Diebstahlschutz: 6 Schlösser im Test + Sicherheitstipps Diebstahlschutz: 6 Schlösser im Test + Sicherheitstipps Diebstahlschutz: 6 Schlösser im Test + Sicherheitstipps
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Schloss-Test 2014: sechs Fahrradschlösser im Vergleich

Diebstahlschutz: 6 Schlösser im Test + Sicherheitstipps

  • Stefan Frey
  • Gerolf Meyer
 • Publiziert vor 7 Jahren

Fahrraddiebstahl ist trauriger Alltag in Deutschland. Zu Hause lassen sich Mountainbikes gut sichern, doch unterwegs sind sie angreifbar. Fahrradschlösser im Test und Tipps, wie man sicher parkt.

Verdammter Zwiespalt! Das schönste aller Mountainbikes steht frisch geputzt zu Hause, giert nach der nächsten Ausfahrt, und die Kumpels wollen schon wieder in den Biergarten. Nichts gegen ein Bier, das Problem ist ein anderes: Das Bike darf nicht mit auf den Freisitz, damit ist aller Trinkgenuss dahin. Zu groß ist die Sorge, dass Langfinger sich am unbeobachteten Rad zu schaffen machen.

Ob Spritz-Tour zum Biergarten oder der schnelle Weg zum Supermarkt: Die Sorgen ums Bike sind angebracht. 2013 wurden in Deutschland über 300.000 Raddiebstähle angezeigt. Das bedeutet, dass 800 Mal am Tag ein Bike geklaut wird. Ein Sechstel der betroffenen Räder waren ungesichert, in 260.000 Fällen spricht man von schwerem Diebstahl: Das Bike befand sich in Wohnung oder Keller und war angeschlossen. Wie viele Räder im öffentlichen Raum gestohlen werden, wird statistisch nicht erhoben. Doch erfahrungsgemäß ist der Klau auf offener Straße alltäglich. Die Aufklärungsquote aller Diebstähle ist mit 9,6 Prozent äußerst mager, die Diebstahl-Dunkelziffer wird sogar in doppelter Höhe vermutet. Beim Fahrradklau tappen Polizei, Versicherungen und Betroffene gemeinsam im Dunkeln. Was einmal unrechtmäßig den Besitzer gewechselt hat, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit für immer verschollen. Einerseits mag das am mäßigen Ermittlungseifer überarbeiteter Polizeibeamter liegen, andererseits sorgen auch die Biker oft nur ungenügend vor: Wer seine Rahmennummer nicht notiert, gibt der Polizei nicht einmal die Chance, ein gestohlenes Rad bei einer Kontrolle zu identifizieren.

Schloss-Test: Fahrradschlösser im Vergleich

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Fahrraddiebstahl ist trauriger Alltag in Deutschland. BIKE hat sechs Fahrradschlösser getestet.

Vorbeugen mit Schloss ist besser als Nachforschen

Neben der obligatorischen Anzeige nehmen Betroffene die Fahndung oft selbst in die Hand und legen sich wochenlang bei Ebay auf die Lauer. Man kann in Foren und auf Seiten wie www.fahrrad-gestohlen.de oder www.fahrradjaeger.de den Verlust anzeigen. Die Erfolgsquote bleibt jedoch gering. Darum gilt: Vorbeugen ist besser als Nachforschen. Laut Experten werden die meisten Diebstähle innerhalb von drei Minuten erledigt. Mit einem guten Schloss und cleverer Anschließtaktik macht man Langfingern das Leben schwer. Doch auch bei der Prävention gilt das Augenmaßgebot: Die von der Polizei empfohlene Codierung ist für das Gros hochwertiger Mountainbikes Tabu, wenn die Identifikationskürzel in den Rahmen gefräst oder gestanzt werden. Weder Aluminium- noch Carbon-Rahmen vertragen das, hochfeste Aufkleber sind eine Alternative. Zudem sollte man immer ein aktuelles Bild seines Bikes haben. Auf den folgenden Seiten gibt BIKE die wichtigsten Sicherheitstipps für Biker. So kann man sich der Interessensgruppe Biergarten anschließen, ohne nach Hause laufen zu müssen.

So schließen Sie ihr Fahrrad richtig an

Fahrradschlösser werden immer sicherer, dünne Drahtspiralen sind von gestern. Doch auch ein gutes Schloss muss richtig eingesetzt werden. Die richtige Anschließstrategie ist die beste Diebstahlprävention.

Philip Schieder Wie und wo man sein Fahrrad abschließt ist entscheidend.


Anschließen statt Abschließen
Schließen Sie Ihr Bike immer an einem festen Gegenstand an, einfaches Zusammenschließen von Rahmen und Hinterrad reicht nicht aus. Besonders gut eignen sich Abstellbügel, aber auch Verkehrsschilder und massive Zaunelemente sind sichere Anker.


Immer im Blick
Je exponierter der Bike-Park­platz, umso besser. Diebe klauen lieber unbeobachtet, im Blickfeld der Passanten sind sie wesentlich vorsichtiger. Parken Sie das Rad auf großen Abstellanlagen möglichst in der ersten Reihe.


Eng geschlossen
Schließen Sie das Schloss eng um Rahmen und Laufrad, so haben Diebe keinen Hebel­ansatz. Der Schließzylinder zeigt am besten nach unten und ist schwer zugänglich.


Bilden Sie Banden
Wer in der Gruppe unterwegs ist, sichert mehrere Bikes mit mehreren Schlössern. Gut geeignet sind Abstellbügel, an denen links und rechts je ein Rad stehen kann. Doppelter Aufwand für Langfinger!


Kleine Helfer nutzen
Mit kleinen Zusatzschlössern und Systemen wie Pitlock beugt man dem Diebstahl von Anbauteilen vor.


Teile sichern
Schließen Sie schnell demontierbare Teile wie Laufräder mit Steckachsen mit dem Rahmen an. Auch kurze Schlösser reichen um beide Sitzstreben und sichern so das Hinterrad.

Teile und Apps, die vor Diebstahl schützen

Diese kleinen Helfer sichern Anbauteile und schlagen Alarm, wenn Ganoven sich am Bike zu schaffen machen.


Pitlock
Spezialmuttern mit einer von 1000 Formen ersetzen Schnellspanner und Schrauben am Bike. Öffnung mit Spezialschlüssel, Einzelteile sind nachbestellbar. (Noch) nicht für Steckachsen erhältlich. www.pitlock.de


Pinhead
Funktioniert ähnlich wie Pitlock mit Spezialmuttern und –schlüssel, über 2000 verschiedene Schlüsselformen. Zusätzliches Schloss erhältlich, Vorbau- und Stützensicherung. www.pinheadcomponents.de


LoccaMini Bike Pack
Per Crowdfunding finanziertes Ortungssystem (GPS und GSM), Flaschenhaltermontage. Sendet Signale ans Smartphone, integrierte SIM-Karte zur weltweiten Ortung. Erhältlich demnächst. www.locca.com


Knog Milkman
Mini-Schloss mit Schlüssel und 90 cm ummanteltem Stahlkabel, wie Abus ausschließlich als Zusatzsicherung. Passt in
die Trikottasche. Vier Farben. www.cosmicsports.de

Hersteller Das Mini-Schloss von Knog passt in jede Trikottasche.


Abus Combiflex
Hüttenschloss mit Zahlenkombination als Notnagel auf der Hütte oder zusätzliche Sicherung für schnell demontierbare Teile (z. B. Sattelstütze). Kein vollwertiger Diebstahlschutz! www.abus.de

Die wichtigsten Versicherungen gegen Fahrrad-Diebstahl

Hausratversicherung Deckt Fahrraddiebstahl aus Wohnung und (abgeschlossenem) Keller ab. 1-9 % der Versicherungssumme. Für Diebstahl im öffentlichen Raum muss die Versicherung erweitert werden. Tarife nach Wohnort und Versicherungssumme.

Nachtklausel Bei manchen erweiterten Hausratversicherungen ist das Rad zwischen 22 und 6 Uhr nur in Benutzung versichert. Wechseln Sie zum 24-Stunden-Schutz.

Fahrradversicherungen decken neben Diebstahl je nach Angebot Verschleiß, Unfall, Vandalismus, Teilediebstahl etc. ab. Tarife berechnen sich nach Neupreis und z. T. nach Wohnort. Definierte Anforderungen an das Fahrradschloss. Anbieter: siehe Kostenbeispiele.

Kostenbeispiele in 81369 München, Neupreis Bike 2500 Euro, im Jahr: Pergande & Pöthe: 225 Euro (Rabatt für ADFC-Mitglieder; Wertgarantie: 312 Euro; Fahrradversicherung24/ENRA: 321 Euro; ARAG: 214 Euro, ERGO direkt: 287 Euro.

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Themen: DiebstahlschutzFahrradschlösserSchlossTest

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