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Ergonomie

  • Matthias Dreuw
 • Publiziert vor 13 Jahren

Könnten Biker und Bike einfach zu einer Einheit verschmelzen, wären Schmerzen und Taubheitsgefühle dahin. Warum Hände, Po und Füße ständig Ärger machen, was Sie dagegen unternehmen können und alles über die Geometrie finden in unserem großen Ergonomie-Special.


Ergonomie Teil 1 (BIKE 8/2008):

Ich bin am Ende, ein Wrack; selbst meine Hausrunde besteht nur noch aus Schmerzen. Kaum sitze ich eine Stunde auf dem Bike, pikst der Sattel, zwickt es in den Knien, die Handgelenke schmerzen und die Füße werden taub. Ich kämpfe am Berg nur noch mit Schmerzen, statt mich auf Landschaft und Panorama zu konzentrieren. Biken macht keinen Spaß mehr. Wie konnte es so weit kommen?


ERGONOMIE IST DAS WICHTIGSTE

Ich bin gerade 30 geworden, die JEANTEX-BIKE-Transalp stand auf dem Plan. Ich habe trainiert, abgenommen und mein Material zusammengesucht. Und jetzt sagt der Orthopäde, wahrscheinlich sei mein Meniskus kaputt. Das ist ein Schock – statt auf dem Bike sehe ich mich schon auf dem OP-Tisch. Aber ganz so schnell will mich mein Doc nicht aufschneiden. Sein Tipp: Ich solle die Sitzposition überprüfen und Einlegesohlen anpassen lassen, schließlich sei “Ergonomie das Wichtigste!”. Bei der Ergonomie-Anpassung geht es um die Optimierung der Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Beim Biker sind das die Kontaktpunkte Hände, Füße, Po. Wer in der falschen Position greift, sitzt oder tritt, riskiert Fehlbelastungen von Bändern, Muskeln, Gefäßen und Gelenken – und dann kann Rad fahren wehtun. Doch oft reichen schon wenige Umbau-Maßnahmen, um die Probleme zu beheben: gekröpfte Lenker für eine aufrechtere Sitzposition, Spezialsättel, die ans jeweilige Gesäß angepasst werden, Griffe mit Ergo-Flügeln, die keine Nerven mehr quetschen. Eine Körpervermessung zeigt, wo nachgebessert werden muss. Bei mir hat es geholfen: Nachdem ich vier Wochen mit Einlegesohlen, einem angepassten Sattel und ergonomischen Griffen unterwegs bin, geht der Rest fast wie von selbst. Und die Schmerzen sind nur noch eine unangenehme Erinnerung! Haben auch Sie Probleme auf dem Bike? Wir erklären, was die Schmerzen verursacht – und zeigen die passende Lösung für Ihr Problem.


Im PDF-Ergonomie Teil I finden Sie folgende Informationen:

• Po/Sattel

Taubheitsgefühle und Schmerzen am Po sind nicht nur nervig, sie können auch gefährlich werden, wenn man nicht auf seinen Körper hört.

• Anatomie

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind kleiner als gedacht.

• Sitzposition

Marathonisti oder Freerider? Andere Sitzpositionen erzeugen andere Anforderungen an den Sattel.

•Ergo-Produkte

Die Vermessung des Sitzknochenabstandes führt zum richtigen Sattel.

• Symptome -Was tut eigentlich weh?

• Fuss/Pedal

Wenn Ihre Füße beim Biken einschlafen, wer den sie falsch belastet. Wir zeigen, wie Sie wieder Druck aufs Pedal bekommen.

•Hand/Griff

Wenig Platz für Nerven. Die Hand ist eine Engstelle mit Staugefahr.


Ergonomie Teil 2 (BIKE 9/2008):

Mit den Menschen ist es eine vertrackte Angelegenheit – keiner gleicht dem anderen aufs Haar. Kleine und große Menschen; unterschiedlich lange, kurze und gekrümmte Beine und vor allem nicht proportionale Körperhälften stellen die Bike-Industrie vor große Probleme: Es gibt kein Bike, das allen auf Anhieb passt. Seit Jahren forschen Ergonomie-Experten, Sportmediziner und Orthopäden nach der besten Alternative zum maßgeschneiderten Bike. Wichtigste Erkenntnis der vergangenen Jahre: Es bringt nichts, sich in ein Raster pressen zu lassen. Das Einzige, was eine angenehme und auch auf Dauer schmerzfreie Sitzposition auf dem Bike möglich macht, ist eine individuelle Anpassung des Bikes an den Fahrer. Wie vor einer Hochzeit gilt: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Denn wenn Biker und Bike nicht zusammenpassen, ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt.


AM BIKE KANN MAN SCHRAUBEN. AM BIKER NICHT.

Klar ist: Es gibt viele Möglichkeiten, ein Bike individuell an den jeweiligen Fahrer anzupassen. Umgekehrt funktioniert das nicht – schließlich kann man bei Bedarf nicht einfach einen längeren Unterschenkel montieren. Stattdessen werden mit speziellen Methoden Länge, Beweglichkeit und Flexibilität einzelner Körperteile und -regionen ermittelt. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen lässt sich dann das Bike an den Fahrer individuell anpassen. Im zweiten Teil unserer Ergonomie- Geschichte geben wir Ihnen ei nen kleinen Überblick über die unterschiedlichen Test- und Vermessungs- Methoden und verraten grundlegende Tricks und Tipps auf dem Weg zur idealen Sitzposition. Die komplette Anleitung zur perfekten Position auf dem Bike kön nen wir hier nicht liefern – für eine vollständige Einstellung ihres Bikes sollten Sie einen Profi aufsuchen, der Sie rundum vermisst und auf Ihre individuellen Probleme eingehen kann. Viel Spaß beim Testen der ersten Einstellungen und einer schmerzfreien Fahrt.


Im PDF-Ergonomie Teil II finden Sie folgende Informationen:

• Bewegungsfreiheit

Die individuelle Beweglichkeit erfordert: Erst testen, dann Bike einstellen.

• Vermessung

Erst das Massband bringt die Erkenntnis: So sitzt man richtig.

• Einsatzbereich

Der Einsatzbereich bestimmt wichtige Einstellungen am Bike. Besonders die des Cockpits.

Themen: Ergonomie

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