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Fatbikes: Neu und aktuell, Marktübersicht 2020

Voll fett: 11 coole 2020er-Fatbikes

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor einem Jahr

Echte Fans tun's eh immer, für Andere ist Fatbiken in der Nebensaison schwer angesagt. Hier die wohl spannendsten Fatbikes des Jahrgangs 2020, vom Titan-Rahmen bis zum Carbon-Fully ist alles dabei.

Vor ungefähr fünf Jahren boomten Fatbikes : Die Pummel-Pneus liefern Unmengen Komfort und wühlten sich auch durch tiefe Sandgruben. Damit konnte man Biken, wo andere längst schoben. In einem großen BIKE-Vergleichstest mussten sich damals neun Fatbikes messen – darunter Canyon, Rocky Mountain, Scott und Trek. Doch bereits nach zwei Jahren sah die MTB-Industrie ein: Die große Masse wird nie auf bis zu 4,8 Zoll breiten Schlappen durchs Gelände kurbeln, da sie schlichtweg zu träge sind. Einige Hersteller stampften ihre Fatbikes wieder ein, andere verkaufen die Spezialisten weiterhin.

Wir geben eine Übersicht über Fat-Tire-Bikes, die unserer Meinung nach spannende Konzepte bieten: vom Titan-Rahmen über das klassische Hardtail bis zum Carbon-Fully ist alles vertreten. Denn auch wenn die Fatbikes nie den ganz großen Durchbruch geschafft haben, gibt's eine überzeugte Fatbike-Fangemeinde, die ganzjährig mit den Dickerchen durchs Gelände pflügt.

Ursprünglicher Gedanke von Fatbikes: Selbst bei fiesesten Bedingungen (noch weiter) fahren. Da macht ein wartungsarmes Pinion-Getriebe Sinn. Den Rahmen des MiTech Tyke P1 Fat kann man für 2500 Euro mit 12-Gang-Getriebe kaufen. Die Besonderheit der Klein-Schmiede MiTech: Auf Wunsch fertigen die Dortmunder eine Custom-Geometrie. Lackiert wird selbstverständlich nach Kundenwunsch. Mehr Fatbikes von MiTech gibt's hier .

Für Gewichtsfetischisten und Racer: Das Borealis Crestone soll in Topausstattung mit Vier-Zoll-Reifen nur sensationelle 10,0 Kilo auf die Waage bringen. Umgerechnet circa 4000 Euro rufen die Amerikaner für das Bike auf. Im Konfigurator lässt sich das Traumbike ganz einfach zusammenstellen. Weitere Fatbikes von Borealis findet man hier .

Auch das Salsa Beargrease kommt mit Carbon-Rahmen und Starrgabel. Für Bikepacking-Fans und Abenteurer interessant: An den zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten lassen sich diverse Flaschenhalter und Taschen montieren. Das Topmodell soll nur 12,1 Kilo wiegen. Außerdem hat Salsa noch spezielle Lasten-Fatbikes im Angebot.

Das Cube Nutrail eignet sich perfekt für die Feierabendrunde auf dem Haustrail: In den Alu-Rahmen stecken die Oberpfälzer die Manitou Mastodon-Federgabel mit 100 Millimetern Federweg sowie eine Vario-Stütze. 1699 Euro für das 15,5 Kilo schwere Hardtail klingen fair. Bei Fahrrad-XXL gibt's das 2019er-Modell aktuell für 1459 Euro* .

Das Komplett-Fatbike Farley EX hat Trek zwar aus dem Programm gestrichen, doch den Carbon-Rahmen verkaufen die US-Amerikaner weiterhin. Der Hinterbau presst 120 Millimeter Federweg aus dem Fox-Dämpfer und fasst bis 4,5 Zoll breite Reifen in 26 oder 3,8er in 27,5 Zoll. 3199 Euro kostet das 3,0 Kilo schwere Kohlefaser-Chassis mit Fox-Performance-Dämpfer. Nach wie vor im Angebot: Das Fatbike-Hardtail Farley mit Alu- oder Carbon-Rahmen.

An das Preis-Leistungs-Verhältnis von Versender Canyon kommt bei den Fatbikes kein Hersteller dran: Das Dude CF 9.0 kostet 2999 Euro und bietet dafür einen Carbon-Rahmen, eine Manitou Mastodon-Federgabel sowie eine Vario-Sattelstütze. Das Gesamtgewicht von 13,8 Kilo geht angesichts der Ausstattung total in Ordnung.

Für alle, die auf Edelmetall stehen: Das Fatlab Hoggar. Der Titanrahmen bietet eine Reifenfreiheit bis 5.2 Zoll! Wie auch beim Pole kann man so extreme Reifenbreiten fahren, z. B. den Vee Tire 2XL in 5.05 Zoll Breite. Das Hoggar startet bei 1799 Euro für den Rahmen mit festen Ausfallenden. 2000 Euro kostet das Chassis mit verstellbarem Ausfallende und für 2400 Euro bietet der Hersteller den Rahmen mit einer Custom-Geometrie nach Kundenwunsch an. Die Rahmen werden ab Frühling 2020 bei Fatbike24 im Online Shop verfügbar sein, können aber jetzt schon hier vorbestellt werden: info@fatbike24.de

Das 3399 Euro teure Maxx Huraxdax konnte bereits im Dauertest überzeugen . Das Fully nimmt Reifen bis 4,8 Zoll Breite auf. Was die dicken Schlappen nicht wegfedern, übernimmt die Gabel Rockshox Bluto mit 120 Millimetern Federweg. Der Hinterbau presst sogar 136 Millimeter aus dem Monarch-Dämpfer. Die Rahmenfarbe darf der Kunde aus dem RAL-Register wählen.

Bigger is better: Wie bei Pole üblich, ist auch am Fatbike Taiga der Rahmen extrem lang – 490 Millimeter Reach in L. Doch auch die Reifen sind eine Nummer größer als die der Konkurrenz: Am Pole Taiga TR für 2600 Euro ziehen die Finnen brutal breite 5,05-Zoll-Reifen (!) auf. Die sollen gerade auf Schnee besonders gut funktionieren. Gibt's wahlweise in vier anderen Farben sowie mit Federgabel.

Das  Silverback Synergy Fat  für 3099 Euro ist ebenfalls ein Fatbike-Fully. Vorne werkelt die 120er-Gabel Rockshox Bluto, hinten liefert das Fahrwerk 110 Millimeter Federweg. Dank Carbon-Hauptrahmen soll das Synergy 15,57 Kilo „leicht“ sein.

Vielseitigkeit ist Trumpf: In das brandneue  Otso Voytek passen neben Fatbike-Reifen in 26 Zoll auch Plus-Reifen in 27,5 und 29 Zoll sowie natürlich ganz normale 29er-Pneus. Ein Flipchip im hinteren Ausfallende passt die Geometrie entsprechend an. Einen niedrigen Q-Faktor erzielt der US-Versender mit dem Bärenlogo, weil sich die Kurbel in einem 83 Millimeter schmalen Press-Fit-Tretlager dreht. Und weil 83-mm-Kurbeln nicht so verbreitet sind, liefert Otso mit dem umgerechnet knapp 2200 Euro teuren "Frankset" (Frameset + Crankset) ein passendes Race-Face-Teil gleich mit. Im Online-Konfigurator kann man die Anbauteile für die Komplettbikes (ab knapp 3100 Euro) nach Wunsch wählen – beispielsweise eine Lauf-Gabel. Mit vier Zoll breiten Schwalbe-Reifen soll das Voytek nur 11,5 Kilo wiegen – dank starrer Carbon-Gabel.


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