Gewichtstoleranz bei Neu-Bikes

  • Dirk Zedler
 • Publiziert vor 8 Jahren

Welche Gewichtsdifferenzen sind noch akzeptabel bei den Angaben von Herstellern und dem realen Gewicht? Das wollte ein BIKE-Leser wissen und Fahrradsachverständiger Dirk Zedler gibt Auskunft.


Frage von H. Schmid: Da der Preis und das Gewicht eines neuen Bikes sehr stark in Zusammenhang stehen und bei der Auslieferung häufig ein höheres Gewicht auf der Waage ist, möchte ich wissen, welche Gewichtsabweichung noch akzeptabel ist?

Antwort von Dirk Zedler, Fahrradsachverständiger: Leider ist mir kein Urteil aus der Fahrradwelt bekannt, das hier Klarheit schafft. Aus meiner Sicht als Sachverständiger können nicht alle Mountainbikes über einen Kamm geschert werden. Eine Abweichung von einem Kilo bei einem ultra leichten Cross-Country-Renner aus Carbon halte ich für nicht akzeptabel. Bei einem Freerider mit 18 Kilogramm dagegen schon. Zwei Kilo dürfen es jedoch auch hier nicht sein.

Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass Hersteller üblicherweise in der kleinsten Größe und nicht fahrbereit wiegen und damit im Katalog angeben. Das heißt, das Bike wird ohne Pedale und Flaschenhalter gewogen. Weiteres Zubehör, das viele Biker montieren, z. B. Radcomputer, Pumpe und Schlauchtasche, bleibt ebenfalls außen vor. Mein Tipp: Entnehmen Sie die realen Gewichte den BIKE-Tests oder nehmen Sie eine Waage mit ins Radgeschäft.

Fahrradsachverständiger Dirk Zedler

Schlagwörter: Gewichtstoleranz


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