Der perfekte Tourenschuh

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 10 Jahren

Als Alleskönner muss ein Touren-Schuh auf vielen Hochzeiten tanzen. Und nicht nur im Pedal, sondern auch auf dem Trail überzeugen. So finden Sie den perfekten Tourenschuh...

Ein Schuh muss passen. Bei allen technischen Finessen gibt am Ende die Passform den Ausschlag. Deshalb heißt es: ausprobieren und vergleichen. Gerade weil man sich mit Touren-Schuhen oft in steilem Gelände bewegt, ist der Fersensitz besonders wichtig. Falls im Bikeshop keine steile Schräge oder Auffahrt vorhanden ist, stellen Sie sich mit dem Vorderfuß auf eine Treppe und überprüfen Sie, ob der Schuh beim Wippen an der Ferse schlupffrei sitzt. Rutscht er, sind Blasen vorprogrammiert.

Zentraler Bestandteil eines Schuhs ist die Sohle, sozusagen das Skelett, das Fundament für den Fuß. Im Gegensatz zu einem reinen Race-Schuh mit maximal steifer Carbon-Sohle für verlustfreie Kraftübertragung muss die Sohle eines Touren-Schuhs etwas Flex bieten. Nur dadurch ist auch bei langen Schiebeoder Trage-Passagen ein gewisser Abrollkomfort möglich. Tipp: Die Sohle sollte sich bereits von Hand leicht biegen lassen.

Thema Ausstattung: Wer viel im gerölligen, losen Gelände unterwegs ist, sollte zu Gunsten höherer Trittsicherheit lieber zu einem knöchelhohen Modell greifen. Vor allem bei nasskalten Bedingungen ist eine wasserdichte Membran Gold wert. Bei Belüftung und Atmungsaktivität haben diese Modelle bei sommerlichen Temperaturen jedoch das Nachsehen. Bei vielen Bike-Schuhen fehlt das anatomische Fußbett. Einlegesohlen z. B. von Specialized, Bontrager, SQ-Lab oder Solestar sorgen für eine bessere Unterstützung des Fußes.

Sohle: Für guten Gehkomfort sollte die Sohle nicht zu steif sein und einen gewissen Flex ermöglichen. Das Profil muss auch bei Nässe sicher auf Steinen und Wurzeln halten. Z. B. durch eine Vibramoder Contagrip-Sohle.

Schnürung: Eine Quick-Lace-System (Schnellschnürung) bringt Komfort beim An- und Ausziehen. In Kombination mit einer Abdecklasche bleiben Schmutz und Spritzwasser draußen. Zusätzlich lassen sich die Schnürsenkel sicher verstauen und werden nicht von den gierigen Fangzähnen der Kettenblätter zerfleischt.

Zehenkappe: Um besten Schutz beim Gehen und Fahren zu bieten, sollte die Zehenkappe besonders stabil und umlaufend ausfallen. So bleibt der ungewollte Kontakt mit Steinen am ehesten ohne Folgen.

Ferse: Eine Schlaufe erleichtert das Anziehen, während der Neopren-Abschluss Spritzwasser und Schlamm draußen hält. Für mehr Sicherheit sorgt ein in der Fersenkappe integrierter Reflektorstreifen.

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Themen: KaufberatungSchuheTourenschuhe

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