile ändern sich. Bei teuren Bikes wird oft Carbon anstelle von Aluminium als Rahmenmaterial verwendet, um Gewicht zu sparen. Bikes aus Stahl oder Titan sind kultige
Nischenprodukte.

3. Reifen
Kein Bauteil bestimmt den Einsatzbereich eines Bikes mehr als die Reifen. Schwere 2,4 Zoll breite Downhill-Schlappen verwandeln ein Trailbike fast in ein Enduro, leichte 2,1er-Pneus machen es marathonfähig. Neben dem Profil ist vor allem ein hochwertiger Karkassenaufbau und die Gummimischung wichtig. Achten Sie auf das Evolution- bzw. Race-­Sport-Label bei Schwalbe- oder Continental-Reifen, diese bieten deutlich mehr Komfort und Grip als ihre günstigen Gegenstücke.

4. Bremsen
Die Tage von Felgenbremsen sind gezählt. Aktuelle Mountainbikes verzögern ausschließlich mit Scheibenbremsen. Der Vorteil: mehr Bremskraft, bessere Dosierbarkeit und top Funktion bei Nässe. Bessere Modelle zeichnen sich durch eine werkzeuglose Druckpunktverstellung und bessere Ergonomie aus. Bremsen mit vier Kolben und großen 200-mm-Bremsscheiben stellen zusätzliche Power für schwere oder abfahrts-orientierte Biker bereit.

5. Schaltung
Um für jedes Gelände gerüstet zu sein, sollten Sie mindestens auf zwei Kettenblätter setzen. Schaltungen mit nur einem Kettenblatt (11 Gänge)haben meist eine zu geringe Übersetzungsbandbreite. Der Einfach-Antrieb ist eine Alternative für fitte Racer. Für Einsteiger ist er sub-optimal. Der Unterschied zwischen den hochwertigen und den günstigeren Schaltungen von Sram oder Shimano macht sich in der Funktion kaum bemerkbar, das Gewicht ändert sich jedoch stark.

6. Laufräder
Die Laufräder sind in Verbindung mit den Reifen maßgeblich am Fahrverhalten eines Bikes beteiligt. Sind sie zu schwer, fühlt sich das ganze Rad im Handling träge an. Leichte Laufräder machen das Bike dagegen spritzig. Größere 29er-Laufräder beschleu­nigen schwerer als 27,5er. Je breiter der Reifen wird, desto breiter sollte auch die Maulweite der Felge sein. Enduro-Bikes sollten mindes­tens 25 mm breite Felgen haben, bei Hardtails reichen 21 mm. 

Welche Laufradgröße ist für mich die richtige?

26 Zoll, die vorherrschende Reifengröße von einst, ist ausgestorben. Jetzt rangeln gleich drei Nachfolger um den Thron im MTB Zirkus.

Kaufberatung für Mountainbike Einsteiger

Laufräder - welche Größe passt wofür?

27,5" wird umgangssprachlich oft auch als 650 B bezeichnet und im Handel oft als die goldene Mitte verkauft.
Vor allem bei Rädern mit mehr Federweg soll diese Größe den richtigen Kompromiss zwischen der Wendigkeit eines
26"-Laufrades und dem verbesserten Überrollverhalten von 29ern bieten.

29"-Räder sind die Heilsbringer im groben Gelände. Durch den größeren Radumfang überrollen sie kleinere Wurzeln oder Steine, ohne dass der Fahrer viel arbeiten muss. Im steilen Gelände bewahren sie den Biker vor einem Überschlag, und auf Schotterwegen rollen sie schneller. Das Beschleunigen mit den 29ern ist etwas schwerer, bei wenig Federweg überwiegen jedoch die Vorteile.

B plus Bikes mit diesen Reifen sind die kleinen Brüder der Fatbikes. Die zwischen 2,8" und 3,0" (normal sind 2,25"–2,4") breiten Reifen sollen extra viel Grip sowohl bergauf als auch bergab bieten und dem Fahrer kleinere Fahrfehler verzeihen. Der Markt bietet bis jetzt nur wenige Reifen und Bikes. Insider munkeln: "Bereits 2017 wird sich das junge Plus-Maß wieder ändern."

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Ludwig Döhl am 20.12.2016
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