Bikeguide: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig? Bikeguide: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig?

Werden Sie ihr eigener MTB Tourenguide - Teil 5

Bikeguide: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig? - Hilfe holen in den Bergen

Gitta Beimfohr am 09.03.2016

HILFE HOLEN IN DEN BERGEN

Ist ein Mitfahrer so gestürzt, dass er nicht mehr aus eigener Kraft ins Tal abfahren kann, müssen Sie Erste Hilfe leisten und die Bergrettung rufen. Entweder mit der europäischen Notrufnummer 112 oder besser noch mit der direkten Notruf-Nummer der Länder.

Bikeguide: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig?

Im Notfall schnell und sicher reagieren und die Moral der Gruppe zusammenhalten...

• Funkloch?

In diesem Fall kann es helfen, das Handy aus- und wieder anzuschalten. Dann noch vor der PIN-Eingabe die automatische Notruffunktion wählen. Das Handy sucht sich dann selbstständig das stärkste Netz.

• Notruf-Apps

Mit diesen Apps senden Sie per Knopfdruck am Smartphone Ihre GPS-Positionsdaten an die Rettungsleitstelle. Gleichzeitig wird eine Telefonverbindung zu ihr hergestellt.

• Gratis-App nur für Tirol: "Notfall App Bergrettung Tirol", Infos: www.leitstelle-tirol.at
• "Mein Notruf" nur innerhalb Deutschlands (3,59 Euro/Monat, 12 Monate 27,99 Euro), www.mein-notruf.de

• Hilfe holen

Oberhalb von 1200 Metern Höhe gibt es in den Alpen oft keinen Handy-Empfang. Dann müssen Sie Hilfe holen. Gut, wenn Sie in diesem Fall mindestens zu dritt auf Tour sind. So kann einer beim Verletzten bleiben, während der andere Hilfe holt. Dabei unbedingt auf der Karte nachsehen, ob die schnellste Hilfe wirklich talwärts liegt. Ist keine Hütte in überschaubarer Nähe in Sicht, dann so weit abfahren, bis Sie wieder Handy-Empfang haben und die Bergrettung rufen können. Wenn Sie ein GPS-Gerät dabei haben, geben Sie am besten die Koordinaten des Unfallortes an!
Sind Sie dagegen nur zu zweit auf Tour, wird es schwieriger, denn grundsätzlich sollte man keinen Verletzten allein am Unfallort zurücklassen. Vor allem nicht, wenn der Gestürzte bewusstlos ist. Wenn es aber nicht anders geht, weil sonst keine Hilfe zu erwarten ist, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage, schützen ihn ausreichend gegen Kälte (auch von unten!) und markieren Sie ihn farblich auffällig. Mit einer Trillerpfeife oder Taschenlampe können Sie auch das alpinen Notsignal versuchen:

• Alpines Notsignal: hör- oder sichtbares Zeichen/Rufen (Trillerpfeife, Taschenlampe), sechs Mal innerhalb einer Minute. Das Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen.
• Wurden Sie entdeckt, bekommen Sie ein Zeichen zurück (3 Mal innerhalb einer Minute).

NOTRUF-NUMMERN

• Alle europäischen Länder: 112
• Bayern 112
• Österreich Ausland mit Vorwahl 0043-512140
• Schweiz 144
• Italien 118
• Slowenien 112
• Frankreich 15

Bikeguide: Wie verhalte ich mich im Notfall richtig?

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Gitta Beimfohr am 09.03.2016