• RAHMEN: POTENZIAL OPTIK ★★★★★★ POTENZIAL GEWICHT ★★✩✩✩✩ POTENZIAL FUNKTION ★★★★✩✩
  • WELCHER DÄMPFER? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Gattungen: Stahlfederdämpfer wie der Fox “Vanilla RC” (oben) und Luftfederdämpfer wie der DT Swiss “210L” (mitte). Stahlfederdämpfer empfehlen sich wegen ihres Ansprechverhaltens und der gleichmäßigen Federkennlinie besonders für Abfahrer. Langstrecken-Biker und Racer schätzen das unschlagbar geringe Gewicht von Luftdämpfern. Zudem bieten sie häufig auch ein Lockout für Uphills. Neueste Technik: Plattform-Dämpfer wie der Manitou “Swinger” (unten), der das Wippen beim Pedalieren automatisch unterdrückt.
  • WELCHES EINBAUMASS? Um den passenden Dämpfer zu bestellen, benötigen Sie drei Maßangaben: Die Einbaulänge (Abstand Auge zu Auge/1), die Einbaubreite der Hülsen (2), sowie Innen- und Außendurchmesser der Hülsen (3). Zur Sicherheit beim Hersteller zusätzlich den empfohlenen Hub erfragen. Checken Sie, ob der Wunschdämpfer vom Außendurchmesser her in den Rahmen passt. Ältere Rahmen sind oft für schmale Stahlfederdämpfer ausgelegt.
  • DÄMPFEREINBAU: Neue Dämpfer passen oft nicht in ältereRahmen. Tipp: Original-Dämpfer in Federungs-Klinik überholen lassen.
  • REKORDGEWICHT: Die Leichtgewichte unter den Dämpfern wiegen etwa 200 Gramm und sind leichter als die meisten Sättel. Doch wer das letzte Gramm aus dem Bike kitzeln will, kommt um den “Air Force SLR” von German A. nicht herum. Der voll einstellbare Luftdämpfer wiegt nur 160 Gramm – Weltrekord. Preis: 349 Euro. www.germananswer.de
  • NEUES SCHWINGENLAGER? Das Ansprechverhalten des Hinterbaus hängt nicht zuletzt von der reibungslosen Funktion der Schwingenlager ab. Nässe, Staub und Dreck setzen den Dichtungen kräftig zu. Bewegen Sie den Hinterbau bei ausgebautem Dämpfer. Rotiert er nur unwillig und rau, sollten die Lager ausgetauscht werden. Fast alle größeren Hersteller haben Ersatz-Kits im Programm, auch für Modelle, die schon mehrere Jahre auf dem Buckel haben. Erfahrene Schrauber pressen die Lager im heimischen Bastelkeller selber ein. Austauschkosten: etwa 100 Euro.
  • RAHMEN NACHARBEITEN: Gewinde nachschneiden, Passungen ausreiben: Nach dem Beschichten müssen die Rahmen mit Spezialwerkzeug auf die Montage vorbereitet werden. Wer hier schlampt, riskiert kapitale Schäden am Material. Lieber dem Händler überlassen, als selber rummurksen.
  • GEWINDE SCHNEIDEN: Achtung! Nach der Beschichtung müssen alle Gewinde und Lagersitze mit Spezialwerkzeug ausgerieben werden.
  • SCHWINGENLAGER EINPRESSEN: Tipp für die Montage der neuen Lager: beidseitig auf Gewindestange stecken und vorsichtig einschrauben.
  • PULVERN ODER NASS LACKIEREN? Nasslacke glänzen mit brillanten Farben, reagieren aber zickig auf Steinschlag. Die Palette der Pulverbeschichtungen ist kleiner. Dafür sind diese unzerstörbar. Für welche Art man sich entscheidet, hängt vom Einsatzzweck ab – Pulver fürs Gelände, Nasslack für Showbikes. Carbon-Rahmen können auf Grund ihrer Hitzeempfindlichkeit nur nass lackiert werden.
  • NEUER LACK: Korrosionsschutz und frische Optik– wir haben dem Scott einneues Kleid spendiert. Clou: das Klebedekor im Airbrush-Design.
  • CUSTOM-DESIGN Airbrush oder Einheitsbrei – die gestalterischen Möglichkeiten sind vielfältig. Mit so genannten Thermodruck-Verfahren kann praktisch jedes Design auf den Rahmen gebracht werden. Dazu werden die hauchdünnen Folien mit den Motiven auf den Lack geklebt und anschließend mit Klarlack versiegelt. Kosten pro Folie: ab 30 Euro.
  • AUSBESSERN IST NUR FLICKWERK! Was sind die Farben der kommenden Saison? Blau und grün sind im Moment durch, das bestellt kaum noch jemand. Bei Mountainbikes sind gerade rot und orange stark im Kommen, aber auch anthrazit-metallic in Matt. Mein Tipp: orange kombiniert mit schwarz. Wann lohnt sich eine Neubeschichtung? Ausbessern ist immer Flickwerk. Ein richtiger Schutz vor Korrosion ist das nicht. Bei Alu zum Beispiel muss immer grundiert werden, da der Lack keine direkte Verbindung mit dem Aluminium eingeht. Wenn die Oxidation schon unter den Lack geht, sollte man komplett neu beschichten. Sonst kann der Rahmen irgendwann brechen. Oft ist eine Neubeschichtung sogar besser als der originale Lack. Welche Art der Beschichtung gibt es? Zum einen die Pulverbeschichtung, zum anderen die Nasslackierung. Pulvern hat den Vorteil, dass die Oberfläche damit sehr fest und widerstandsfähig ist. Die Schicht wird bei 180 Grad eingebrannt. Ein Nachteil: Beim Pulvern sind nicht alle Farben möglich. Zudem kann das Verfahren bei Carbon-Rahmen nicht angewendet werden. Die Nasslackierung ist sehr vielfältig, aber leider auch weniger schlagfest. Eine Kombination von Nasslack und Pulver ist eigentlich das Optimale – Grundfarbe Pulver, Design mit Nasslack. Welche Möglichkeiten gibt es beim Design? Unendlich viele. Neben den üblichen Farbkombinationen können wir jedes Design umsetzen. Worauf ich besonders stolz bin ist unser Verfahren, mit dem wir Dekore und Designs selbst drucken können, auch für Unterlack. Häufig kann man sich so ein teures Airbrush schenken und das Design einfach aufkleben. Das können wir für 100 machen, oder nur für einen. Ist die Nachbildung von Original-Designs möglich? Natürlich, das haben wir sogar sehr oft. Yeti, Klein, Rocky Mountain werden häufig bestellt – um nur mal einige zu nennen. Man muss da aber sehr vorsichtig sein, dass man keine Probleme mit Patenten bekommt. Wer so etwas bestellt, übernimmt die Haftung, falls es zu Streitigkeiten kommt. Wie lange dauerte eine Beschichtung? Etwa zwei bis drei Wochen. Falls gewünscht, kümmern wir uns auch um die Demontage, selbst von Hinterbau-Lagern. INTERNET Rockenstein GmbH (Umsetzung des Designs auf Foto-Bike): www.rockenstein-gmbh.de Sabrestyle (Design Foto-Bike): www.sabrestyle.de Maxx Frameklinik: www.maxx.de Brandes und Speckesser: www.brandes-speckesser.de Airbrush Visual Design: www.airbrush-team.de MWG Pulverbeschichtung: www.mwg-pulverbeschichtung.de Götz Pulverbeschichtung: www.goetz-pulverbeschichtung.de Siebensohn: www.7-sohn.de