Was bringen die neuen Konzepte für Mountainbiker? Was bringen die neuen Konzepte für Mountainbiker? Was bringen die neuen Konzepte für Mountainbiker?
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BIKE Lesertest: Trend-Check 2018

Test Specialized Stumpjumper und Rose Pikes Peak

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 4 Jahren

Die Produktzyklen sind kurz, und der Einfallsreichtum der Hersteller scheint groß. Treffen die Technologieneuheiten der auch wirklich den Nerv des Kunden? Wir haben drei Leser zum Trend-Check gebeten.


Testbike: Specialized Stumpjumper
26 Zoll, 13,7 kg, 67,6° Lenkwinkel, 650 mm Lenkerbreite, 140 / 120 mm Federweg


Testbike: Rose Pikes Peak
27,5 Zoll, 12,6 kg, 66-67° Lenkwinkel, 800 mm Lenkerbreite, 155-161 mm Federweg am Hinterbau, 4499 Euro


Geometrie- und Kinematikverstellung

Die Idee ist nicht neu und wurde bereits vor über 15 Jahren in den ersten Serien-Fullys umgesetzt. Rotwilds Freecross und Freeride verfügten bereits 2001 über einen Schlitten, mit dem sich die Dämpferaufnahme verschieben und so die Geometrie und Kinematik des Bikes verändern ließ. Für eine optimale Up- und Downhill-Geometrie ging Bionicon noch einen Schritt weiter und koppelte Luftgabel und -Dämpfer, um einen Niveauausgleich zu ermöglichen. Die meisten aktuellen Systeme beschränken sich jedoch auf den Hinterbau. Entweder kann nur über einen Flipchip in der Wippe oder der Dämpferaufnahme die Geometrie um etwa 0,5 bis 1 Grad verändert werden, ohne großen Einfluss auf die Kinematik des Hinterbaus zu nehmen. Andere Systeme wie z. B. Ride-4 oder Ride-9 von Rocky Mountain bieten neben der Geometrieverstellung einen Einfluss auf die Kinematik des Hinterbaus, was sich auf den Federweg und die Progression auswirkt.

Robert Niedring Amdreas Wemdt testete Specialized Stumpjumper und Rose Pikes Peak


Was soll es bringen?

Die ProGeo-Verstellung (Progression und Geometrie) beim neuen Rose Pikes Peak sitzt an der unteren Dämpferaufnahme und bietet eine Schnellverstellung für vier verschiedene Fahrmodi. Je nach gewählter Position ändern sich Lenk- und Sitzwinkel, Tretlagerhöhe und Progression des Hinterbaus. Wir haben die beiden Extreme mit flacher Geometrie und niedriger Progression mit der steilen Geometrie und hoher Progression verglichen. Dabei ändert sich der Lenkwinkel von 66 auf 67 Grad und die Tretlagerhöhe um zwölf Millimeter. Seitens des Federwegs (sechs Millimeter) und der Kennlinie/Progression des Hinterbaus fällt der Unterschied aber sehr gering aus. Laut Rose soll die Verstellung dazu dienen, das Bike besser an das aktuelle Terrain anzupassen.



Das Fazit der Leser:
Alle drei Leser sahen es als fraglich an, ob man diese Verstellung wirklich braucht und auch benutzt. Wahrscheinlich, so die Probanden, bleibe man bei einer Einstellung und schraube den Dämpfer nicht permanent um. Für alle drei fiel der Unterschied so gering aus, dass sie Mühe hatten, die einzelnen Positionen auseinanderzuhalten. "Wir taten uns definitiv schwer, auf der Testrunde die Modi klar zuzuordnen", gibt Software-Ingenieur Andreas Wendt zu. "Vielleicht wäre es besser, die Technik einfacher zu halten und auf dieses Feature zu verzichten", mutmaßt sein Co-Tester Michael Meier. "Damit könnten der Preis und eventuell der Wartungsaufwand niedriger gehalten werden."



Fazit Andreas Wendt (38): Software-Ingenieur aus München

Andreas biket bereits seit 2000 besitzt aktuell zwei Fullys (Specialized Stumpjumper, Cannondale Habit) sowie ein Hardtail (Cannondale Flash). Kategorie: Marathon/All Mountain

Robert Niedring Andreas Wendt, Software-Ingenieur aus München



Progeo-Verstellung


Vierfach anpassbar: 
Die ProGeo-Verstellung wurde platzsparend in der unteren Dämpferaufnahme integriert und fällt optisch kaum auf. Das Besondere an der Verstellung: Sie lässt sich mit nur einer Schraube öffnen und schließen, ohne dass dabei lose Teile verloren gehen könnten. Mit etwas Übung gelingt die Verstellung recht leicht. Im Gelände muss man beim Verstellen jedoch aufpassen, dass sich nicht zu viel Dreck in den Mechanismus setzt. Die Auswirkung auf die Geometrie ist deutlich besser spürbar als die Änderung der Kinematik.

Robert Niedring Progeo-Verstellung



Die Meinungen der Tester:


Andreas Wendt, 38: Ich hatte das Gefühl, in einer Einstellung etwas höher zu sitzen. Der Unterschied ist aber so gering, dass ich darauf verzichten könnte.

Robert Niedring Andreas Wendt, Software-Ingenieur aus München



Tanya Russ, 32: Das Rose bietet einen tollen Vortrieb und besitzt ein gelungenes Handling. Den Unterschied der Winkelverstellung spüre ich nicht.

Robert Niedring Tanya Russ, Verkaufsberaterin aus Hanau



Michael Meier, 53: Insgesamt fährt sich das Rose sehr angenehm. Der Unterschied der ProGeo-Verstellung ist aber sehr gering.

Robert Niedring Michael Meier, Datenbank-Admin aus Schöngeising


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