Die Suche nach einem passenden Sattel gleicht einer Odyssee. Damit Sie mit Ihrem Hintern nicht von einem Modell zum nächsten irren, haben wir die wichtigsten Tipps zum Sattelkauf zusammengefasst.

  • Sitzknochenabstand: Der Sportler sitzt auf einem Hocker mit Gel-Folie oder Wellpappe und drückt darin seine Sitzhöcker ab. Der gemessene Abstand hilft, die Beckenbreite einzuordnen – das ist aber nur bei aufrechter Sitzposition aussagekräftig. Die Wahl des Sattels nur an diesem Wert festzumachen, greift zu kurz.
  • Individuelle Sitzposition: Biker lassen sich grob in Sitzbein- oder Schambein-Belaster einteilen. Bei sportlichen Sitzpositionen rotiert das Becken vorwärts. Die Belastung wandert von den Sitzbeinhöckern vor auf die Schambeinkufen. Der Sattel kann dadurch schmaler sein, sollte aber den Dammbereich besser entlasten.
  • Polsterhärte: Die Härte des Paddings sollte unbedingt den Fahrgewohnheiten angepasst werden. Das heißt: Je länger man im Sattel sitzt, desto härter darf die Polsterung sein. Sitzknochen gewöhnen sich an die Druckbelastung. Ein weicher Sattel, der anfangs bequem scheint, kann sich auf längeren Touren durchsitzen und für Druckschmerzen sorgen.