Best of Test 2018: Mountainbike Reifen Best of Test 2018: Mountainbike Reifen

Testsieger 2018: Mountainbike Reifen

Kaufberatung: Die besten MTB-Reifen

Peter Nilges am 13.09.2018

Kein Bauteil beeinflusst den Charakter eines Mountainbikes so stark wie dessen Reifen. Hier die Testsieger-Reifen für Cross Country, All Mountain und Enduro.

Klar, je loser der Untergrund und je anspruchsvoller das Gelände, desto gröber und ausgeprägter sollte das Profil und desto breiter sollte der Mountainbike-Reifen ausfallen. Aber auch der Karkassenaufbau, die Gummimischung und das Gewicht eines Reifens beeinflussen das Fahrverhalten maßgeblich. Im sportlichen Bereich werden ausschließlich faltbare Reifen verbaut. Sie sind leicht und haben einen flexiblen Wulstkern. Härtere Gummimischungen haben weniger Verschleiß. Härte und Dämpfungseigenschaften beeinflussen den Rollwiderstand eines Reifens. Weil mehr Gewicht auf dem Hinterrad lastet, ist der hintere Reifen maßgeblich für den Rollwiderstand. Die meisten Hersteller verbauen deshalb einen weichen, griffigen Reifen am Vorderrad und einen harten, gut rollenden Pneu am Hinterrad. Die wichtigsten Kürzel finden Sie im Lexikon weiter unten.


DIE TESTSIEGER-REIFEN

CROSS COUNTRY: Schwalbe Rocket Ron

Der Rocket Ron ist an Hardtails und Marathon-Bikes einer der am meist verbauten Reifen. Vor allem in der 2,25 Zoll breiten Variante vereint er geringen Rollwiderstand mit viel Komfort und guter Selbstreinigung. Reifen wie beispielsweise der Conti X-King haben mehr Grip.

Best of Test 2018: Mountainbike Reifen

Cross Country: Schwalbe Rocket Ron

ALL MOUNTAIN: Schwalbe Nobby Nic

Der Klassiker für Touren-Fahrer. Der Nobby Nic hat mit seinem ausgeprägten Profil auch bei nassen Bedingungen viel Grip und meistert schwierige Abfahrten bei verträglichem Rollwiderstand. Als Alternative verbauen viele Hersteller auch den Maxxis Forekaster.

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All Mountain: Schwalbe Nobby Nic

ENDURO: Schwalbe Magic Mary

Wer im Enduro-Bereich was auf sich hält, zieht zumindest am Vorderrad einen Magic Mary auf. Der Reifen strotzt vor Grip und ist selbst in schweren Downhill-Varianten erhältlich. Die härteste Konkurrenz für den Reifen ist der Maxxis Minion oder Contis Baron.

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Enduro: Schwalbe Magic Mary


LEXIKON FÜR MTB-REIFEN

Pannenschutz
Um Reifen pannensicher zu machen, haben alle Hersteller besondere Pannenschichten im Programm. Reifen mit einem Protection- (Continental), Snakeskin- (Schwalbe) oder EXO-Protection-Label (Maxxis) besitzen eine verstärkte Seitenwand. Für den harten Enduro-Einsatz werden Reifen mit mehrfacher Karkassenlage (Schwalbe: Super-Gravity, Maxxis: Double-Down) verbaut. Das Mehrgewicht der Schutzschicht lohnt sich.

Gummi­mischung
Bei Continental haben alle hochwertigen Reifen die Black-Chili-Gummimischung. Die Günstigeren rollen auf Performance-Gummi. Schwalbe und Maxxis machen die Sache deutlich komplizierter. Sie bieten fünf bzw. vier unterschiedliche Gummisorten, je nach Einsatzbereich. Mehr zu den Begriffen der Reifen-Hersteller im MTB-Bereich finden Sie hier.

Reifenbreite
Die Größenbezeichnung eines Reifens setzt sich immer aus dem Laufraddurchmesser X und Reifenbreite in Zoll zusammen, also zum Beispiel 29x2,3. Mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass zu schmale Reifen keinen Sinn machen, weshalb selbst an Hardtails 2,2 Zoll breite Reifen Standard sind. Trailbikes haben meist eine Reifenbreite bis zu 2,4 Zoll, All Mountains oder Enduros sogar bis 2,6 Zoll. Breite Reifen brauchen auch entsprechend breite Felgen.

Tubeless
Ab Werk haben alle Laufräder einen Schlauch im inneren des Reifens. Um Gewicht zu sparen, können die meisten Felgen-Reifen-Kombinationen auch ohne Schlauch mit einer speziellen Dichtmilch montiert werden. Auch Rollwiderstand und Pannenschutz verbessern sich dadurch.


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Peter Nilges am 13.09.2018