Vorurteile gegen Biker Biker im Wald und Matsch-Spritzer vom Hinterrad

Vorurteile gegen Mountainbiker

Vorurteil 1: Biker fördern die Bodenerosion

Laurin Lehner am 16.04.2018

Vorurteil 1: Biker machen die Wege kaputt und verstärken die Erosion.

Das sagen BIKE-Fans auf Facebook:

"Ja sicher...Biker sind Böse Menschen...dann lieber Tonnenweise Öl im Meer!!"

"Kann sein! Es gibt sicher schwarze Schafe - die gibt es in jeder Gruppierung. Eine Tatsache läßt sich jedoch nicht widerlegen: MTBler halten auch Wanderwege, die nicht so oft begangen werden frei und begehbar. Wer den Spuren zu Fuß folgt, wird oft feststellen, daß der Weg wunderbar zu begehen ist."

"Ja, richtig üble Gesellen, diese Mountainbiker! Fahren mit ihren Fatbikes so tiefe Furchen in den Boden, dass die armen Waldarbeiter mit ihren Harvestern fast darin steckenbleiben."

"Wer vor lauter fahrerischem Unvermögen mit blockiertem Hinterrad abfährt, macht ja schon Erosionsrinnen- aber sonst ?"

"Was ich viel schlimmer finde ist der ganze MÜLL im wald der achtlos weggeworfen wird. Um die fahrspuren kümmert sich die Natur schon selbst drum!"

Und was stimmt wirklich?
Die Antwortet lautet ja. Über das Thema wurden unzählige wissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Auch wenn die Bike-Lobby sich gerne Untersuchungen mit dem Ergebnis raussucht, dass Mountainbike-Reifen schonender durchs Gelände rollen als die Profilsohlen der Wanderer: Die Realität sieht anders aus. "Rollt man einfach durch den Wald, ist Mountainbiken nicht schädlicher als Wandern", sagt Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule in Köln, "geht’s aber bergab, ist das nicht mehr richtig.

Biker im Wald und Matsch-Spritzer vom Hinterrad

Zugegeben, Biker machen Wege kaputt und verstärken die Bodenerosion. Es kommt aber auf die Fahrweise an. Rollt man einfach durch den Wald, ist Mountainbiken nicht schädlicher als Wandern.

Vor allem mit aggressiver Fahrtechnik reißen Mountainbike-Reifen den Boden auf und der Erosions-Teufelskreis beginnt. Jeder, der viel frequentierte Abfahrtstrails gesehen hat, wird das bestätigen können", sagt Siebert. Doch wie bei allem ist entscheidend, wie stark befahren der Trail durch Biker ist. Und auch mit der Fahrweise kann man dazu beitragen, dass Wege geschont werden. Kurven-Drifts, blockierte Räder und sehr starkes Bremsen gehören dazu nicht.

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Laurin Lehner am 16.04.2018
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