• 1. SCHRAUBVERBINDUNG Der Kurbelarm wird mit einer zentralen Schraube auf die Vielfach-Verzahnung der Kurbelwelle gezogen und mit 40-60 Nm fixiert. Ein Abdeckring dient als integrierter Abzieher.
  • 2. REDUNDANTE KLEMMUNG Mit einer zentralen Schraube zur Einstellung des Lagerspiels wird der Kurbelarm auf die feinverzahnte Welle gezogen. Die Klemmung auf der Welle erfolgt über zwei Schrauben.
  • 3. VERSCHRAUBUNG OHNE ABZIEHER Wie im ersten Bild handelt es sich bei einer “XTR”-Kurbel um eine Keilwellenverschraubung. Zur Demontage ist jedoch ein zusätzlicher Kurbelabzieher nötig.
  • TRETLAGERBREITE Ausdistanzierung nach Gehäusebreite und Umwerfer: Abgesehen von Downhill-Bikes mit 83 oder 100 Millimeter breiten Tretlagergehäusen, beschränken sich alle Bike-Hersteller auf 68 (Bilder 1+2) oder 73 Millimeter breite Gehäuse (Bilder 3+4). Alle gängigen Kurbeln sind mit diesen beiden Breiten kompatibel. Zusätzlich können Umwerfer mit Tretlager-Montage (E-Type, Bilder 2+4) mit allen Lagern geklemmt werden. Spacer gleichen die unterschiedlichen Abstände aus. Bei einem 68er-Tretlager mit Standard-Umwerfer sind drei Spacer nötig (1). Ein 78er mit E-Type-Werfer kommt ohne Spacer aus (4).
  • KURBELLÄNGE UND Q-FAKTOR Zwei Größen und die unterschiedlichsten Meinungen: Sobald die Begriffe “Kurbellänge” oder “Q-Faktor” fallen, herrscht Streit. Was ist die für meine Größe bzw. Beinlänge optimale Kurbellänge? Soll ich besser mit einer breit bauenden Kurbel fahren, oder doch so schmal wie möglich? Wissenschaftliche Untersuchungen hierzu sind selten und sorgen nicht restlos für Klarheit. Generell können jedoch folgende Fakten festgehalten werden: Die Kurbel- und somit Hebellänge zur Einleitung der Beinkraft beeinflusst die Leistungsausbeute. Sie entscheidet neben der gesamten Sitzposition, ob die zur Verfügung stehende Energie des Fahrers bestmöglich umgesetzt werden kann. Als industrielle Norm hat sich eine Länge von 175 Millimetern etabliert, mit der eine Vielzahl an Fahrern zurechtkommt. Große Biker ab 1,90 Meter, sowie kleinere unter 1,70 Meter, sollten zu längeren bzw. kürzeren Kurbeln greifen. Zusätzlich empfehlen sich für Biker mit niedriger Tretfrequenz längere Kurbeln, weil das Drehmoment höher ist, aber auch die Umlaufstrecke zunimmt. Für den “Q-Faktor” (siehe Bild) gilt: Schmalere Kurbeln entsprechen eher dem menschlichen Bewegungsapparat und setzen in Kurven später auf. Wer viel auf dem Rennrad trainiert, sollte ohnehin auf eine einheitliche Kurbellänge mit geringer Breite achten, um die Bewegungsökonomie nicht zu strapazieren. TRETLAGER VORBEREITEN So entfernen Sie Lackreste am Tretlagergehäuse und machen das Gewinde gängig.
  • 1. PLANFRÄSEN Falls sich auf den Stirnflächen des Tretlagergehäuses noch Lackreste befinden, müssen Sie diese Kontaktfläche vor der Montage des Tretlagers planfräsen. Achten Sie dabei auf einen sauberen Sitz des Werkzeugs und nehmen Sie nur so viel Material ab, wie unbedingt nötig. Es reicht, wenn die Lackschicht komplett entfernt wird und das Alu-Silber rundum zu sehen ist.
  • 2. GEWINDE SCHNEIDEN Schneiden Sie das Gewinde nur nach, wenn Sie Lackreste in den Gewindegängen erkennen können, oder sich die Tretlagerschalen nicht mit wenigen Umdrehungen per Hand einschrauben lassen. Gehen Sie mit Vorsicht vor und achten Sie auf Rechts- und Linksgewinde. Verkanten Sie niemals den Gewindeschneider und arbeiten Sie mit moderaten Kräften. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, lassen Sie diese Arbeiten im Shop erledigen.
  • MONTAGE So montieren Sie eine Kurbel mit fester Kurbelarm-Wellen-Verbindung. 1. Fetten Sie zunächst großzügig das Gewinde des Tretlagergehäuses auf beiden Seiten. Achten Sie auf die korrekte Platzierung der Distanzringe, je nach Gehäusebreite und verwendetem Umwerfer, und schrauben Sie das Tretlager per Hand ein.
  • 2. Ziehen Sie es mit einem Tretlagerschlüssel den Herstellerangaben entsprechend (ca. 50 Nm) an.
  • 3. Stecken Sie als nächstes die Welle mit der Kurbel bis zum Anschlag in das Tretlagergehäuse.
  • 4. Bevor Sie die linke Kurbel auf die Welle stecken, müssen Sie überprüfen, ob kein Spalt zwischen Einstellmutter und Kurbel vorhanden ist (nur bei Shimano “XTR”). Danach ausgerichtet zur rechten Kurbel auf die Verzahnung setzen.
  • 5. Stecken Sie einen 8-mm-Innensechskant weit genug in die Schraube und ziehen Sie die Kurbel mit ca. 50 Nm an. Von Zeit zu Zeit sollten Sie den festen Sitz kontrollieren.
  • 6. Bei einer ”XTR”-Kurbel muss anschließend noch das Lagerspiel über die Einstellmutter in Bild 4 justiert werden. Drehen Sie dazu mit dem beiliegenden Werkzeug oder per Hand die Einstellmutter mit geringen Kräften bis gegen das Tretlagergehäuse und sichern Sie danach die kleine Feststellschraube mit 1 Nm.
  • DEMONTAGE So geht die Kurbel schnell und leicht wieder ab: Sonderfall Shimano XTR: Drehen Sie mit dem beiliegenden Abzieher die Kurbelkappe rechts herum heraus. (Bei allen anderen Herstellern bleibt die Kappe drin.)
  • Schrauben Sie den Abzieher links herum bis zum Anschlag ein. (Dieser Schritt entfällt bei Kurbeln mit integriertem Abzieher.)
  • Lösen Sie die Befestigungsschraube unterhalb des Abziehers nach links und drehen Sie weiter, bis Sie die Kurbel von der Welle abnehmen können.
  • KETTENBLÄTTER Achten Sie beim Nachrüsten auf Lochkreis und Lochzahl: Wurden früher Kettenblätter meist per Fünfloch-Befestigung in den Lochkreisen ”kompakt” (58/94 mm) oder ”standard” (74/110 mm) befestigt, hat sich mittlerweile ein Vierloch-Trend mit den Maßen 64/110 mm breitgemacht. Sprich, einem Lochkreisdurchmesser von 64 mm beim kleinen Kettenblatt und 110 mm von Mitte Loch zu Mitte Loch beim großen und mittleren. Selbst Shimanos ”XTR” verwendet seit 2007 keine drei Lochkreise mehr (2004-2006: 64/102/146mm).
  • SCHALTWERKSKAPAZITÄT Die Käfiglänge eines Schaltwerks muss mit der Übersetzungsbandbreite harmonieren: Für 2008 bietet Shimano seine Schaltwerke der Gruppen “XTR”, “XT”, “LX” und “Hone” in zwei Kä-figlängen an. Ein mittellanger (GS) und langer Käfig (SGS) sind erhältlich. Bei den “Saint”- Schaltwerken steht zusätzlich, genau wie bei SRAM-“X.O” und -“X.9”, eine kurze Version SS) zur Verfügung. Die Mindestlänge des Schaltwerkkäfigs hängt von der Übersetzungsbandbreite der Kurbel in Kombination mit der Kassette ab. Je länger der Käfig, desto größer die Kapazität eines Schaltwerks (SGS=45 Zähne, GS=33 Zähne, SS=29 Zähne). Die Kapazität berechnet sich aus der Zähnezahl der Kurbel und der Kassette. Ziehen Sie die Anzahl der Zähne des kleinen Kettenblattes von der Zahl der Zähne des großen Blattes ab. Bei der Kassette verfahren Sie gleich. Also größtes Ritzel minus kleinstem. Die Summe aus den beiden Werten ergibt die Kapazität ihrer Übersetzung. Für eine 44-32-22 abgestufte Kurbel ergeben sich demnach 22 Zähne zuzüglich 23 Zähne für eine 11-34 Kassette. Macht zusammen eine Kapazität von 45 Zähnen und erfordert somit einen langen Käfig, der in der Lage ist, verschiedene Stellungen der Kette, wie vorne klein-hinten klein oder groß-groß auszugleichen. Kurze Käfige eignen sich für Zwei- oder Einfach-Kurbeln. KASSETTE Kassettenwechsel im Handumdrehen. Das gilt es zu beachten.
  • 1. Legen Sie die Kettenpeitsche wie auf dem Bild um eines der größeren Ritzel und achten Sie auf den korrekten Sitz. Öffnen Sie mit dem Kassettenabzieher die Verschraubung nach links.
  • 2. Nehmen Sie die Kassette ab und reinigen Sie den Freilaufkörper. Da die Kassetten-Freilaufkörper- Verbindung oftmals Auslöser für störende Knackgeräusche beim Antrieb ist, tragen Sie eine dünne Fettschicht auf.
  • 3. Schieben Sie danach die Kassette entsprechend den Führungsnuten auf den Freilaufkörper. Es ist nur eine Stellung möglich. Achten Sie bei den einzelnen Ritzeln auf die Zwischenringe. Die Einprägung der Zähnezahl zeigt immer nach außen.
  • 4. Ziehen Sie die neue Kassette mit einem Drehmoment von ca. 40 Nm fest (Herstellerangaben beachten!).
  • FÜR PURISTEN Singlespeeder stehen nach wie vor hoch im Kurs. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Bike auf Eingangbetrieb umstellen. 1. White Industries ENO Excentric Hub (139 Euro): Diese Nabe ermöglicht es, die Kette auch bei herkömmlichen Ausfallenden mittels Exzenters verdrehsicher zu spannen. Nachteil: Bei Scheibenbremsen ändert sich durch den Exzenter der Abstand zur Bremszange.
  • 2. Trickstuff-Exzentriker (149 Euro): Wie die Nabe oben, lässt sich der “Exzentriker” bei jedem gängigen Rahmen nachrüsten und nimmt alle Singlespeed-Kurbeln mit 24-mm-Welle (“Hollowtech II”-Standard) auf, ohne auf eine Scheibenbremse verzichten zu müssen.
  • 3. Point Racing Mask Kette MK918 1/2"x1/8" (20 Euro): Die breite Halbglieder-Kette ermöglicht es, die Kettenlänge feiner abzustufen und kommt somit ohne Kettenspanner aus.